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Schadensregulierung Hermes Versand


23.08.2007 17:36 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Mauritz



Ich habe bei Ebay bei einem Verkäufer 2 Krügerrand Goldmünzen (2x1Oz) ersteigert. Paar Tage nach Bezahlung habe ich zwei Umschläge (wattiert, Grösse D) mit jeweils einem aufgeklebten und ausgefüllten Hermes Paketaufkleber in meinem Briefkasten gefunden. Ich selber habe keine Empfangsbestättigung bei Hermes persönlich unterschrieben.

In den Umschlägen waren nur Zeitungspapier. Auf Nachfrage beim Verkäufer erklärte er mir, dass er zur Sicherheit die Münzen jeweils in Zeitungspapier ein gewickelt hatte. Er habe ausserdem Zeugen, die bestätigen können, dass die Münzen eingepackt wurden.
Der Verkäufer hat bei Hermes einen Schadensfall gemeldet und mir die Schadensfallsnummer mitgeteilt. Da sich von Hermes Seite nichts getan hat, soll angeblich der Verkäufer seinen Anwalt eingeschaltet haben. Seitdem habe ich vom Verkäufer nichts mehr gehört.
Aus mehreren Internetforen habe ich gelesen, dass Hermes Schadensfälle sehr schleppend bearbeitet.
Über die Glaubwürdigkeit des Verkäufers kann ich nichts sagen.

Was kann ich als privat Person noch machen oder wie könnte mir ein Anwalt helfen ?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich anhand der vorliegenden Informationen wie folgt beantworten:

Zunächst ist danach zu differenzieren, ob Sie die Münzen von einem privaten oder gewerblichen Verkäufer erworben haben.

Haben sie von einem privaten Verkäufer gekauft, tragen grds. Sie das Risiko des Verlusts und der Beschädigung der Ware auf dem Transportweg (vgl. § 447 Abs.1 BGB).
Geht die Ware verloren oder wird beschädigt, können Sie den Kaufpreis daher nicht zurück verlangen. Etwas anderes gilt nur dann, wenn Sie nachweisen können, dass die Ware nicht ordnungsgemäß verpackt und dadurch beschädigt wurde.
Sie wären in diesem Fall daher zunächst auf die Transportversicherung angewiesen und haben, sofern diese zahlt, gegenüber dem Verkäufer einen Auszahlungsanspruch bzw. Abtretungsanspruch der Leistungen der Versicherung.

Haben sie von einem gewerblichen Verkäufer gekauft, liegt ein sog. Verbrauchsgüterkauf vor. Hierbei trägt immer der Verkäufer das Versandrisiko (vgl. § 474 Abs. 2 BGB). Geht die Ware daher beim Transport verloren oder wird sie beschädigt, können Sie die Rückzahlung des Kaufpreises verlangen, unabhängig davon, ob eine versicherte oder unversicherte Versandart gewählt wurde.

Unabhängig davon wäre erwägen, eine Strafanzeige gegen den Verkäufer zu stellen, wenn eindeutige Anhaltspunkte dafür sprechen, dass dieser die Ware nie versandt hat. Dies ist in der Regel nur schwer nachzuweisen; vorliegend käme es entscheidend darauf an, in welchem Zustand die Umschläge bei Ihnen ankamen. Waren Öffnungsspuren oder Beschädigungen erkennbar? Wenn nein, ist es wahrscheinlich, dass die Umschläge nicht auf dem Transportweg geöffnet wurden. Möglicherweise stehen für den Zustand der Umschläge auch Zeugen zur Verfügung?
Ggf. ließe sich auch jetzt noch gutachterlich feststellen (sofern die Umschläge noch in Ihrem Besitz sind), ob sie nur einmal (durch Sie) oder mehrmals geöffnet wurden (angesichts der damit verbundenen Kosten müsste der Wert der Münzen schon erheblich gewesen sein).

Die Beauftragung eines Anwalts kann vor allem bei den ersten beiden aufgezeigten Konstellationen hilfreich sein. Zum einen zur Geltendmachung der Versicherungssumme ggü dem Verkäufer, sofern er diese erhält und nicht an Sie auskehrt. Zum anderen im Rahmen der Geltendmachung des Kaufpreises gegenüber dem Verkäufer, sofern er diesen nicht zurückzahlen will.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen ersten Überblick verschaffen. Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz
Rechtsanwalt



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