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Schadensersatzforderung vom Nachlasspfleger

18.03.2019 21:48 |
Preis: 58,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Nachweis des Abschluss eines Kaufvertrages

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Frage ist wie folgt,

aktuell bin ich vom Gericht dazu aufgefordert worden innerhalb einer Frist von zwei Wochen mitzuteilen ob ich mich gegen die Klage Verteidigen möchte und falls ja Stellung zu beziehen.

Folgende Sachlage.
Im Vergangenen Jahr ist mein Schwiegervater verstorben. Meine Frau hat das Erbe abgelehnt.
Ein Nachlasspfleger wurde bestellt. Wir waren im Besitz des Fahrzeugs meines Schwiegervaters.

Der Nachlasspfleger hat durch einen Sachverständigen den Wert des Fahrzeugs ermitteln lassen.
In einem Telefonat fragte er mich ob ich nicht Interesse an dem Fahrzeug hätte. Darauf sagte ich, das ich das Fahrzeug nicht schlecht finde eine Entscheidung allerdings nicht ohne meine Frau treffen werde da es schließlich das Fahrzeug ihres Vaters war.
In einem weiteren Telefonat teilte ich dem Nachlasspfleger mit, dass wir das Fahrzeug nicht möchten da es zu viele Mängel hat und zu teuer sei. Er sagte er sehe es auch so und fragte was ich denn bereit sei dafür zu bezahlen.
Auch hier sagte ich wieder das müsse ich mit meiner Frau besprechen, und könnte da so nichts zu sagen.
Er lies allerdings nicht locker und forderte mich immer wieder dazu auf eine Summe zu nennen was mir das Fahrzeug wert sei. Ich betonte immer wieder das ich nicht weiß was so ein Fahrzeug in dem Zustand für einen Wert hätte und erstmal drüber nachdenken müsste. Das ging immer so weiter ich solle einfach eine Summe nennen ohne mit meiner Frau zu sprechen, das könne ich im Anschluss ja immer noch tun.
Im laufe dieses Telefonats sagte ich das ich vielleicht bereit wäre 2000€ zu bezahlen aber keine Entscheidung treffen werde ohne vorher mit meiner Frau gesprochen zu haben da es schließlich das Fahrzeug Ihres verstorbenen Vaters ist und ich auch nicht weiß ob Sie es jeden Tag vor unserer Türe stehen haben möchte.

Der Nachlasspfleger meinte darauf hin nur ok kommen Sie am besten gleich und bringen direkt das Geld mit.
Daraufhin sagte ich Ihm das ich nicht ja gesagt habe und wie bereits gesagt, erst mit meiner Frau sprechen muss und außerdem das Geld auch nicht zu Hause liegen habe.
Der Nachlasspfleger dann ok dann kommen Sie morgen früh um 8:00 und bringen mir das Geld. Sie bekommen dann die Papiere und alles andere und beendete das Telefonat.
Zum Termin bin ich natürlich nicht erschienen, zum einen weil ich um 8:00 arbeiten muss und zum anderen weil ich auch nicht mein Einverständnis gegeben habe.

Das Auto wurde im späteren Verlauf vom Nachlasspfleger für 900€ über autoscout verkauft. Nun wird von mir Schadensersatz gefordert in Höhe von 1100€ + Zinsen 2000€ - 900€ =1100€ und nochmal 215€ + Zinsen

Das ganze habe ich dem Amtsgericht bereits Schriftlich mitgeteilt. Nun kam die Klageschrift.

Jetzt ist die frage was kann ich tun? Der Nachlasspfleger behauptet ich hätte am Telefon das Auto gekauft obwohl ich immer wieder gesagt habe ich muss mit meiner Frau besprechen und weiß es nicht. Er behauptet, ich hätte gesagt ohne mit meiner Frau zu reden würde ich 2000€ bezahlen. Dies ist allerdings nicht richtig. Ich wollte überlegen und sagte lediglich das mir das Auto nicht mehr wert wäre und trotzdem mit meiner Frau reden muss.

Wie soll ich hier am besten weiter vorgehen?

Mfg

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Vorgehensweise des Nachlassverwalters läßt darauf schließen, dass dieser einen Preis von Ihnen hören wollte, um dies als Kaufvertragsschluss zu werten.

Der Kläger und Nachlassverwalter muss im gerichtlichen Verfahren beweisen, dass ein Kaufvertragsschluss zustande gekommen ist. Ein solcher Vertragsschluss kann grundsätzlich auch telefonisch erfolgen, was aber den Nachweis erschwert. Daher werden in der Regel Verträge schriftlich geschlossen, damit der Abschluss des Vertrages nachgewiesen werden kann.

In dem gerichtlichen Verfahren müssen Sie daher bestreiten, dass ein Vertragsschluss zustande gekommen ist. Im weiteren wäre zu prüfen, ob ein Widerruf (nach Fernabsatz) des Kaufvertrages in Betracht kommt.

Aus meiner Sicht sollten Sie einen Rechtsbeistand hinzuziehen. Eine mündliche Verhandlung vor Gericht als auch das Verfassen einer Klageabweisung ist kein einfaches Unterfangen. Zudem dürfte der Nachlassverwalter über eine entsprechende Erfahrung verfügen bzw. selbst einen Rechtsanwalt beauftragen.

Daher empfehle ich Ihnen einen Rechtsanwalt/Rechtsanwältin hinzuziehen. Mangels Kaufvertrag und Zeugen dürfte es für den Nachlassverwalter schwer werden einen Kaufvertrag zu beweisen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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