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Schäden im Hausflur durch Umzug

| 21.08.2013 16:50 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Hallo,

ich bin vor einiger Zeit aus meiner Wohnung im 2. OG eines Altbaus (Hinterhaus) ausgezogen. Beim Transport einiger Möbel (genauer: Einlegeböden und Stangen) habe ich Kratzer im Putz des Hausflures hinterlassen. Es sind ca. 10-15 größere und kleinere Schadenstellen. Natürlich habe ich das nicht absichtlich getan, im Eifer des Gefechts ist mir das noch nicht mal aufgefallen. Ich habe die übliche Vorsicht walten lassen und auch keine besonders schweren und sperrigen Gegenstände transportiert. Die Hausverwaltung fordert allerdings, dass ich den Schaden übernehme, was ja auch verständlich ist.
Mein Haftpflichtversicherung argumentiert aufgrund der Anzahl der Schäden und der Intensität (bei einigen Stellen ist halt die oberste Putzschicht weg), dass es mir aufgefallen sein müsste und ich sofort Schutzmaßnahmen hätte ergreifen müssen bzw. eine Firma hätte beauftragen müssen, in diesem Falle seie es bedingter Vorsatz und sie können den Schaden nicht übernehmen.

Wie kann ich nun argumentieren bzw. reicht die Argumentation der Versicherung wirklich als Beweis für bedingten Vorsatz??? Ich denke doch, dass hier höchsten Fahrlässigkeit vorliegt. Habe ich eine Chance, die Versicherung doch noch zur Schadensübernahme zu bringen?

Viele Grüße und Danke schon einmal

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Nach § 81 VVG ist die Leistungspflicht des Versicherers ausgeschlossen, wenn der Versicherungsfall vorsätzlich herbeigeführt wurde. Für den Ihnen zum Vorwurf gemachte bedingte Vorsatz ist ausreichend, wenn Sie den Schadenseintritt an den Wänden etc. für möglich hielten und billigend in Kauf nahmen. Dass dies der Fall ist, muss der Versicherer Ihnen nachweisen. Dies ist nur anhand der äußeren Umstände möglich. In der Tat sprechen die Vielzahl und der Grad der Schädigungen dafür, dass Sie die Schäden für möglich hielten. Dies deckt sich insoweit auch mit der Lebenserfahrung. Hieraus aber gleichfalls den Schluss zu ziehen, dass Sie diese auch billigend in Kauf genommen haben, ist nicht zwingend. Nach § 103 VVG muss sich der Vorsatz nämlich gerade auf den verursachten Schaden beziehen. Dies ist nicht der Fall, wenn Sie regelmäßig davon ausgingen und hofften, dass keine weiteren Schäden bei Ihrem früheren Vermieter verursacht werden. Juristisch wird dies mit bewusster Fahrlässigkeit beschrieben, welche nicht zu einem Ausschluss der Leistungspflicht führt. Das Gegenteil zu beweisen wäre in einem Gerichtsprozess Sache der Gegenseite. Eine abschließende Beurteilung kann jedoch erst nach Kenntnis des gesamten Sachverhalts und aller Unterlagen erfolgen. Sollten Sie weiteren Beratungsbedarf in der Angelegenheit haben, stehe ich Ihnen gerne zur weiteren Vertretung zur Verfügung. Das hier gezahlte Honorar würde auf die weiteren anfallenden Gebühren angerechnet werden. Kontaktieren Sie mich einfach unter der angegebenen E-Mail-Adresse.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
André Meyer, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 23.08.2013 | 09:48

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Stellungnahme vom Anwalt:
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