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Schäden an der Scheunenwand

08.07.2015 20:28 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Zusammenfassung:

Wird bei Aushubarbeiten an der Grundstücksgrenze Eigentum des Nachbarn beschädigt, so hat dieser einen Anspruch auf Schadensersatz entsprechend den landesrechtlichen Nachbarschaftsgesetzen i.V.m. § 249 (Naturalrestitution)

Neben meinem Grundstück wurde ein Mehrfamilienhaus gebaut die erforderlichen Abstände wurden nicht eingehalten da es eine baulücke ist muss 2,5 m Mindestabstand zu nachbargeböude eingehalten werden und die baufirma hat genau der grundstücksgrenze entlang runtergebaggert die scheunenwand ist ca 1 cm runtergesackt und man sieht einen langen Riss entlang dem Sockel jetzt will die baufirma das beheben aber ich möchte das nicht weil die Scheune nicht vermietet wird oder sonstiges jetzt bieten die mir 2000 Euro für den Schaden oder sie reparieren es was für Rechte habe ich zB Wertminderung oder ähnliches weil ich denke das der Schaden wo verursacht wurde um einiges höher ist als die 2000 Euro reperaturkosten liege ich da falsch
Die Scheune ist Bj 1907 Gipsmarken wurden gesetzt und das hat keine Risse mehr ergeben aber man sieht am Boden entlang das die Wand um ca 1 cm gesackt ist bitte um Antwort

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Der Mindestabstand von 2,5 m bezieht sich auf das ausgeführte Bauwerk nach Fertigstellung. Die Baugrube muss daher weiter ausgehoben werden, um Arbeitsraum bei der Erstellung des Kellergeschosses zu schaffen.

Natürlich ist das keine Rechtsfertigung dafür, dass bei den Aushubarbeiten Ihre Scheune in Mitleidenschaft gezogen wurde. Aus der Reaktion der Baufirma können Sie ohne weiteres erkennen, dass die Verantwortung für den Schaden dort liegt.

Betreffend diesen Schaden haben Sie einen (sog. deliktischen) Schadensersatzanspruch, der grundsätzlich auf sog. Nauralrestitution, das heißt auf die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands gerichtet ist (§ 249 BGB ). Das bedeutet, dass die Baufirma grds. nur zu einer solchen Wiederherstellung verpflichtet ist. Nur für den Fall, dass eine solche Wiederherstellung nicht möglich ist, kommt ein Ausgleich in Geld in Betracht.

Um zu ermitteln, ob der angebotene Betrag von EUR 2.000,-- angemessen ist, müssten Sie einen Sachverständigen einschalten, der Ihnen auch dabei behilflich sein kann, die erforderlichen Schritte zur Sanierung der Scheune zu ermitteln. Da die Baufirma nur zur Wiederherstellung verpflichtet ist, dürften die Kosten des Sachverständigen allerdings bei Ihnen hängen bleiben.

Zusammengefasst:
Die Baufirma ist nur zur Wiederherstellung des vorherigen Zustands verpflichtet.
Einen Anspruch auf angemessenen Geldersatz haben Sie nur, wenn der Schaden nicht mehr behoben werden kann.
Für Ihr Scheune dürfte es das Beste sein, mit der Schadensbeseitigung so schnell wie möglich zu beginnen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 08.07.2015 | 22:25

Vor dem Bauvorhaben wurde ein Gutachten erstellt wo besagt das man 2,5 m wegbleiben muss da es zu gefährlich ist und die haben trotzdem gegraben die Scheunen Wand ist 1 cm runtergesackt man kann es ja nicht wiederherstellen wie es vorher war man kann es nur reparieren aber nicht mehr in den alten Zustand bringen da neben der Wand schon alles gefüllt ist

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.07.2015 | 08:45

Die Verursachung und Verantwortung war vorher schon eindeutig, und ist es umso mehr nach Ihrer Ergänzung. Man kann hier also unter Umständen sogar von einem vorsätzlichen Vorgehen ausgehen.

Streitig ist ja eher die Höhe des Schadens. Wenn Sie der Ansicht sind, dass die angebotenen EUR 2.000,-- zu wenig sind, müssen Sie den tatsächlichen Schaden ermitteln lassen. Dies sollte so schnell wie möglich erfolgen. Die Kosten müssen Sie erst einmal vorstrecken. Im Rahmen der Schadensbemessung können Sie den Betrag dann allerdings ebenfalls von der Gegenseite verlangen.

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