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Scheidung

22.06.2012 17:45 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Unsere Ehe ist eine Zugewinngemeinschaft

Wie verhält sich bei einer Trennung die Auftreilung der Spareinlagen, wenn es sich bei den Konten um Einzelkonten handelt

Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und des Einsatzes für die Beantwortung dieser Frage möchte ich Ihnen folgende Antwort geben:

Die Handhabung der Aufteilung der Spareinlagen richtet danach, wann die Aufteilung erfolgen soll.

1. Nach Trennung

Wenn Sie in der Zugewinngemeinschaft leben, bedeutet das schichtweg, die Vermögensmassen sind getrennt und bei Scheidung findet ein Zugewinnausgleich statt. Sollte also bei Trennung die Konten aufgeteilt werden, ist es schichtweg so, dass jedem sein Konto zusteht und im Zeitpunkt der Trennung auch nichts auf den anderen übertragen werden muss. Ein sinnloses Ausgeben der Spareinlagen kann sich allerdings schwerwiegend auf den Zugewinnausgleich auswirken.

2. Bei der Scheidung

Kommt es zum umwogenen Zugewinnausgleich.

Dazu zunächst ein paar kurze Worte, wie er funktioniert. Man vergleicht zwei Vermögensmassen. Die bei Eheschließung und bei Ehescheidung. Man zieht die Vermögensmasse bei Ehescheidung von der bei Eheschließung ab und erhält den Betrag, den der jeweilige Ehegatte an Zugewinn erwirtschaftet hat. Dann hat der Ehegatte, der den geringeren Zugewinn für sich verbuchen kann einen Anspruch. Dafür wird der geringer Zugewinn von dem höheren Zugewinn abgezogen und davon die Hätte macht den Zugewinnausgleich aus.

Zur Verdeutlichung folgendes Beispiel:
Beide Ehegatten haben zur Eheschließung keinerlei Vermögen. Die Ehefrau ist die meinste Zeit zu Hause und hat nur einen 400 € Job, so dass sie nur ein Vermögen von 5000 € ansparen konnte. Der Ehemann hat sehr gut verdient und konnte immer etwas zurücklegen. Er hat ein Vermögen von 200.000 € bei Ehescheidung. Das ergibt einen Zugwinn des Ehemannes von 200.000 € und der Ehefrau von 5000 €. Der Überschuss des Ehemannes im Vergleich zur Ehefrau ist daher 195.000 €. Davon die Hälfte ist 97 500 €. Das ist der Ausgleichsanspruch der nichtarbeitenden Ehefrau.

Jetzt kommen Ihre Spareinlagen ins Spiel. Diese werden der Vermögensmasse zum Zeitpunkt der Ehescheidung zugerechnet.
Dazu noch ein Beispiel:

Der Ehemann ist mit 5000 € in die Ehe gegangen. Er hat Spareinlagen von 100.000 € auf seinem eigenen Konto. Die Frau ist mit 0 € in die Ehe gegangen und hat Spareinlagen von 5000 €. Der Zugewinn des Ehemannes beträgt daher 95.000 € (100 000 € - 5.000 €). Der Zugewinn der Ehefrau beträgt 5.000 €. Der Überschuss des Mannes beträgt damit 90.000 €. Damit hat die Ehefrau einen Anspruch auf Auszahlung von 45.000 €.

Es kommt daher bei Ehescheidung nicht zu einer konkreten Aufteilung, sondern zur Hinzuziehung bei der Berechnung des Endvermögens (Vemögen bei Ehescheidung). Fall auf beiden Seiten gleichviel Zugewinn erzielt wurde, muss kein Ausgleich erfolgen.

Ausserdem: sie sind nicht verpflichtet, einen derarten Anspruch gelten zu machen. Es kann auch jeder seine Vermögensmassen behalten.

Ich bitte darum, diese Ausführungen nur als erste Orientierung zu sehen. Gerade wegen der Problematik der Berechnung des Zugwinnausgleiches ist eine eingehende Beschäftigung mit ihrem Fall unvermeidbar. Gerne bespreche ich die weiteren Einzelheiten dieses Falles mit ihnen im Falle einer Mandatierung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Andrea Hesse, Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 23.06.2012 | 10:45

danke für Ihre Antwort. Wir leben jetzt noch zusammen und was passiert dann damit wenn wir uns Trennen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.06.2012 | 10:52

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage beantworte ich wie folgt:

wenn Sie sich trennen, dann behält erstmal jeder seine Ersparnisse. Der Ehegatte, der möglicherweise einen Zugewinnausgleich hat, kann nach der Trennung Auskunft über das Vermögen verlangen.

Wenn es dann zum Zugewinnausgleich kommt, und Ihr Sparvermögen ist gen 0 geschrupft, kann der ausgleichspflichtige Ehegatte dann eine Aufstellung verlangen, was mit dem Geld passiert ist. Sie dürfen keine unloyalen Vermögensverschiebungen zu Lasten des ausgleichspflichtigen Ehegatten vornehmen. zB teure Schenkungen an die neue Freundin etc. Wenn Sie davon in Urlaub fahren oder sich etwas kaufen, was dringend benötigt wird, ist das m.E. in Ordnung.

Ich hoffe, ich konnte damit Ihre Nachfrage beantworten und stehe Ihnen gern per E-Mail zu weiteren Fragen bereit.

Ein schönes Wochenende.

Mit freundlichen Grüßen

Andrea Hesse
Rechtsanwältin

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