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Scheidung, Mann steht als Alleineigentümer im Grundbuch

| 21.07.2010 15:17 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Ich habe folgende Frage und hoffe auf Hilfe:

Meine Beziehung bestand 20 Jahre 15 Jahre davon verheiratet. Mein Mann hat vor der Eheschließung ein Haus von seinen Eltern geerbt. Er hat das Haus immer auf seinen Namen behalten und nicht im Grundbuch Eheleute eingetragen. 2 mal haben wir das Haus gemeinsam umgebaut, zu 90% in Eigenleistung.

Ich selbst habe 2 mal geerbt. Dieses Geld ist in das Haus mit eingeflossen, natürlich ohne irgend welche Beweise.
1998 ist unser gemeinsamer Sohn geboren. Ich bin damals zu Hause geblieben und habe ihn betreut. Nebenbei war ich selbständig... auch dieses Geld ist eingeflossen. Anfang 2009 haben wir uns offiziell getrennt und ich habe sofort meine berufliche Selbständigkeit ausgebaut und kann mich (gott sei Dank) selbst ernähren. Ich bekomme also keinen Unterhalt für mich.

Mein hiesiger Anwalt sagt, dass mir bei der Scheidung nichts zusteht. Aber das kann doch nicht wirklich richtig sein.

Morgen am 22.7 findet die Scheidung statt, die ich auf keinen Fall verhindern will.
Was gibt es hier noch für Möglichkeiten. Oder gibt es die überhaupt? Auf was musss ich achten?

Ich danke im Voraus für dei Beantwortung.
Wünsche allen viel Glück und dass sie schneller wach werden...


Sehr geehrter Fragesteller:

gerne beantworte ich Ihre Frage ich auf Grund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:

Ob und wie viel Sie bekommen hängt vom Wert der Immobilie ab. Insoweit werden die Beträge, die in die Immobilie gesteckt wurden natürlich auch berücksichtigt.

Prinzipiell wird bei dem gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft (davon gehe ich aus) für jeden Ehepartner gesondert das Anfangs- und das Endvermögen bewertet und daraus der Zugewinn berechnet.

Beim Haus also zu Ehebeginn (= Anfangsvermögen) und unter Berücksichtung des damaligen Zustands und dann für das Endvermögen zum Stichtag der Scheidung. Berücksichtigt wird dabei auch die Inflation, aber bei 20 Jahren dürfte auch ohne Umbau und mit Inflation ein Wertzuwachs vorliegen.
Die Differenz zwischen dem End- und dem Anfangsvermögen ist der Zugewinn Ihres Mannes, den er mit Ihnen hälftig teilen muss.


Für Sie selbst gilt das genauso. Ihr geerbtes Geld wird dem Anfangsvermögen zugerechnet, heute ist es aber weg (weil es im Haus steckt), sodass Sie selbst keinen Zugewinn erzielt haben (sofern nicht aus anderen Quellen Vermögen vorhanden ist, wovon ich nach Ihrer Schilderung nicht ausgehe).

Günstiger für Sie wäre es, wenn sie Ihrem Mann ein Darlehen geben hätten (das könnten Sie damit begründen, dass er ja Alleineigentümer war), dass Sie nun zurückfordern. Zwar würde dieser Schuldbetrag sein Endvermögen und damit seinen Zugewinn mindern, aber am Zugewinn wären Sie ohnehin ja nur mit 50% beteiligt.

Ich nehme an, bisher ist keine Bewertung der Immobilie erfolgt, sonst hätten Sie den Wert ja wohl genannt. Dies erklärt sich für mich nur dadurch, dass der Zugewinn bisher – noch - nicht geltend gemacht wurde.

Fragen Sie Ihren Anwalt, warum das nicht geschehen ist, denkbar wäre auch, ihn morgen noch im Termin geltend zu machen. Dann erfolgt zwar keine Scheidung, es wird aber kostengünstiger über den Zugewinn entschieden, wie in einem – möglichen – nachfolgenden gesonderten Verfahren.

Zumindest einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage hoffe ich Ihnen gegeben und Ihnen damit weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 21.07.2010 | 21:24

Hallo und guten Abend,

ich möchte mich recht herzlich für Ihre Antwort bedanken. sie hat mir sehr weiter geholfen.

Ich habe Ihre Antwort an meinen Ex_Mann weiter gegeben und wir haben beschlossen, eine neue Lösung außergerichtlich zu finden.

Die Scheidung kann also morgen stattfinden.

Wünsche Ihnen alles Gute,

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.07.2010 | 08:54

Sehr geehrter Fragesteller:

besten Dank für Ihre Antwort.

Sollten sich noch Probleme ergeben, können Sie sich jederzeit nochmals melden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 24.07.2010 | 00:34

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 24.07.2010 5/5,0
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