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Schalchtpferd und Pflegeplatz

09.09.2008 10:55 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


11:06

Hallo,
vor einiger Zeit habe ich im Internet ein Forum gefunden daß sich damit beschäftigt Schlachtpferde frei zukaufen.( Ist es legal Schlachtpferde zu retten?)Ich wurde dort gefragt ob ich ,generell, bereit wäre einem freigekauften Pferd eine Pflegestelle zu bieten.Das heißt private Personen sammeln so viel Geld bis sie ein Tier auslösen können.Und das Tier wird dann zu einer Privatperson gebracht und darf dort leben, oder wird halt weiter vermittelt.
Ein Freund von mir traf sich dann in meinem Auftrag mit der vermittelnden Person um die Rahmenbedingungen abzusprechen.Dort wurde gesagt: Das wichtigste ist das Tier vorm Schlachter zu retten.Es muss NICHT weitervermittelt werden aber kann weiter vermittelt werden. Bei Weitervermittlung würden dann die Spender ihr Geld zurück bekommen. ( für den Fall, daß man für das Tier noch Geld bekommen kann).
Soweit so gut.....
In diesem Forum wurde kurze Zeit später ein Bild einer Stute veröffentlicht die angeblich getötet werden soll. Nach Gesprächen , mit der vermittelnden Persondem,ob das Tier gesund sei.Kaufte ich die Stute. Der Schlächter befindet sich ca 600 km von mir entfernt und so mußte ich mich auf die Aussagen verlassen.Später stellte ich durch den Vorbesizter fest das sie kein Schlachtpferd war)Die Stute kam mit einer ansteckenden Krankheit " Druse " und infizierte mir alle Pferde bis heute leidet einer meiner Pferde immernoch unter der Krankheit (6 Monate)
Aus diesem Grund hatte die vermittelnde Person meine Telefonnummer.
Ca. 1 Woche später bekam ich abends eine E-Mail. Frau S ( die vermittelnde Person) fragte mich ob ich noch generell bereit wäre einen Pflegeplatz zu stellen.Dabei ging es ausdrücklich um kein bestimmtes Pferd oder Zeitpunkt, es gab also keine Verabredung.Ich bejahte es mit der Aussage: Jetzt nicht , die Pferde müssen erst wieder gesund werden!
Am nächsten Tag befand ich mich in der Tierklinik in Berlin,mein Hund wurde operiert.Während dieses Aufenthaltes bekam ich eine SMS von Frau S. Eine Pferd würde heute kommen der Transport ist schon unterwegs...
Ich wurde nicht gefragt!Der Fahrer kannte die Stalladresse durch den ersten Transport.Mir blieb also nur übrig die weitere Stute aufzunehmen.Sie hatte natürlich auch die Druse.
Jetzt kamen sehr hohe Kosten auf uns zu.Alle 5 Pferde mußten behandelt werden.Sie brauchten Speziallfutter den durch die Krankeheit können die Pferde nicht richtig fressen und nahmen immermehr ab.
Schmied,Heu,Medikamente und Stallkosten sind sehr teuer.....
Im Forum schrieb ich öffentlich daß die Druse eingeschleppt wurde.Dieser Beitrag wurde sofort gelöscht.( es gab sogar von diesem Forum negative Presseberichte)
Ich fragte mehrmals nach der Liste der Geldspender.Ich bekam sie nicht und wurde prompt gesperrt.
Als die Pflegestute 4 Wochen bei uns war.Bekammen wir nun von einer mir völlig fremden Person eine E-Mail ich soll das Geld der Freikäufer bezahlen plus Fahrtkosten, weil ich die Stute immernoch nicht vermittelt habe.( die Krankheit dauert oft 9 Monate und war bis 2007 sogar noch als Seuche meldepflichtig)
Sie schickte mir ihre Bankdaten.Ich frage wieder nach den Freikäufern und bekam nur die Antwort:Sie würde das Geld einsammeln.Daraufhin schrieb ich ihr sie soll das Pferd wieder abholen.4 Wochen Ruhe... Dannach wieder eine Mail ich soll bezahlen.Ich schrieb wieder sie soll das Pferd abholen. Jetzt nach ca 3 Monaten kam eine Mail in der stand. Sie würde das Pferd abholen ,wenn wir nicht sofort 930 Euro bezahlen und zurück zum Schlachter bringen.
Wir haben allerdings jetzt so viele Kosten aufgebaut.Immerhin hat sie nach 3 Monaten Aufforderung das Pferd abzuholen immernoch nicht abgeholt und monatlich zahlen wir ca 400 Euro für die Stute.Das heißt die Dame schuldet uns jetzt Geld.Der Freikauf hat 800 Euro gekostet.
Was sollen wir jetzt tun? Uns wurde das Pferd ohne Absprache einfach gebracht.Wir haben nie Geld bekommen,weder für die Pflegestelle noch haben wir das Geld gesammelt für den Freikauf.Die Damen aus dem Forum haben, keinen Namen.keine Adresse und keinen Vertrag von mir.Alles lief über meine E-mailadresse.Wir haben bei Übergabe keinen Vertrag,keine Quittung oder Papiere bekommen.(Es ist üblich das Schlächter diese Papiere nicht aushändigen,weil sie Angst haben belangt werden zu können) Daß heißt auch daß niemand einen Kaufvertrag oder Papiere besitzt.
Vor 3 Monaten forderten wir auf das Tier abzuholen bis heute steht die Stute noch hier.
Muss ich das Pferd jetzt aushändigen? Immerhin hat sie soviel Kosten verursacht,weit über den Wert des Tieres.Wir haben uns an sie gewöhnt und möchten sie gerne hier behalten und nicht schlachten lassen.
Weiterhin wird sie definitv, wenn sie umziehen muss ihre neuen Stallkollegen anstecken.Behandlungskosten pro Pferd liegen bei der Druse um 1500 Euro.
Kann sie die Rückgabe überhaupt verlangen,da sie ja keine Eigentümerin ist.
Wer ist der Eigentümer? Immerhin haben die mir unbekannten Spender dem Schlachter den Auftrag gegeben mir das Tier zu liefern.....Von denen hat sich niemand gemeldet...Muß ich mit Regressionen rechnen?

09.09.2008 | 12:16

Antwort

von


(207)
Am Kabutzenhof 22
18055 Rostock
Tel: 0381 25296970
Web: http://www.mv-recht.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie des Einsatzes wie folgt:

Soweit keine behördlichen Verbote (etwa aus dem Tierseuchengesetz) bestehen und bei der "Rettung" auch sonst keine Rechte der ursprünglichen Eigentümer an dem Pferd verletzt werden, ist die Rettung von Schlachttieren legal. Insbesondere ist die Ihrer Schilderung zu entnehmende Vorgehensweise nicht zu beanstanden.

Zu Ihren eigentlichen Fragen:

Eigentümerin des Pferdes sind nach Ihrer Darstellung die Spender geblieben. Es ist nach Ihrer Schilderung nämlich davon auszugehen, dass die Spender das Pferd beim Schlachter freikauften und Sie mit den Spendern über eine eingeschaltete Vermittlerin (die als Stellvertreterin für die Eigentümer fungierte) lediglich eine Art Beherbergungsvertrag geschlossen haben.
Im konkreten Fall haben Sie aber die Pflege abgelehnt und damit keinen solchen Vertrag geschlossen. Dies haben Sie am Telefon gegenüber der Vermittlerin zum Ausdruck gebracht, indem Sie die derzeitige Beherbergung des zweiten Pferdes ausschlossen. Vielmehr ist derzeit davon auszugehen, dass Sie die Geschäfte der Eigentümer führten, als Sie die Pflege des Pferdes doch übernahmen.

Sie sind demnach grundsätzlich den Eigentümern zur Herausgabe verpflichtet. Auch Frau S. könnte theoretisch als Stellvertreterin der Eigentümer diese Herausgabe verlangen.

Sie haben allerdings aufgrund eines Zurückbehaltungsrechtes derzeit das Recht, die Herausgabe zu verweigern. Als diejenige, die die Geschäfte für die Eigentümer führte (Versorgung des Pferdes mit Futter, Heilbehandlung, Schmied etc.) haben Sie nämlich einen Anspruch auf Ersatz der Kosten, die Ihnen im Zuge der Geschäftsführung entstanden sind.
Sie müssen demnach das Tier erst herausgeben, wenn Ihnen diese Kosten erstattet worden sind.

Ihnen wurde angeboten, das Tier für 930 EUR zu kaufen. Es wäre also in Ihrem Sinne, den Kaufpreis mit Ihren Kosten für die Geschäftsführung zu verrechnen und den überzähligen Betrag ersetzt zu verlangen. Bei der Geltendmachung dieser Rechte bin ich Ihnen gern im Rahmen eines Mandates behilflich.


An dieser Stelle sei der Hinweis erlaubt, dass diese Internetplattform eine eingehende, rechtliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vielmehr der ersten rechtlichen Orientierung dienen soll.
Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann das Ergebnis der juristischen Bewertung beeinflussen und sogar zu einem völlig gegensätzlichen Ergebnis führen.

Gern können Sie mich bei Rückfragen oder einer gewünschten Interessenvertretung kontaktieren.


Mit freundlichen Grüßen



Mathias Drewelow
Rechtsanwalt



Am Kabutzenhof 22
18057 Rostock

fon : 0381-25296970
fax : 0381-25296971
mail: drewelow@mv-recht.de
web: www.mv-recht.de


Rechtsanwalt Mathias Drewelow
Fachanwalt für Medizinrecht

Rückfrage vom Fragesteller 09.09.2008 | 15:32

Hallo, danke für Ihre Antwort.ich habe grade " auf blauen Dunst" dieses Forum wieder besucht und festgestellt. Das man mich wieder freigegeben hat.Beim Betrachten des Forum traf mich fast der Schlag. Dort sind sämtliche Mailkontakte zur Vermittlerin veröffentlicht worden.Es ist eine heiße Diskussion begonnen in der man darüber spricht mir Polizeigewalt anzudrohen.es wurde alles verdreht.Ich arbeite als TV-Moderatorin und stehe extrem in der Öffentlichkeit.Mein Name und der meines Mannes wird dort genannt.Kann ich auf löschen sämtlicher Beiträe und der Mails bestehen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 10.09.2008 | 11:06



Sehr geehrte Fragestellerin,

in jedem Fall kann Ihr Mann, der (davon gehe ich hiermit aus) nicht Mitglied in dem in Rede stehenden Forum ist, gegen die Veröffentlichung seiner Daten vorgehen.
In Ihrem Fall hängt es davon ab, ob Sie eventuell durch Ihre Mitgliedschaft (durch Zustimmung zu Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder ähnliches) in dem Forum der Veröffentlichung Ihrer Daten zugestimmt haben.
Sollte dies nicht der Fall sein, so können auch Sie gegen die Veröffentlichung vorgehen.
Dies geschieht (wenn es schnell gehen muss) sodann durch die Beantragung einer einstweiligen Verfügung gegen die Forum-Betreiber.

Sollten über Sie auf diesem Wege auch unwahre Tatsachen verbreitet worden sein / werden, so hätten Sie auch einen Unterlassungsanspruch und ggf. die Möglichkeit strafrechtlich gegen die Forum-Betreiber vorzugehen.

Konkreteres kann ich Ihnen erst nach Sichtung aller Unterlagen mitteilen.

Bei der Einleitung entsprechender Schritte kann ich Ihnen behilflich sein. Bei Interesse rufen Sie mich einfach an.


Mit freundlichen Grüßen


Mathias Drewelow
Rechtsanwalt



Am Kabutzenhof 22
18057 Rostock

fon : 0381-25296970
fax : 0381-25296971
mail: drewelow@mv-recht.de
web: www.mv-recht.de



ANTWORT VON

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