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Schäden am Parkett

30.10.2015 16:05 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Guten Tag,

wir haben im September unsere neugebaute Eigentumswohnung bezogen. Bei Abnahme im August mit dem Bauträger ist uns bereits aufgefallen, dass im Schlafzimmer und im Wohnzimmer an zwei Stellen weiße Schleifspuren auf dem Parkett sichtbar sind. Uns wurde zugesagt, dass vor Einzug die Stellen überarbeitet bzw. beseitigt werden.
Nach unserem Einzug hat die Parkettfirma versucht den Schaden zu beseitigen. Da wir allerdings bereits eingezogen waren, war das großflächige Abschleifen des Parketts natürlich nicht mehr möglich, so dass im Schlafzimmer nichts mehr passiert ist und im Wohnzimmer versucht wurde, die Stelle partiell auszubessern. Dies ist leider nicht gelungen und der Schaden (ungefähr 60 cm x 40 cm) ist eigentlich noch stärker sichtbar als vorher. Ich denke, dass wir eigentlich Anspruch auf Nachbesserung haben. Problem ist nur, dass die komplette Wohnung (sonst sieht man die Übergange zwischen den einzelnen Zimmern) abgeschliffen und nachgeölt werden müsste, d.h. auch alle Möbel raus etc.
Der Wert des Parketts wurde vom Bauleiter ungefähr mit € 10.000 beziffert. Die Stelle ist im Wohnzimmer leider sehr präsent, so dass Sie auch direkt sichtbar ist.
Meine Frage lautet jetzt: Kann die Firma sich auf Unzumutbarkeit der Nachbesserung zurückziehen und uns eine finanzielle Entschädigung anbieten (Angebot von € 1.200 liegt vor). Wir wären sogar bereit eine finanzielle Entschädigung anzunehmen, jedoch bewegt sich diese eher im Bereich 4.000-4.500 €, da wir als Gegenwert das Ausräumen der Wohnung durch ein Umzugsunternehmen, unsere Unterbringung in einem Hotel, das Einlagern der Möbel etc. rechnen. Hier erreicht man schnell eine Summe von 6.000-8.000 €.
Wäre nett, wenn Sie mir dazu einen rechtlichen Rat erteilen könnten.

Vielen Dank.

Sehr geehrte Ratsuchende,


Sie sollten das Angebot annehmen, ggfs. versuchen, noch etwas nachzuverhandeln, denn Ihre Vorstellungen werden Sie rechtlich kaum durchsetzen können:


In der Rechtsprechung wurden bei optischen Mängel eines Parkettfußbodens sogar dann abgelehnt, wenn der mit dem Mangel verbundene Wertverlust 30 % erreicht hat (OLG Karlsruhe, Urt.v. 04.06.1996, Az.: 17 U 56/95).

Und nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung wird ein Gericht keine 30%, sondern in Anbetracht der Fläche sehr viel weniger annehemen.

Damit wird die Nachbesserung nicht in Betracht kommen und auch keine Minderung von 40-45%; ich denke, dass allenfalls 20% in einem gerichtlichen Verfahren möglich sein dürfte, wenn überhaupt.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


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