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Scheidung, Eigentumswohnung, Kostenbeteiligung

28.10.2009 12:23 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Bei mir stellt sich folgende Sachlage dar:

Seit August 2008 bin ich mit meinem Mann im Trennungsjahr, seit August 2009 läuft das Scheidungsverfahren.
Wir haben eine Eigentumswohnung die natürlich finanziert wird und erst 2006 gekauft wurde.
Im Februar 2009 zog mein Noch-Mann aus der gemeinsamen Wohnung aus.

Da ich die Wohnung alleine nicht halten konnte und kann, zog im Februar dann eine Freundin bei mir ein von der ich Miete bekomme.

Bisher läuft es so, daß er seine Miete bezahlt und ich die Wohnung trage. Damit ich erstmal Ruhe vor Ihm habe, da einiges passiert ist, willigte ich ein. Schriftlich wurde nichts festgehalten.

Das das nicht gerecht ist - ist mir klar.
Er hat 1600€ Netto, zahlt weniger zur Miete und hat die ganzen Wohnungsnebenkosten nicht.
Ich habe 1500€ Netto und trage die Finanzierung, die Nebenkosten, die Grunderwerbssteuer und den Bausparvertrag der für die Wohnung abgeschlossen wurde.

Da wir noch einen Kredit abzutragen haben, ist meine finanzielle Situation ziemlich eng.

Ich hatte ihn gebeten, sich anteilig am Bausparvertrag und an den Nebenkosten zu beteiligen, die nicht normal zu den Nebenkosten gehören (Verwaltungsgebühren, Instandsetzungskosten etc...).
Aber er meinte, ich würde ja ein Zimmer vermieten und Miete bekommen.

Das nächste Problem was sich nähert, meine Freundin wird 2010 dienstlich versetzt und zieht aus. Ich alleine kann die Wohnung nicht halten. Die Wohnung zu verkaufen wäre bei der momentanen Immobilienwirtschaftlage ein Verlustgeschäft.

1. Muß mein Noch Ehemann sich an den Wohnungskosten - trotz Vermietung beteiligen ?

2. Kann er verlangen, daß ich die Wohnung verlasse und verkaufe/vermiete wenn meine Freundin auszieht ?

3. Falls Nein - muß er mich dann finanziell unterstützen ?

Mir wurde für das Scheidungsverfahren 100% Prozesskostenhilfe bewilligt, es tut mir leid, daß ich den €-Betrag hier nicht höher setzen kann, ich lebe von 300€ im Monat und jeder € tut weh.

28.10.2009 | 12:40

Antwort

von


(741)
Wrangelstrasse 16
24105 Kiel
Tel: 0431-895990
Web: http://www.kanzlei-steidel.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage darf ich anhand Ihrer Schilderung wie folgt beanworten:

Ich gehe davon aus, dass Sie gemeinsam - zur Hälte - Miteigentümer der Wohnung sind. Dementsprechend sind Sie auch zur Hälfte an den Nutzen und Kosten der Wohnung beteiligt. Ihr Mann muss also die Betriebskosten, soweit diese nicht verbrauchsabhängig sind ( Grundsteuer, Verwaltungsgebühren , Reparaturen ) auch mittragen.

Ihr Mann kann grundsätzlich nicht verlangen, dass Sie die Wohnung verkaufen. Aber natürlich wird sich die Frage stellen, wie die Finanzierung weiterlaufen soll, wenn Sie keine Mieteinnahmen mehr erzielen. Bei den von Ihnen geschilderten Einkommensverhältnissen wird kein nennenswerter Unterhaltsanspruch durchsetzbar sein, so dass eine alleinige Nutzung durch Sie - wie Sie ja auch selbst einräumen- kaum möglich sein wird.

Die letzte Frage ist damit bereits beanwortet. Es müsste näher geprüft werden, ob Ihnen ein Trennungsunterhaltsanspruch zusteht. Dies sollte eigentlich von dem Anwalt, der Sie im Scheidungsverfahren vertritt mitgeregelt werden können. Allerdings steht Ihnen grundsätzlich nur ein Unterhalt nach der Differenz der Einkünfte zu, die nach Ihrer Schilderung nur minimal ist.

Sollten Sie weiteren Vertretungsbedarf/ Beratungsbedarf sehen, so wenden Sie sich gern an mich.

Ich hoffe, Ihre Fragen damit im Rahmen dieser Erstberatungsplattform zufriedenstellend beantwortet zu haben.


Rechtsanwalt Sascha Steidel
Fachanwalt für Familienrecht

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