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Scheidung, Auswirkungen auf Visum

| 01.09.2015 17:43 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Ariane Hansen


Zusammenfassung: Ausreiseverpflichtung bei kurzer Ehedauer unter 3 Jahren

Sehr geehrte Damen und Herren,
eine sehr gute Freundin von mir die aus Russland stammt hat vor 6 Monaten hier in Deutschland einen Mann mit deutscher Staatsangehörigkeit geheiratet. Ebenfalls hat sie eine kleine Tochter von 5 Jahren mit in die Ehe gebracht. Anfänglich lief alles sehr gut. Sie begann, ihre Schule zu absolvieren ( Sprachkursus B1 ), die kleine wurde im Kindergarten angemeldet usw. Nun stellt sich heraus, das der Mann sie immer mehr als billige Kraft ausnutzt. Sie erledigt mitlerweile alles, wie Haushalt, einkaufen, Essen machen, Gartenarbeit und umsonst im elterlichen Betrieb von ihm als Bürokraft halbtags noch arbeiten zusätzlich zu ihrer Schule. Während dessen wird die kleine immer mehr von seiner Mutter entfremdet.Mit Geschenken überhäuft, nur noch unternehmungen ohne die Mutter. Ein richtiger Keil zwischen ihr und der kleinen entstand. Mutter böse, Oma und der neue Mann sind lieb ( Kindersprache).
Nun hat er noch mehr arbeit von ihr verlangt oder die Scheidung. Sie war sehr verzweifelt durch den ausgeübten Druck und hat Angst, was mit ihrem Visum passiert. Mein Vorschlag ist: Wenn er sich jetzt scheiden lassen möchte, würde ich sie gerne mit ihrem Kind bei mir aufnehmen und unterstützen, da ich es unfassbar finde, wie mit ihr hier umgegangen wird.Auch eine spätere Heirat mit ihr wäre nicht ausgeschlossen, da wir beide enge Freunde sind und uns schon seit Jahren sehr gut verstehen und eine gute Freundschaft entstanden ist.
Frage: Welche Auswirkungen hat eine Scheidung auf ihr jetziges Visum? Welche Möglichkeiten hat sie / wir???
Ich bedanke mich für Ihre Unterstützung bzw einen Rat.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Leider ist die Situation so, dass Ihre Freundin 3 Jahre verheiratet sein muss um ein eigenständiges Aufenthaltsrecht zu erwerben.
D.h. wenn sie sich scheiden läßt, wird die Ausländerbehörde sie auffordern, Deutschland zu verlassen.

Es wäre eventuell möglich, wenn Ihre Freundin erneut heiraten würde, den Aufenthalt zu behalten.
Je nachdem wie lange das Scheidungsverfahren dauert, kann es aber schwierig werden, den Aufenthalt nicht zu verlieren.

Ich rate Ihnen auf jeden Fall, einen Rechtsanwalt hinzuzuziehen, um für den Fall, dass Sie heiraten möchten, eine Ausreise bzw. Abschiebung zu verhindern.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Gerne können Sie sich auf mit meinem Büro in Erkrath in Verbindung setzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 01.09.2015 | 22:19

Vielen Dank für die rasche Antwort Frau Hansen.
Er möchte am kommenden Mittwoch die Scheidung einreichen und nur einen Rechtsanwalt nutzen, dem von ihm. Wird sie dann sofort abgeschoben binnen von ein paar Tagen? Meine damit, wieviel Zeit bleibt ihr dann noch, etwas dagegen zu unternehmen?

Vielen dank für ihre Hilfe....

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.09.2015 | 07:19

Sehr geehrter Fragesteller,

für die Scheidung reicht es aus - wenn sich beide einig sind - einen Anwalt zu nehmen.
Wenn die Frau kein Einkommen hat, würden die Scheidungskosten aber vom Staat übernommen, so dass sie überlegen sollte, ob es für sie sinnvoll ist, ebenfalls einen Rechtsanwalt zu beauftragen.
Wann die Ausländerbehörde die Frau auffordert auszureisen, hängt davon ab, wann die Behörde von dem Getrenntleben erfährt. Das ganze Verfahren dauert aber erfahrungsgemäß einige Monate.

Ich hoffe, Ihre Fragen zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihrer Freundin alles Gute.

Ariane Hansen
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 05.09.2015 | 11:39

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