Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Schadensmeldung nach 3 Monaten!!

18.02.2008 15:15 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Guten Tag,

ich bitte Sie um Ihren Rat in der folgenden Angelegenheit:

Im Herbst des vergangenen Jahres wollte ich auf einem Supermarktparkplatz nach getätigtem Einkauf rückwärts aus meinem Parkplatz wieder herausfahren. Wegen der Dunkelheit übersah ich ein Fahrzeug, dass sich unmittelbar hinter mir befand, und berührte mit meinem Heck (alles Kunststoff) die hintere Fahrertür des anderen Fahrzeugs. Nach dem Aussteigen sagte der Unfallgegner, dass er mich warnen wollte, bei seinem Fahrzeug (älteres Modell) war aber die Hupe defekt. Da weder an seinem, noch an meinem Fahrzeug offensichtliche Schäden zu erkennen waren, verzichteten wir auf die Hinzunahme der Polizei und tauschten vorsorglich Adressen und Telefonnummer für den Fall aus, dass sich bei Tageslicht doch noch Lackschäden oder Dellen zeigen würden. Zeugen für diesen Unfall sind nicht vorhanden. Danach habe ich nichts mehr vom Unfallgegner gehört und hatte inzwischen auch die Adressinformationen, etc. in der Annahme entsorgt, die Sache hätte sich wohl erledigt. Nun meldet er sich nach über 3 Monaten mit dem Hinweis, beruflich stark eingespannt gewesen zu sein. Er hätte nun festgestellt, dass der elektrische Fensterheber an der betreffenden Türe nicht mehr funktioniere (wie gesagt, älteres Modell...) und er jetzt einen Sachverständigen beauftragen möchte. Wie soll ich mich nun verhalten? Natürlich will ich mich nicht drücken, andererseits kommt es mir schon spanisch vor, wenn dem Unfallgegner das erst nach dieser Zeitspanne auffällt. In einem Vierteljahr kann doch gerade bei einem älteren Auto an der Elektrik eine Menge passieren. Und ist der Zeitraum nicht grundsätzlich zu lang, um dann noch einen Schaden anzumelden?

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Grundsätzlich ist es dem Unfallgegner bis zur Verjährung seiner Ansprüche unbenommen, diese geltend zu machen.

Mithin ist nach einer Dauer von 3 Monaten eine Geltendmachung des Schadensersatzanspruches dennoch zulässig.

Jedoch müsste der Unfallgegner im Zweifelsfall nachweisen, dass der Defekt in der Elektrik der Scheibenheber tatsächlich auf dem von Ihnen verursachten Unfall beruht. Da an Ort und Stelle des Unfalls und auch zeitnah darauffolgend keine Dokumentation eines Schadens erfolgte, dürfte es dem Unfallgegner schwerfallen, einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Defekt und dem Unfall lücklos darzustellen.

Wie Sie richtig erkannt haben, müsste er ebenfalls darlegen, dass in der Zwischenzeit keine anderen Schaden verursachenden Ereignisse aufgetreten sind.

Dies könnte nur durch ein kostspieliges Sachverhständigengutachten festgestellt werden.

Zunächst könnten Sie die geltendgemachten Ansprüche zurückweisen und ein Sachverständigengutachten abwarten. Sollte dieses ergeben, dass die Schäden auf dem Unfall beruhen, wären diese Kosten jedoch auch von Ihnen zu ersetzen.

Unter Berücksichtigung der Risiken eines Prozesses könnten Sie jedoch auch eine einvernehmliche Lösung mit dem Unfallgegner suchen.

Abschließend erlaube ich mir, Sie auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69615 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Schnelle und kompetente Hilfe - super! ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Eine gute Erfahrung und eine verständliche Schilderung des Sachverhaltes. Vielen Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Gute und schnelle Antwort. Danke. ...
FRAGESTELLER