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Schadensersatzforderung nach Beschädigung am Mietauto - was tun?

23.07.2013 11:31 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Schadensersatzanspruch eines Autovermieters nach zwischenzeitlicher Nutzung nicht mehr Durchsetzbar.

Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte,

am 02.03.2013 mietete mein Lebensgefährte bei einer bekannten Autovermietung einen Transporter für einen Umzug am selbigen Tag. Der Umzug verlief im selben Ort, geschätze 2 km zwischen den beiden Wohnungen, sodass wir mit der Mietwagenfirma eine Kilometerzahl festlegten (bis 100km) und diese auch unterschritten. Wir zahlten eine Miete von 140 EUR + 50 EUR Kaution, wovon wir nach Abgabe des Transporters insgesamt 109 EUR per Scheck zurückgezahlt bekamen (ohne Abrechnung). Eine (Kasko-)Versicherung wg. Unfall usw. wurde wegen der völlig überhöhten Eigenbeteilung nicht abgeschlossen. Nun ereignete sich bei der letzten Fuhre eine Beschädigung, in der Form, dass mein Partner mit dem Transporter durch die Tiefgarage fuhr. Die Deckenhöhe betrug allgemein über 4m, bis auf eine kleine Durchfahrt, die aber nicht genauer mit Höhe- und Breitemaßen gekennzeichnet war. Wir haben aber vorher gesehen, dass mehrere Transporter dort locker durchfahren konnten (Handwerker und Umzugsautos). Nur unser Transporter hatte ein etwas höheres Dach, sodass mein Partner mit max. Schrittgeschwindigkeit gegen die obere Kante der Durchfahrt stieß. Wir haben sofort nachgeschaut und es war lediglich eine Delle, länglich, waagerecht ca. 10 cm zu sehen. Zeugen waren ebenfalls dabei. An der Durchfahrt war kein Schaden. Fotos brachten nichts, es war zu dunkel. Somit haben wir am selben Tag (Samstag späten Abend) das Auto zurückgebracht und einen Zettel ins Auto gelegt. 2 Wochen später kam das erste Anschreiben der Vermietung mit einem Unfallfragebogen. Dort beschrieben wir wie oben den Hergang. Dann passierte nun 5 Monate nichts. Am 22.07. (!) erhielten wir ein Schreiben der Vermietung mit einer Rechnung i.H.v. 3800 EUR + Gutacherkosten 150 EUR und Gutachten. Das kuriose daran ist, dass das Gutachten erst am 05.07. erstellt wurde. Besichtigung war auch erst am 05.07., also 5 Monate später. Der Vergleich der Kilometeranzahl aus dem Vertrag bei Mietung und der Kilometerzahl im Gutachten ergab einen Unterschied von 10.000 mehr Kilometer (!). Das Auto wurde also fleißig weiter genutzt. Im Gutachten selber werden Schäden abgerechnet, die wir nicht verursacht haben, z.B. kaputte Rückleuchte, Dellen in der hinteren Stoßstange, Schrammen und Kratzer. Auch der Schaden am Dach ist deutlich schlimmer. Es gibt Fotos vom Gutachter, die einen größeren Schaden am Dach zeigen als wir verursacht haben. Da sind jetzt riesige Risse im Dach und die Beule zieht sich über die komplette vordere Dach. Dann ist die Aufstellung der Reparatur völlig undurchsichtig, sogar eine neue Windschutzscheibe wurde eingebaut, oder 650 EUR für "Kleinteile". Bei unserem Schaden, völlig unnötig. Wahrscheinlich hätte bei der kleinen Delle von 10 cm ein Ausbeulen gereicht, wenn überhaupt. Ein gutachter wäre m.E. gar nicht nötig gewesen, da Bagatelle. Sixt will anscheinend auf unsere Kosten den Transporter rundumerneuern lassen. Noch ein paar Details. Es gab bei Vermietung ein Übergabeprotkoll, darin sind keine Schäden eingetragen, weil es auch keine Schäden gab. Ein Abgabeprotokoll gibt es nicht, da am Abgabetag, Samstag Abend und darauf der Sonntag niemand bei Sixt arbeitete. Selbst wenn wir eine Versicherung abgeschlossen hätten, wäre vertraglich der Schutz ausgeschlossen, wenn der Schaden auf Fehleinschätzungen von Maßen beruhte. Es sind 3 Zeugen vorhanden, die bezeugen können, dass es außer der kleinen Delle am Dach keine weiteren Schäden am Auto gab. Die Rückleuten waren z.B. voll funktionsfähig. Wir wollen gegen diese völlig überzogene und falsche Abrechnung vorgehen. Desweiteren behalten wir uns eine Anzeige gegen Sixt wegen Betrug vor. Wie schätzen Sie die Sachlage ein? Erfolgsaussichten? Wie sollte am schlausten vorgegangen werden?

Vielen Dank für Ihre Einschätzung!

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben nachfolgend beantworte:

1. Zunächst sollten Sie das Gutachten anfordern und dies dann mit der Rechnung vergleichen.
2. Weiterhin sollten Sie dann ein Schreiben aufsetzen, dass das Gutachten nicht relevant sein kann, da eine Begutachtung erst nach fünf Monaten und 10.000 km erfolgte. Insoweit ist nicht mehr nachvollziehbar, welcher Schaden von Ihnen verursacht wurde. Weisen Sie in jedem schriftlich die Rechnung zurück, da Sie das Fahrzeug bis auf die Beule in ordnungsgemäßen Zustand zurückgegeben haben. Da auch kein Übergabeprotokoll erfolgt ist, kann der Ersatz der vermeintlichen Schäden nicht von Ihnen verlangt werden.
3. Durch die Dauer von fünf Monaten zwischen Abgabe und Gutachten, sowie der gefahrenen 10.000 km ist aus meiner Sicht ein Schadensersatzanspruch verwirkt, da dieser nicht mehr nachweisbar ist. Insoweit müssen Sie auch den verursachten Schaden am Dach nicht ersetzen, da offenbar hier ein weiterer Schaden hinzugekommen ist.
4. Nach meiner Einschätzung werden Sie den geltend gemachten Schaden in der Höhe nicht zahlen müssen, da der Autovermieter Ihnen die Schadensverursachung nicht nachweisen kann. Allein die Gutachtenerstellung nach erfolgter fremder Nutzung und nach fünf Monaten wird als Nachweis nicht ausreichen. Ich gehe sogar davon aus, dass der Autovermieter mit dem Schadensersatzanspruch nur für die Delle Sie nicht wird in Anspruch nehmen können.
5. Widersprechen Sie daher dem Anspruch als auch dem Gutachten und begründen Sie dies mit der zwischenzeitlichen Nutzung. Sollte der Anspruch durch den Autovermieter anwaltlich geltend gemacht werden, sollten Sie sich ebenfalls anwaltlich vertreten lassen. Eine gerichtliche Auseinandersetzung brauchen Sie nicht zu fürchten.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion weiterhin zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

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