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Schäden an Treppenhauswänden durch Mieter

| 16.03.2012 08:30 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

mein Mieter hat angeblich beim Auszug anläßlich Zwangsräumung aus der ihm vermieteten Dachgeschoßwohnung die Wände des Treppenhauses bechädigt.
Meine Frage:
Muß ich als Vermieter die Kosten der -durch den Hausverwalter eigenmächtig in Auftrag gegebenen- kompletten Renovierung tragen?

16.03.2012 | 09:39

Antwort

von


(474)
Fuhrstr. 4
58256 Ennepetal
Tel: 0 23 33 / 83 33 88
Web: http://www.rechtsanwalt-ennepetal.com
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ich gehe davon aus, dass Sie der Eigentümer einer vermieteten Eigentumswohnung sind und der Mieter im Treppenhaus das Gemeinschaftseigentum beschädigt hat. Sollte die Konstellation anders sein, teilen Sie mir dies bitte im Rahmen der Nachfragemöglichkeit mit.

Der Eigentümer einer vermieteten Eigentumswohnung haftet tatsächlich für die durch seinen Mieter schuldhaft verursachten Schäden am Gemeinschaftseigentum. Die Haftung folgt aus § 14 Nr. 1 WEG iVm. §§ 276 , 278 BGB . Mit der Vermietung und Überlassung der Wohnung überträgt der Eigentümer die gesetzlichen Sorgfaltspflichten, die gegenüber der Wohnungseigentümergemeinschaft bestehen, auf den Mieter als Erfüllungsgehilfen. Bei einer schuldhaften Verletzung dieser Pflichten durch den Mieter wird dem Eigentümer dieses Verschulden dann zugerechnet; vgl. z.B. AG Frankfurt a. M., Beschluß vom 23.12.1993, Az.: 65 UR II 191/93 WEG.

Eine Haftung käme allerdings dann nicht in Betracht, wenn die Verursachung durch den Mieter tatsächlich nicht nachweisbar wäre (Sie formulieren insoweit "angeblich") oder wenn der Mieter selber nicht zur Haftung herangezogen werden könnte, §§ 827 , 828 BGB . Insoweit sollten ggf. die weiteren Umstände der Zwangsräumung berücksichtigt werden und Nachweise für die Beschädigungen durch den Mieter gefordert werden.

Der Hausverwalter war im Weiteren jedenfalls aber nicht verpflichtet, Sie vor der Beauftragung der Renovierungsarbeiten zu unterrichten. Es gab auch keine Verpflichtung, Ihnen die Möglichkeit einer Selbstvornahme der Arbeiten zu ermöglichen. Dies folgt aus § 249 II 1 BGB .

Die zu erstattende Höhe der Kosten sollten Sie aber kritisch überprüfen. Unter dem Aspekt "Neu für alt" können die Renovierungskosten ggf. anteilig zu kürzen sein, wenn auch ohne die Schäden Renovierungsbedarf bestanden hätte. Es sollte dazu zeitanteilig berücksichtigt werden, in welchen Intervallen renoviert wurde und wann die letzte Renovierung erfolgt ist. Die Gemeinschaft soll nicht dadurch bereichert werden, dass durch ggf. nur kleine Schäden eine umfangreiche Renovierung erfolgt ist. Hierzu müsste aber der Umfang der Arbeiten im Einzelnen bewertet werden. Eine fixe Faustformel, um die gekürzt werden kann, gibt es leider nicht.

Ein u.U. schwacher Trost ist, dass Sie den Mieter in Regress nehmen können und von ihm die Beträge erstattet verlangen können. Auch die Gemeinschaft könnte den Schaden unmittelbar vom Mieter verlangen, kann aber daneben auch von Ihnen den Schadensersatz unter den geschilderten Voraussetzungen fordern.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick in der Sache verschafft zu haben. Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 21.03.2012 | 08:22

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