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Schätzen von Heizkosten

15.11.2009 00:07 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Durch das Verschulden des Mieters konnte der Vermieter bzw. die beauftrage Firma die Heizkosten nicht ablesen, so dass der Vermieter die Heizkosten schätzte.

Soweit mir bekannt ist, kann er dies entweder anhand vergangener Rechnungen oder über eine vergleichbare Wohnung (Mietshaus) tun.

Die Rechnung lag über die letzten Jahre immer bei ca. 250€.
Nun hat der Vermieter eine Schäzung von 500€ vorgelegt. (2008)

Die Ablesung für 2009 wird die nächsten Tage stattfinden.

Die Steigröhrchen zeigen damit den Verbrauch von 2 Jahren.

Muss der Vermieter damit eine eventuelle "Überzahlung" für 2008 verrechnen? Muss der Vermieter seine Schätzung für 2008 "beweisen" oder rechtfertigen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Zunächst wäre zu fragen, ob in Ihrem Fall überhaupt geschätzt werden durfte. Nach der Rechtsprechung genügt es nicht, wenn der Mieter einen einzelnen Ablesetermin verpasst hat. Es muss vielmehr ein zweiter Termin gemacht werden, und erst, wenn der Mieter auch zu diesem zweiten Termin nicht angetroffen wird, darf der Verbrauch geschätzt werden.

Wenn kein zweiter Ablesetermin gemacht wurde, dann durfte der Verbrauch also nicht geschätzt werden. In dem Fall kann der tatsächliche Verbrauch abgelesen und entsprechend abgerechnet werden.

Zweitens muss die Methode der Schätzung korrekt sein. Es können insb. vorherige (abgelesene) Heizperioden als Vergleich herangezogen werden. Dass der Vermieter den Verbrauch doppelt so hoch ansetzt, müsste jedenfalls nachvollziehbar begründet werden. Diese Abrechnung sollten Sie nicht ohne weiteres akzeptieren.

Da auch kein technischer Defekt o. ä. vorgelegen hat und anhand der Steigröhrchen noch der tatsächliche Verbrauch abgelesen werden kann, bleibt für eine Schätzung auch kein Raum mehr. Es muss der konkrete Verbrauch abgerechnet werden. Die geschätzte Summe wird gegenstandslos, eine etwaige Überzahlung können Sie zurückfordern bzw. die Abrechnung für 2009 mit einer Überzahlung aus 2008 verrechnen.


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt

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