Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Schadensersatzhöhe bei Verlust der Sehkraft eines Auges


11.10.2006 09:49 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



Vor etwa 2 Jahren hat mein Sohn durch unbeabsichtigte Fremdeinwirkung (Versehentlicher Schlag auf das linke Auge, zerbrochenes Brillenglas, schwere Splitterverletzung) einen fast kompletten Sehkraftverlust eines Auges erlitten (Restsehfähigkeit 10%)
es waren zwei Operationen nötig, Linse wurde ausgetauscht- zwei Wochen Krankenhausaufenthalt waren nötig.
Der Gesundheitszustand wurde bereits durch ein von der Versicherung in Auftrag gegebenes Gutachten attetestiert.
Die gegnerische Haftpflichtversicherung ist grundsätzlich zur Zahlung bereit.

Die Versicherung erwartet nun von uns, dass wir die Höhe des zu leistenden Schadensersatzes beziffern, da wir das letzte Angebot in Höhe von 12 000 € nicht akzepiert haben.

Frage: Wie hoch ist der zu fordernde Schadensersatzanspruch grundätzlich - mein Sohn hat den Unfall im Alter von 21 Jahren erlitten und neben der Sehbeeinträchtigung auch noch kosmetische Beinträchtigungen (Verzogene Iris durch Irisabriss?
Kann man den Passus auschließen, dass man auf weitere Ansprüche bei späterer Verschlechterung verzichten muss?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Ratsuchende,
auf der Basis der in Ihrer Anfrage enthaltenen Informationen und Ihres Einsatzes kann ich Ihnen vorbehaltlich einer genaueren Prüfung der Ihnen vorliegenden Unterlagen zunächst folgendes mitteilen:
Bei der Bemessung des Schmerzensgeldes werden das Alter Ihres Sohnes, der Verlust von 90% Sehkraft auf einem Auge, die zwei OP und zwei Wochen Krankenhaus maßgeblich sein; hinzutreten wird die kosmetische Beeinträchtigung. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren und anhand der hier bekannten Fälle muss ich Ihnen zunächst mitteilen, dass das Angebot der Versicherung nicht abwegig ist. In einem ähnlich gelagerten Fall erkannte bspw. das OLG Nürnberg auf € 12.500,00 (Urt. v. 18.09.2005, Az. 6 U 949/95). Das LG Bielefeld sprach bei einer Restsehfähigkeit von 40% auf einem Auge ein Schmerzensgeld von € 7.500,00 zu (Urt. v. 15.01.1999, Az.: 2 O 94/98). Zwar gibt es auch (wenige) andere Entscheidungen mit einem höheren Schmerzensgeld. Ich denke an das LG Koblenz, das € 100.000,00 für einen "groben ärztlichen Behandlungsfehler" zusprach; außerdem regulierte die Versicherung zögerlich. Allerdings kommt dieser Fall aus dem Arzthaftungsrecht und ist mit Ihrem Fall schon deshalb nur schwer vergleichbar. Zusätzlich handelte es sich auch nicht um einen "klassischen Unfall" (also fahrlässig/"versehentlich"). Ohne Kenntnis des Gutachtens und weiterer Unterlagen würde ich hier als Gegenvorschlag wohl an einen Betrag in einer Größenordnung von € 20.000,00 denken und mich gegebenenfalls schon bei € 15.000,00 einigen wollen. Gerade hierbei wird sich dann auch Ihre Frage nach der Abgeltung stellen. Letztlich ist es Verhandlungssache, ob weitergehende Ansprüche bei Verschlechterung mit abgegolten werden sollen (je höher das Schmerzensgeld desto wichtiger für die Versicherung, dass Abgeltung vereinbart ist).
Voraussetzung für eine abschließende Beratung wäre die Zurverfügungstellung des/der Gutachten und des sämtlich vorliegenden Schriftverkehrs. Wegen meiner Tätigkeit im Versicherungsrecht und meiner früheren eigenen Tätigkeit bei einer Versicherung bin ich sehr gerne bereit, Ihnen hier weiter mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Sollten Sie dies oder eine weitergehende Diskussion wünschen, melden Sie sich einfach kurz bei mir; ich gehe davon aus, dass Sie bislang noch nicht anwaltlich beraten werden.
mit freundlichen Grüßen,
Andreas Neumann
Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER