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Schadenserstattungsforderung vom Arbeitgeber


14.09.2006 23:30 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



Guten Tag, ich arbeite in einem Pizza-Lieferdienst und habe ein Firmenauto beschädigt, indem ich unachtsam rückwärts mit einem Hydranten kollidierte. Da aber kein Fremdschaden entstanden ist, meint mein Arbeitgeber, zahle seine Teilkaskoversicherung nicht, die er dazu befragt habe. Meine Privathaftpflichtversicherung übernimmt den Schaden nicht, weil er während der Arbeit entstanden ist. Der Schaden beläuft sich auf rund 1600€, von denen mein Arbeitgeber jetzt 1000€ von mir haben möchte, den Rest übernimmt er. Ich habe in meinem Arbeitsvertrag unterschrieben, 300€ Selbstkostenbeteiligung der Versicherung im Falle eines Unfalls zu bezahlen, im Falle einer groben Fahrlässigkeit wie Trunkenheit am Steuer sogar den Vollpreis.
Meine Frage lautet nun, bin ich dazu verpflichtet diese 1000€ zu entrichten? Naiverweise habe ich ihm erst einmal zu seinem Abarbeitungskonzept zugestimmt, bevor ich beschloss, selbiges rechtlich prüfen zu lassen. Verschlimmert das meine Lage unter Umständen?

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Sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst unterstelle ich, daß Sie Arbeitnehmer sind (und kein freier Mitarbeiter). Wenn Arbeitnehmer im Rahmen Ihrer Tätigkeit einen Schaden verursacht haben, wird nach der Schwere der Schuld unterschieden, um zu entscheiden, ob und in welcher Höhe der Arbeitnehmer ersatzpflichtig ist.

Haben Sie den Schaden nur leicht fahrlässig herbeigeführt, so sind Sie dem Arbeitgeber überhaupt nicht zum Schadensersatz verpflichtet. Bei normaler Fahrlässigkeit wird der Schaden nach Billigkeitsgesichtspunkten zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt.

Ihre Beschreibung deutet darauf hin, daß Sie den Schaden entweder leicht fahrlässig oder zunmindest mit "normaler" Fahrlässigkeit verursacht haben. Nur wenn Sie den Schaden vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht haben, müssen Sie den Schaden alleine tragen.

Wenn Sie sich mit Ihrem Arbeitgeber auf ein Wiedergutmachung durch zusätzliche Arbeit geeinigt haben, dann haben Sie hier eine Art Vergleich geschlossen und Sie daher Ihre Ersatzpflicht anerkannt. Hier kommt es aber auf die Umstände an.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt



Nachfrage vom Fragesteller 15.09.2006 | 10:55

Ich bin versehentlich, unachtsam beim einparken rückwärts gegen einen Hydranten gefahren. Ich denke, das ist als leicht fahrlässig einzustufen?

"Wenn Sie sich mit Ihrem Arbeitgeber auf ein Wiedergutmachung durch zusätzliche Arbeit geeinigt haben, dann haben Sie hier eine Art Vergleich geschlossen und Sie daher Ihre Ersatzpflicht anerkannt. Hier kommt es aber auf die Umstände an."

Was bedeutet das jetzt, bin ich dazu verpflichtet diese 1000€ des 1600€ Schadens abzuarbeiten oder nicht? Geeinigt habe ich mich mit ihm nur, weil ich gar nicht daran dachte, dass ich eventuell nicht dazu verpflichtet sein könnte, worüber er mich auch nicht informierte. Heisst das, ich habe mich jetzt darauf unwiderruflich eingelassen? Ich verstehe ausserdem nicht, welche Umstände da noch von Belangen sein könnten.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.09.2006 | 11:52

Sehr geehrte Damen und Herren,

nochmals: aufgrund der GEsetzeslage wären Sie nicht verpflichtet aber u.U. aufgrund der Vereinbarung.

Es hängt davon ab, ob Sie und der ARbeitgeber davon ausgegangen sind, daß einen verbindliche Vereinbarung über die Abtragung des Schadens geschlossen haben oder ob es nur eine Art Gefälligkeit war. Wie genau lautete die Vereinbarung?

Daß Sie die Rechtslage nicht kannten, wird man hier nicht als Argument gelten lassen, denn Sie können sich auch auf etwas anderes einigen.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt

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