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Scheidung-Bewertung einer Firma


04.08.2005 21:17 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Während einer 3-jährigen Ehe (gesetzlicher Güterstand)wurde
ein Architekturbüro gegründet. Für Ausstattung,Computer,Software,Firmenwagen usw. wurden mehrere zehntausend Euro investiert. Seit 2003 erzielt das Büro erhebliche Jahresumsätze.
Da diese Firma in den Ausgleich fällt muss deren Wert ermittelt
werden. Wie wird der Wert berechnet. Sind nur die vorhandenen
Sachwerte relevant oder sind erzielte Umsätze bzw. die bestehenden Aufträge Kriterien bei der Wertermittlung.
Eventuell die Formel hierfür.
04.08.2005 | 21:48

Antwort

von


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Sehr geehrter Rechtssuchender,

die von Ihnen gestellte Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten, sondern hängt vom Einzelfall ab. Grundsätzlich gibt es keine eindeutige Bestimmung, wie ein Unternehmen für den Zugewinnausgleich zu bewerten ist. Anzusetzen sind auf jeden Fall die Substanzwerte (Räume, Computer usw). Ob zukünfte Umsätze in die Wertberechnung einzubeziehen sind muss jedoch vom Gericht im Einzelfall geprüft werden,BGH, Urteil vom 8. September 2004 - XII ZR 194/01

Allerdings neigt der Bundesgerichtshof aber dazu, bei freiberuflichen Einzelunternehmen die zukünftigen Umsätze nicht Bewertung miteinzubeziehen, da die Umsätze zu sehr von der Person des Einzelunternehmers abhängen (Senatsurteil vom 25. November 1998 - XII ZR 84/97 - FamRZ 1999, 361, 362; Johannsen/Henrich/Jaeger Eherecht 4. Aufl. § 1376 BGB Rdn. 19)

Wenn das Architektenbüro also maßgeblich von der Leistung des einen Ehegatten abhängt, dann würde dies eher dagegen sprechen, dass auch zukünftige Umsatzprognosen in die Bewertung miteinfließen (Ertragswertmethode). Allerdings lässt der Bundesgerichtshof in seinem Urteil von 2004 den Familiengerichte trotzdem freie Hand die Ertragswertmethode anzuwenden, wenn das Gericht dies im Einzelfall für sachgerecht ansieht.

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Glatzel
Rechtsanwalt



Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

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