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Schäden am Laminat und Auszug


27.01.2007 16:13 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Elmar Dolscius



Guten Tag,
im Mai 2000 zog ich in meine alte Wohnung ein und habe diese am 26.01.2007 übergeben.
Im November besichtigte der Vermieter die Wohnung und ich wies ihn auf Schäden im Laminat hin. Ich bekam ein Protokoll mit zu erledigenden Arbeiten, darunter aber nichts zum Laminat.
Die Schönheitsreparaturen sowie Reinigungsarbeiten an 2 Gasheizkörpern (für 120 €) wurden von mir übernommen, obwohl die betreffenden Klauseln im Mietvertrag unwirksam sind. Dies habe ich hier durch einen Anwalt prüfen lassen. Ich habe eine vorzeitige Rückzahlung der Kaution mit dem Vermieter verhandelt und wollte "nett" und kompromißbereit sein, um Streit zu vermeiden.
Bei der Wohnungsübergabe hat der Vermieter nun 4 Schäden am Laminat bemängelt. Dabei handelt es sich um eine ca. 10 Cent große und 3 kleinere Macken. Die größere Macke würde sicher unter Sachbeschädigung laufen. Das Zimmer hat 20 qm. Er meinte, das Laminat müsste neu verlegt werden. Vor Einzug wurde das Laminat neu verlegt, der Vermieter meint, es sei beste Industriequalität, ich bin mir da nicht so sicher.
Erst wollte er 400 € haben, was ich ablehnte. Ich habe ihm gemeint, dass er "neu für alt" abziehen müssten. Jetzt will er die komplette Neuverlegung von mir bezahlt haben, einen Anwalt beauftragen, Mietausfall geltend machen und vor Gericht ziehen. Ich habe mich im Protokoll der kompletten Übernahme einer Neuverlegung verweigert und auf einen von mir folgenden Kommentar hingewiesen.
Zur Weitervermietung muss man noch anfügen, das im Bad aufgrund von ihm beauftragter Installationsarbeiten neue Fliesen angebracht werden müssten, sowie aufgrund dieser Arbeiten in Bad und Küche neu taepziert werden muss. Dies scheint ihn nicht zu interessieren.
Ich bin bereit einen Teil zu zahlen, um einen Gerichtsstreit aus dem Wege zu gehen, aber natürlich nicht die komplette Neuverlegung.
Dies würde ich schriftlich an den Vermieter darlegen.
Kann der Vermieter mich für die komplette Neuverlegung haftbar machen?
Danke und Grüsse
Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Frage summarisch auf der Basis der mitgeteilten Informationen.

Da ich auch Ihre damalige Frage beantwortet habe, hoffe ich, Ihnen auch in diesem Fall helfen zu können.

1. Ihre Auffassung ist korekt. Sie können tatsächlich eine Abzug bei den Kosten für das Laminat im Sinne "neu für alt" anbringen. Der Vermieter kann Ihnen nicht die gesamten Kosten auferlegen.

2. Des weiteren könnten Sie eigentlich auch die vorgenommenen Reparaturen abziehen, die Sie nicht hätten ausführen müssen. Allerdings könnte man hier auch die Auffassung vertreten, dass dies individuell von Ihnen und Ihrem Vermieter ausgehandelt wurde (sie haben als Gegenleistung die Kaution früher erhalten).

3. Mietausfall halte ich für nicht vertretbar. Dies umso weniger, da die eigenen Renovierungsarbeiten des Vermieters auch zu der Verzögerung beigetragen haben.
Hinsichtlich des Parketts hätte es ausgereicht, wenn der Vermieter Bilder von den beschädigten Stellen macht und dann eine Neuverlegung vornimmt. Über die Kosten kann er sich dann unabhängig davon mit Ihnen auseinandersetzen.

Sie sollten daher ein Gespräch mit dem Vermieter führen und Ihn darauf hinweisen, dass ein Rechtsstreit nur zur weitaus mehr Kosten führt, am Ende aber wahrscheinlich eine Teilung der Kosten stehen dürfte. Dies dürfte nicht in seinem Interesse sein. Sollte er dennoch einen Kollegen beauftragen, kann ich Ihnen nur raten, dies ebenfalls zu tun. Gerne können Sie sich in diesem Fall an unsere Kanzlei wenden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort eine erste rechtliche Orientierung geben und wünsche Ihnen viel Erfolg in der Angelegenheit.

Mit freundlichen Grüßen

Elmar Dolscius
Rechtsanwalt
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