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Scheidung, Wohnung Ausgleichszahlung

| 04.08.2010 18:55 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,
im Jahr 2007 habe ich geerbt und 2 Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus gekauft. Die Wohnung A (30qm, Wert ca. 25 T€) wurde komplett eigenfinanziert.
Die Wohnung B (Wert ca. 100 T€) wurde zum Teil über ein Bankdarlehen von 50T€ finanziert. Ich bin der einzige Darlehensnehmer. Beide Wohnungen sind seit 2007 fremd vermietet, die Mieteinnahmen werden für die Rückzahlung des Bankdarlehens verwendet, alles läuft über mein eigenes Konto. Die Restschuld an die Bank liegt momentan bei ca. 37 T€.
Im Jahr 2008 habe ich geheiratet, die Ehefrau wurde in das Grundbuch nicht eingetragen. Wegen meiner Berufstätigkeit in anderer Stadt wohnen wir seit 2008 in einer Mietwohnung. Wir haben keine Kinder, kein Ehevertrag, meine Frau wird noch ca. 2-3 Semestern studieren und hatte bis jetzt kein eigenes Einkommen. Die Streitigkeiten in der Ehe häufen sich, so dass ich mir eine Scheidung in der Zukunft als sehr wahrscheinlich vorstelle. Ich rechne damit, dass sie nach 2 Jahren berufstätig wird und ihr Unterhalt selbstständig verdient.

Welche Rechte hat dann meine noch- Frau auf die Wohnung A und Wohnung B nach der Scheidung? Behalte ich komplett meine beide vor der Ehe gekauften Wohnungen und die Restschuld an die Bank, oder soll ich noch etwas (Zugewinn? Wie viel?) an die Ex-Frau auszahlen?

Ich denke die Frage bezieht sich auf die Grundlagen und gehört zu den einfachen. Bitte um eine möglichst nicht komplizierte und präzise Erläuterung.

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

1. Ihre Frau hätte ab Trennung einen Anspruch auf Trennungsunterhalt, dieser besteht in jedem Fall. Zur Höhe kann ich ohne weitere Angaben nichts sagen. Ob nach Ehescheidung noch ein Anspruch bestehen wird, kann man heute noch nicht sicher sagen, solange Ihre Frau studiert, hätte Sie Anspruch auf Ausbildungsunterhalt. Nach Scheidung ist Sie aber verpflichtet, so schnell wie möglich selbst für den Lebensunterhalt zu sorgen, Sie müsste also das Studium zügig abschließen und dann einen Beruf ergreifen.

2. Ihre Frau hat keinen direkten Anspruch auf die Wohnungen. Diese waren bereits bei Eheschließung vorhanden und stehen im Alleineigentum. Auch die Verbindlichkeiten bleiben bei Ihnen. Allerdings hat Ihre Frau eventuell Anspruch auf Zugewinn. Ihre Frau hat Teil an der Wertsteigerung der Immobilein während der Ehezeit. Man vergleicht das Vermögen beider Ehegatten bei Eheschließung und zum Stichtag, also dem Datum der Zustellung des Scheidungsantrages. Ob Wohnung A im Wert gestiegen ist, kann ich nicht beurteilen. Bei Wohnung B ist die Belastung gesunken und damit der Wert gestiegen. Es werden aber nicht die Wohnungen isoliert betrachtet, sondern das gesamte Anfangs- bzw. Endvermögen wird verglichen. Natürlich zählen hierzu sowohl Aktiva und Passiva, es werden also auch die Verbindlichkeiten berücksichtigt. Die Höhe könnte man nur errechnen, wenn man das gesamte Anfangs- und Endvermögen zum jeweiligen Stichtag kennen würde.




Rückfrage vom Fragesteller 04.08.2010 | 20:47

Vielen Dank für die ausführliche Antwort, eine Sache habe ich nicht ganz verstanden, wenn möglich bitte ich eine Detail noch ganz kurz konkretisieren.
Sie schreiben:
„Ihre Frau hat Teil an der Wertsteigerung der Immobilien während der Ehezeit"
„Bei Wohnung B ist die Belastung gesunken und damit der Wert gestiegen"
Nehmen wir an, währen der Ehezeit 2008-2011 wurden ca. 18T€ an die Bank abbezahlt, es gibt kein weiteres wesentliches Anfangs- und Endvermögen. Kann man dann grob rechnen, dass der Wert der Wohnung B um ca. 18T€ gestiegen ist und Zugewinn meiner Frau ca. 9T€ beträgt und von mir ausgeglichen werden soll?

Für Ihre Mühe bedanke ich mich im Voraus

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 04.08.2010 | 21:16

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne komme ich auf die Nachfrage zurück.

Ja, Sie haben diesen Punkt richtig verstanden. Falls sich der Verkehrswert nicht geändert, hat, was bei der kurzen Dauer eher unwahrscheinlich ist, wäre Ihr Zugewinn 18T€ und der Anspruch Ihrer Frau wäre 9T€. Ich rate Ihnen sich möglichst anwaltlich beraten zu lassen um nach Trennung zu einer notariellen Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarung zu kommen. In einer solchen Urkunde können Sie auch Regelungen zum Zugewinn treffen und diesen sogar wirksam ausschließen. Dies geht natürlich nur mit Einwilligung Ihrer Frau.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Fachanwalt für Familienrecht und Arbeitsrecht

Bewertung des Fragestellers 04.08.2010 | 20:48

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