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Schäden in Treppenhaus bei Auszug


08.07.2006 17:22 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Kämpf



Sehr geehrte Damen und Herren,

zum 30.6.06 haben mein Mitbewohner und ich die von uns bewohnte Mietwohnung an den Vermieter zurück gegeben. Anwesend war auch der Makler, der die Wohnung weiter vermittelt und der auch gleichzeitig Hausverwalter in diesem Mehrfamilienhaus ist. Es wurde ein Übergabeprotokoll mit Mängelliste erstellt, in dem festgehalten wurde, dass wir Mieter nur die Schäden an einem Waschbecken und einer Balkontür über unsere Haftpflichtversicherung regulieren. Das Protokoll wurde von Vermieter und Mieter unterschrieben. Bei der Wohnungsübergabe sprach uns der Makler auch auf Verschmutzungen im Treppenhaus an, worauf wir ihm mitteilten, dass diese nicht von uns seien, sondern schon vorher waren. Dem ist auch so.

Knapp eine Woche später bekam ich eine Email mit den Fotos der Schäden für die Versicherung (gemäß Übergabeprotokoll). In einem zusätzlichen Text schreibt nun der Makler/Hausverwalter:
„Des weiteren sind wir zwischenzeitlich von verschiedenen Mitbewohnern auf weitere Beschädigungen im Treppenhaus hingewiesen worden: Verschmutzung der Treppenhausputzwände, zwei Absplitterungen an 2 Treppenstufen, Kratzer und Lackabspaltungen an der Wohnungseingangstürzarge.“ Darüber hinaus schrieb der Verwalter in der Email: „Vernünftig wäre, wenn Sie die zusätzlichen Beschädigungen Ihrer Haftpflichtversicherung mitteilen.“

Anmerkung:
Der Makler hat bereits im Vorfeld erwähnt, die Wohnung bei Übergabe „ganz genau“ anzuschauen, wenn wir ihm nicht jederzeit Zutritt zur Wohnung gestatten um Nachmieter zu finden. (wir haben ihm 5 Tage die Woche zur Verfügung gestellt, mehr als nötig!).

Die Wohnung befindet sich im DG eines Mehrfamilienhauses mit 10 Parteien. Während unserer Mietzeit fanden außer unserem im Stockwerk darunter noch drei weitere Wohnungswechsel durch Mieter statt.

Nun sollen die Kosten für eine Treppenhausrenovierung in einem 13 Jahre alten Mehrfamilienhaus komplett auf uns abgewälzt werden.

Daher nun meine Fragen:

1) Sollte ich diese Forderung komplett zurückweisen (bis auf die im Übergabeprotokoll akzeptierten Schäden) und was genau muss in meinem Brief enthalten sein, damit er juristisch korrekt formuliert ist?

2) Kann der Hausverwalter damit durchkommen und uns haftbar machen?

3) Kann der Vermieter diese Kosten einfach über die Kaution einbehalten?

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten.

Falls Sie die Schäden nicht verursacht haben, sollten Sie der Geltendmachung dieser durch Ihren Vermieter widersprechen.
Diesbezüglich sollten Sie den Vermieter darauf hinweisen, dass Sie für die Schäden nicht verantwortlich und aus diesem Grunde auch nicht dazu bereit sind, hierfür Schadensersatz zu leisten.

Die Kaution dient dem Vermieter zur Sicherheit bezüglich aller Verpflichtungen des Mieters aus dem Mietverhältnis. Falls die Schäden von Ihnen stammen, kann der Vermieter die Kaution in Höhe der Reparaturkosten zurückbehalten.

Sie können den Vermieter unter Fristsetzung schriftlich auffordern, die Kaution vollständig zurückzuzahlen. Der Rückzahlungsanspruch ist nach zwei bis spätestens sechs Monaten fällig. Dies wird in der Rechtsprechung je nach Schwierigkeit der Abrechnung unterschiedlich beurteilt. Ihren Rückzahlungsanspruch können Sie auch gerichtlich durchsetzen. Der Vermieter trägt die Beweislast dafür, dass die Schäden durch Sie verursacht wurden. Das bedeutet, er muss in einem eventuellen Prozess ebendies beweisen. Fraglich erscheint, inwiefern dies möglich ist. In Betracht kommen wohl die Zeugenaussagen Ihrer Nachbarn. Weiterhin ist fraglich, wer außer Ihnen die Schäden am Türstock Ihrer Wohnung verursacht haben soll.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

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