Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Scheckkartenbetrug


17.05.2007 13:48 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



Mir sind aus einem Pkw eine Tasche mit EC-Karten von 2 Verschiedenen Banken gestohlen worden. Pin-Nummern waren nicht aufgezeichnet. Einbruch wurde ca. 20 Minuten später bemerkt und es erfolgte telefonisch Mitteilung an die Banken zwecks Sperrung. Dennoch gelang es den Tätern mit der einen EC-Karte innerhalb 10 Minuten bei 3 verschiedenen Bankautomaten Geld bis zur Höchstgrenze abzuheben. Der Code der EC-Karte der zweiten Bank konnte nicht geknackt werden.
Frage: inwieweit haftet die Bank, deren EC-Karte mißbraucht wurde, oder deren Versicherung? Gibt es Anwälte in Berlin, die sich diesbezüglich gut auskennen?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Fragestellerin,

1. bei einer mißbräuchlichen Verwendung von Zahlungskarten (z.B. der ec-Karte) hat die Bank wegen § 676h BGB keinen Aufwendungsersatzanspruch gegen Sie bzgl. Ihres Kontos, d.h. die Bank darf eigentlich Ihr Konto mit dem abgehobenen Geldbertrag nicht belasten (wodurch Ihnen ein Schaden gar nicht entstehen würde).

2. Eine solche Belastung ist nur möglich, wenn die Bank Ihrerseits einen Schadensersatzanspruch gegen Sie geltend macht, der vor allem daraus resultieren dürfte, dass Sie nach Ansicht der Bank gegen Ihre Sorgfaltspflichten - näher konkretisiert in den AGB des Kontovertrages - verstoßen haben. Eine solche (grobe) Sorgfaltspflichtverletzung liegt i.d.R. vor, wenn die ec Karte zusammen mit der PIN-Nummer aufbewahrt wird, wodurch dem Täter die mißbräuchliche Verwendung der ec-Karte praktisch erst ermöglicht wird. Wird dabei kurz nach Diebstahl der ec-Karte von den Tätern infolge korrekter PIN-Nummereingabe Geld abgehoben, spricht nach herrschender, wenn auch nicht ganz unumstrittener, Rechtsprechung der erste Anscheinsbeweis für ein solches pflichtwidriges Verhalten des Karteninhabers. Kann der Karteninhaber diesen Anscheinsbeweis nicht entkräften, steht der Bank ein Schadensersatzanspruch in voller Höhe gegen den Karteninhaber zu, so dass im Ergebnis dessen Konto mit dem abgehobenen Geld belastet wird (wodurch letztlich das Geld für den Kontoinhaber "weg" ist).

3. Wie Sie anhand der o.g. allgemeinen Hinweise ersehen, dürfte in Ihrem Fall entscheidend sein, ob Sie den ersten Anschein von sorgloser Aufbewahrung der PIN-Nummer an oder bei der ec-Karte entkräften können. Dann ständen die Chancen gut, dass die Bank Ihr Konto nicht mit dem eigentlich abgehobenen Geldbetrag belasten dürfte, d.h. Sie würden Ihr Geld "zurückbekommen". Hierzu muss natürlich Ihr Fall und die Umstände genau geprüft werden.

4. Ich rate Ihnen Folgendes: Setzen Sie sich - sofern nicht bereits geschehen - zunächst mit Ihrer Bank in Verbindung, schildern Sie den Sachverhalt und stellen Sie fest, auf welchem Standpunkt die Bank beharrt, d.h. ob die Bank die Lastschrift auf Ihrem Konto aufrechterhält oder nicht und mit welcher Begründung. Sollte die Bank zu Ihrem Nachteil handeln und keine gütliche Einigung möglich sein, sollten Sie einen Anwalt vor Ort beauftragen, der sich im sog. Bankrecht auskennt bzw. dort seinen Interessens- o. Tätigkeitsschwerpunkt hat. Die Materie ist Standard, so dass Ihnen eigentlich jeder Anwalt mit dieser Spezialrichtung wird weiterhelfen können.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit einen ersten Eindruck vermitteln.

Soweit aus dem Bereich www.frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich persönlich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen

Schneider
Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER