Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Schadensersatzforderung gegen Steuerberater — Krankenkassenbeiträge nicht angesetzt

| 12.01.2019 08:46 |
Preis: 25,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine kurze und einfache Frage.
Kann ich eine Schadensersatzforderung gegen meinen ehemaligen Steuerberater geltend machen, wenn dieser über 5.000 EUR Krankenkassenbeiträge nicht angesetzt hat? (Steuererklärung 2016, Bescheid vom Oktober 2018).

Ich bin selbstständig, auf Freelance Basis.

In meiner Steuererklärung 2016 wurden statt 6.000,00 EUR Krankenversicherung nur 920,00 EUR vom
Gewinn abgezogen! Kurz nach Prüfung des Bescheids im Herbst diesen Jahres wechselte ich Steuerberater wegen Ortswechsel.

Meinem neuen Steuerberater ist sofort aufgefallen, dass mein alter Steuerberater viel zu wenig Krankenkassenbeiträge von meinem Gewinn abgezogen hat.

2016 war ich bis Mitte Februar noch bei der AOK gemeldet und ab dann bei der Künstlersozialkasse.
Die AOK übermittelt automatisch an das Finanzamt und die KSK wohl nicht.

Mein Steuerberater hat alle Rechte von mir übertragen bekommen, erhält immer alle gesammelten Bankbelege sowie die Vollmacht zur Einsicht in mein Steuerkonto. Ebenfalls war ausgemacht, dass ich mich nicht selbst um Steuerangelegenheiten kümmern will (aber natürlich immer für Fragen zur Verfügung stehe), sondern denen alles überlassen möchte. Dafür zahlte ich auch hohe Rechnungen an den Steuerberater.

Meinem Steuerberater hätte doch spätestens nach Prüfung des Bescheids diese seltsame Zahl auffallen müssen. So ist es im Bescheid des Finanzamts klar ersichtlich, dass vom reinen Gewinn nach Betriebsausgaben nur 920,00 EUR KV abgezogen wurden. Bei einem im Jahr 2016 hohen Bruttoeinkommen welches im knapp 6-stelligen Bereich lag, ist das wohl kaum zu übersehen.

Auf meine freundliche Nachfrage, weshalb dies bei Prüfung des Steuerbescheids nicht aufgefallen ist, bekam ich eine sehr kurze, pampige Antwort vom Geschäftsführer, dass ich doch bei der KSK nachfragen soll, warum die nicht automatisch meine Beiträge an das Finanzamt übermitteln.

Doch wofür hat man eine Prüfung des Steuerbescheids und teure Steuerberater-Rechnungen, wenn ich sowas offensichtliches am Ende selbst machen soll. Mein neuer Steuerberater hat das nach 2 Sekunden gesehen.

>> Wie stehen meine Chancen auf eine Schadensersatzforderung gegen den Steuerberater?
Ich habe eine gute Rechtsschutzversicherung für alle Bereiche!

Danke und beste Grüße

Guten Morgen,

ich beantworte Ihre Anfrage auf der Grundlage der von Ihnen dazu mitgeteilten Informationen wie folgt:
Bei dem zwischen Ihnen und dem Steuerberater bestehenden Vertrag handelt es sich um einen Dienstleistungsvertrag.

Wenn der Steuerberater seine vertraglichen Verpflichtungen nicht ordnungsgemäß erfüllt hat, und Sie dadurch einen finanziellen Schaden erlitten haben, besteht grundsätzlich eine Haftung des Steuerberaters gemäß § 280 BGB .

Nach Ihrer Schilderung liegt durchaus die Vermutung nahe, dass der Ansatz von lediglich 920 € Krankenkassenbeiträgen eine Pflichtverletzung des Steuerberaters darstellt, da ein solcher Betrag, bezogen auf ein ganzes Jahr, einem erfahrenen Steuerberater sofort als unzulänglich auffallen muss. Zudem hätte der Steuerberater bei der Prüfung des Steuerbescheides diese Fehlerquelle erkennen und korrigieren müssen.

Nach erster summarische Prüfung ist hier durchaus eine zum Schadensersatz führende Pflichtverletzung anzunehmen.

Da Sie zudem wegen der bestehenden Rechtsschutzversicherung kein Prozesskostenrisiko tragen, sollten Sie Ihre Ansprüche im Wege des Schadensersatzes geltend machen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 14.01.2019 | 16:14

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank für die nützliche Antwort!
Gerne wieder!"
FRAGESTELLER 14.01.2019 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70800 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
So habe ich diesen Service gedeutet, als ich mich für die Nutzung entschieden habe. Auf meine konkrete Anfrage erhalte ich gut verständlich eine klare und kompetente Auskunft. Diese habe ich erhalten. Ein klares positives Votum ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Meine Frage wurde exakt beantwortet. Vielen Danke für diesen tollen Service. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr schnelle Reaktion auf die Frage und Rückfrage und was wichtiger ist, Verständliche und nachvollziehbare Antwort. ...
FRAGESTELLER