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Schäden an meinem Haus durch Abriss des Nachbarhauses

08.08.2010 18:07 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Sehr geehrte(r) Anwalt(in),

durch den Abriss des Nachbarhauses hat mein Haus (Eigentum) sowohl an der Fassade als auch innen im Arbeitszimmer deutliche Schäden erlitten. Dies ist am 23.06.10 passiert und seither verwende ich sehr viel Zeit dafür, sämtlichen Menschen wie dem Besitzer des Nachbargrundstückes, der Abrissfirma, dem Architekt sowie dem Statiker hinterher zu rennen.
Weder die Abrissfirma noch der Besitzer des Nachbargrundstücks haben sich nach dem Vorfall bei mir gemeldet, das durfte ich bei den Herrschaften machen. Weil überhaupt nichts voran ging hat sich ein mir privat bekannter Bauleiter eingeschaltet und auch ein Schadensgutachten erstellt, was ja eigentlich Sache der Versicherung der Abrissfirma gewesen wäre.
Da nie klar war, wann mit der Schadensbehebung begonnen wird, konnte ich auch keinen Urlaub buchen bzw. irgendwas planen.
Seit 6.8. ist nun ein Handwerker in meinem Arbeitszimmer zugange, mir wurde gesagt, er würde am 5.8. kommen. So darf ich jetzt ca. 5 Tage während meines Urlaubs zu hause sitzen, bis der Handwerker fertig ist.
Zusätzlich befindet sich nun seit 2.8. ein Gerüst an meinem Haus, das eigentlich ab 29.7. geplant war und mich sehr einschränkt und behindert. Z.B. ist mir ein nötiger Möbeltransport unmöglich.

Das ist noch nicht alles, aber da ich langsam den Kanal ziemlich voll habe, möchte ich zusätzlich zur Schadensbehebung auch eine ordentliche Entschädigung für den ganzen Aufwand und die Einschränkungen. Was steht mir denn da zu?
Kann ich die ganze Angelegenheit einem Anwalt übergeben - natürlich auf Kosten des Verursachers der Schäden?
Gibt es bezüglich der Beseitigung der Schäden keine Fristen? Es kann doch nicht sein, dass ich immer auf das Gutdünken dieses wenig motivierten Architekten angewiesen bin, oder?

Sehr geehrte Fragestellerin,

Eine pauschale Entschädigung können Sie leider nicht verlangen. Sie müssten genau beziffern, welche Vermögenseinbußen Ihnen konkret durch die Beschädigung Ihres Eigentums entstanden sind.

Ein Anwalt darf in der Regel im Schadensfall hinzugezogen werden. Die Beauftragung eines Anwalts ist nur dann nicht angezeigt und dessen Gebühren somit nicht erstattungsfähig, wenn der Schaden nach Grund und Höhe völlig klar ist und es sich beim Geschädigten auch nicht um eine besonders unerfahrene Person handelt. Ein ganz klarer Fall wird bei der Beschädigung einer Immobilie und der Abwicklung mit Bauherrn, Architekten und Versicherung nicht gegeben sein, so dass die Hinzuziehung eines Anwalts hier gerechtfertigt sein dürfte. Dies ist sicherlich auch zu empfehlen.

Fristen gibt es keine. Die Forderung nach Schadensbeseitigung bzw. der entsprechende Geldanspruch wird sofort fällig. Wenn die Reparatur zu langsam durchgeführt wird, müssen Sie den Schädiger allerdings zunächst in Verzug setzen (§ 286 BGB). Mahnen Sie also die Schadensbeseitigung innerhalb einer angemessenen Frist schriftlich an. Bei der Fristsetzung sollten Sie darauf achten, dass innerhalb dieser Frist die Reparaturen auch tatsächlich durchführbar sind. Nach Ablauf der Frist können Sie die Reparaturen gegen Kostenerstattung selbst durchführen lassen bzw. den dafür notwendigen Geldbetrag verlangen.


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 08.08.2010 | 19:40

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Eine Frage habe ich dennoch: Von wem erfahre ich letztendlich konkret, ob mir in meinem Fall ein Anwalt zusteht, den der Schadensverursacher bezahlen muss? Ich nehme mir ja nicht einfach einen Anwalt und bleib dann evtl. noch selbst auf den Kosten sitzen.
Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.08.2010 | 06:35

Zu Ihrer Nachfrage:

Das können Sie vorher leider nicht ganz sicher klären. Den Anwalt müssen Sie vorfinanzieren (sofern keine Deckung durch eine Rechtsschutzversicherung besteht) und die Kosten dann von der Gegenseite erstattet verlangen. Im Notfall muss wegen der Kosten prozessiert werden - auch die Prozesskosten dafür müssten Sie in dem Fall vorfinanzieren.

Ich würde vorschlagen, dass Sie einen Anwalt in Ihrer Nähe aufsuchen und erst einmal nach den voraussichtlichen Kosten fragen. Die gesetzlichen Gebühren, die Sie ggfs. erstattet verlangen können, richten sich nach dem sog. Gegenstandswert. Dieser bestimmt sich nach der streitigen Schadenshöhe. Wenn nur noch ein Teil des Schadens oder Modalitäten der Abwicklung streitig sind, dann können dementsprechend auch die Anwaltskosten überschaubar sein.


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt

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