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Scheidung-Haus-Kredit

22.03.2015 23:52 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Die Eigentumsverhältnisse an eine Immobilie bleiben auch nach einer Trennung und/oder der Eheleute in gleicher Form bestehen. Die Eheleute bleiben auch nach einer Trennung und/oder Scheidung beide Schuldner eines gemeinsam abgeschlossenen Darlehensvertrages.

Es handelt sich um ein verheiratetes Ehepaar, das seit 3 Jahren in einem gemeinsam über Kredit finanzierten Haus lebt. Selbstverständlich ist das Haus noch nicht vollständig abbezahlt. Die Eheleute sind zu je 50 Prozent Eigentümer des Hauses. Die Ehefrau verdient mehr als ihr Mann. Sie möchte sich von diesem trennen und das Haus behalten. Es stellen sich die Fragen, ob die Ehefrau nach der Scheidung die weiteren Kreditraten allein zahlen kann und ob der Ehemann den von ihm in den ersten drei Jahre der Finanzierung gezahlten Anteil von der Ehefrau zurückerstattet bekommt, wenn er aus dem Haus auszieht. Oder behält er ein Eigentumsrecht nach der Scheidung, auch wenn sie die Raten allein weiterzahlt?

Was passiert, wenn die Ehefrau einen anderen Mann heiratet, der viel mehr verdient als sie und somit theoretisch aufgrund seines hohen Einkommens den Hauskredit übernehmen und / oder auf einmal ausgleichen kann?
23.03.2015 | 03:47

Antwort

von


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Ludwig-Thoma-Strasse 47
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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Ihre Anfrage möchte ich auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn beide Eheleute Schuldner des Darlehensvertrages sind, müssen beide die Raten zurückbezahlen, können sind beide gesamtschuldnerisch seitens des Kreditinstituts in Anspruch genommen werden. Daran änderte eine Trennung oder Scheidung nichts. Auch bleiben die Eigentumsverhältnisse an der Immobilie gleich. Wenn der Ehemann auszieht, kann er eine Nutzungsentschädigung - etwa in der Höhe des hälftigen (Netto-) Mietzinses -verlangen. In diesem Zusammenhang sollte dann auch vereinbart werden, dass die Ehefrau die Nebenkosten für das Haus übernimmt.

Eine neue Eheschließung seitens der Ehefrau ändert daran nichts.

Sinnvoll ist es in solchen Fällen, eine Vereinbarung über das Haus zu treffen, etwa in der Form, dass der hälftige Anteil an die Ehefrau gegen Entgelt übertragen wird. Dabei werden im Zusammenhang mit dem Zugewinnauslgeichsanspruch die bezahlten Raten des Ehemannes berücksichtigt. Es muss unbedingt geklärt werden, ob das Kreditinstitut damit einverstanden ist, den Ehemann aus dem Kreditvertrag zu entlassen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 23.03.2015 | 11:01

Wäre es möglich, dass das Haus verkauft(dass ein Dritter das Eigentum der Eheleute übernimmt) und von dem Verkaufs der Kredit bezahlt wird?.

Gibt es andere Gestaltungsmöglichkeiten, wobei der hälftige Anteil an die Ehefrau gegen Entgelt übertragen wird ohne eine Nutzungsentschädigung bezahlen zu mussen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.03.2015 | 11:10

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

wenn beide Eigentümer, also beide Eheleute, zustimmen, dann kann das Haus verkauft werden. Ob der Kredit dann getilgt werden kann, muss mit der Bank abgeklärt werden. Wenn eine Zinsbindung vereinbart wurde und diese noch nicht abgelaufen ist, dann wird in der Regel eine Vorfälligkeitsentschädigung zu zahlen sein.

Wenn die Ehefrau den hälftigen Anteil erwirbt, dann ist keine Nutzungsentschädigung zu zahlen, dies gilt nur, wenn das Haus im Eigentum beider Eheleute bleibt.

Mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin

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