Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Scheidung Beamtin/Arbeitnehmer Versorgungsausgleich Mindestversorgung

13.05.2019 16:43 |
Preis: 50,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


14:23
Sehr geehrte Fachanwälte,

folgender Scheidungsfall:

Ehezeit 15 Jahre

Sie: Beamtin (40) , verbeamtet kurz nach Ehebeginn. Ehezeit entspricht damit in etwa der bisherigen Beamtenlaufbahn. Wegen Kindererziehung (2 Kinder) wechselnde Teilzeit ("familienpolitisch") zwischen 40 und 70 Prozent. Dadurch relativ niedriger Ruhegehaltssatz nach 15 Jahren Ehezeit ca 13 Prozent

Er: Arbeitnehmer (50) mit gesetzlicher Rentenversicherung

Frage: Es geht allein um die Berechnung der Versorgungsbezüge der Frau, die für den Versorgungsausgleich angesetzt werden. Wird für den Versorgungsausgleich bei der Ehefrau der normalerweise geltende Mindestruhegehaltssatz von 35 Prozent angesetzt ? Oder wird nur der tatsächlich erreichte Ruhegehaltssatz von 13 Prozent genommen? Oder werden die 35 Prozent angenommen, aber wegen der Teilzeit irgendwie gekürzt?

Zusammengefasst: Wie wird der Ruhegehaltssatz der Frau in diesem Fall für den Versorgungsausgleich prinzipiell berechnet?

Mit bestem Dank


13.05.2019 | 17:42

Antwort

von


(259)
Saalestraße 20
63667 Nidda
Tel: 06043 801 59 60
Web: http://ra-krueckemeyer.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Die Berechnung erfolgt auf Grundlage der während der Ehezeit erworbenen Anwartschaften. Es wird zunächst berechnet, welche Versorgung bei angenommenem Fortbestehen des Beamtenverhältnisses bis zur Altersgrenze erreichbar wäre. Es wird also von einem hypothetischen Verlauf der Beamtenlaufbahn ausgegangen. In einem zweiten Schritt ist dann dieser Zeitraum mit der Ehezeit ins Verhältnis zu setzen, um dann anteilig den Ehezeitanteil im Rahmen des Versorgungsausgleichs zu ermitteln.

Bei Steigerung der dienstbezüge steigen auch die Versorgungsbezüge das geschiedenen Ehegatten. Das heißt, die vom Familiengericht genannte Ausgleichspflicht beschreibt den Betrag der jetzt fällig wäre. Bei Beförderungen, Lohnerhöhungen etc. partizipiert der geschiedene Ehegatte aber mit (der tatsächliche Betrag ist zum Zeitpunkt des Eintritts in die Pension also deutlich höher).

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage umfassend beantworten. Sollten Rückfragen bestehen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 14.05.2019 | 14:05

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Krueckemeyer,

herzlichen Dank für Ihre Antwort. Sie zeigt, dass Ich bisher von einer falschen Berechnungsmethode ausgegangen bin. Sie beschreiben offenbar die inzwischen von mir gefundene Formel m/n *R, wobei m die Zeitdauer der Ehe, n die Zeit der Beamtenlaufbahn und R die zu erwartenden Versorgungsbezüge beim Erreichen der Altersgrenze. So korrekt?

Bleibt die offene Frage nach Berechnung von R. WIe gesagt, in meinem Beispiel hat die Beamtin während der gesamten Ehezeit wegen der Kinder die meiste Zeit in Teilzeit gearbeitet. (15 Jahren zwischen 40 und 70 Prozent). Das wird sie vermutlich auch noch tun, wenn die Scheidung beantragt wird. Wird dann bei der Berechnung des von Ihnen genannten "hypothetischen Verlaufs" der Beamtenlaufbahn davon ausgegangen, dass die Teilzeit bis zum Erreichen der Altersgrenze unverändert fortgesetzt wird? (Was wohl eher nicht der Fall sein wird, da die Kinder in wenigen Jahren aus dem Haus sind). Das ist ein wichtiger Punkt, denn es macht ja bei der Ermittlung der Versorgungsbezüge einen großen Unterschied, ob die restlichen Jahre ab Scheidung bis zum Erreichen der Altersgrenze (20 Jahre) in Voll- oder Teilzeit zurück gelegt werden.

Herzlichen Dank


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.05.2019 | 14:23

Sehr geehrter Fragesteller,

Ganz richtig, auf dieser Grundlage erfolgt die Berechnung.
Ich werde Ihnen hier keine befriedigende abschließende Antwort geben können.
Entscheidend ist das gelebte Ehemodel sowie die Absprache zwischen den Eheleuten (was im Zweifel unter Beweis zu stellen wäre). In aller Regel wird man von einer noch ein bis drei Jahren andauernden Teilzeitbeschäftigung ausgehen und diese dann stückweise anpassen. Bei einer Änderung der prognostizierten Abläufe (beispielsweise bei Erkrankung) kann mit Renteneintritt dann eine Anpassung an die tatsächlichen Umstände erreicht werden. Alllerdings muss dafür ein deutliches Missverhältnis vorliegen (die entsprechenden Anträge sind für Härtefälle gedacht).

Bei weiteren Rückfragen können Sie mich via E-Mail kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

(259)

Saalestraße 20
63667 Nidda
Tel: 06043 801 59 60
Web: http://ra-krueckemeyer.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Familienrecht, Erbrecht, Reiserecht, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 67805 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Verständliche Antworten haben mir sehr gut geholfen! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Fr.Dr. Corina Seiter hat mich sehr gut beraten. Sehr zu empfehlen. Danke. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super es wurde alles geklärt gerne wieder. ...
FRAGESTELLER
Jetzt Frage stellen