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Scheidung: Berechnung von Zugewinn und Unterhalt / Darlehen / Realsplitting


14.06.2005 09:02 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

zur Berechnung von Zugewinn und Unterhalt bei der Scheidung von meiner Frau habe ich folgende Fragen.

1. Darf ich den Zins und die Tilgung für ein Verwandten-Darlehen (Eltern an Sohn) von meinem Einkommen für die Unterhaltsberechnung abziehen?

2. Darf ich einen für mehrere Jahre gestundeten Zins für ein Verwandten-Darlehen beim Zugewinn als Wertminderung ansetzen?

3. Wird der Unterhalt mit Realsplitting bei der Unterhaltsempfängerin als steuer- und soziaversicherungspflichtiges Einkommen angerechnet? Wird er ohne Realsplitting anders behandelt? Ist es dann Unterhalt, der nicht dem Einkommen zugerechnet wird?

4. Anschließend an Frage 3: Welche wirtschaftliche Nachteile, für die ich aufkommen muß, können der Unterhaltsempfängerin beim Realsplitting entstehen. Die Unterhaltsempfängerin arbeitet freiberuflich, ich bin angestellt.

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Sehr geehrter Rechtssuchender,
Ihre Anfrage beantworte ich aufgrund des mir mitgeteilten Sachverhalts wie folgt:
1. Grundsätzlich sind berücksichtigungswürdige Schulden (Zins und Tilgung), die in der Ehe entstanden sind, von Ihrem Einkommen abzuziehen, die Abzahlung soll allerdings im Rahmen eines vernünftigen Tilgungsplans erfolgen. Bei der Berücksichtigungswürdigkeit spielt u.a. auch eine Rolle wofür das Darlehen gegeben wurde und ob es ihren Verwandten zuzumuten ist, auf die Abzahlung noch zu warten und ob sie in der Lage sind, den Mindestunterhalt für Kinder, falls vorhanden, zu zahlen.

2. Grundsätzlich ist der Stichtag entscheidend. Wie hoch war der Anspruch auf den gestundeten Zins auf Stichtag.

3. Unterhalt ist beim Berechtigten grundsätzlich kein steuerrechtliches Einkommen und muss auch nicht versteuert werden. Ausnahme ist die Inanspruchnahme des begrenzten Realsplittings, hier ist der Unterhalt beim Ehegatten, nicht bei Kindern, steuerrechtliches Einkommen. Dies hat auch Einfluss auf den Beitrag zur Krankenkasse, die den Unterhalt als Einkommen bewerten, allerdings unabhänig von der Inanspruchnahme des begrenzten Realsplittings.

4. Sie müssen alle wirtschaftlichen und steuerlichen Nachteile ausgleichen, die der Berechtigten durch die Inanspruchnahme des begrenzten Realsplittings entstehen. D.h. Sie müssen Steuervorauszahlungen und auch Nachzahlungen, die durch das begrenzte Realsplitting entstanden sind, ausgleichen. Aber auch die Differenz zwischen einer eventuellen höheren Steuererstattung ohne Realsplitting zur jetztigen Steuererstattung/Nachzahlung mit Realsplitting.
Auch sind Steuerberatungskosten zu ersetzen, die durch das Realsplitting entstehen können zu ersetzen.
Sie müssen also letztlich prüfen, ob der Vorteil, der bei Ihnen entsteht, das alles aufwiegt. Dies ist meistens bei Geringverdienden Berechtigten so.

Ich hoffe, Ihre Fragen damit hinreichend beantwortet zu haben. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg für die zu treffenden Regelungen.
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