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Schadensersatzforderung bei freiberuflichem Auftragnehmer

22.08.2018 17:10 |
Preis: 30,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Studentin und arbeite gelegentlich über einen Gewerbeschein bei einer Cateringagentur.
Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals einen Vertrag bei dieser Agentur unterschrieben zu haben.

Vor zwei Wochen wurde ich von der Agentur für einen Messejob angefragt, und habe schriftlich auf WhatsApp zugesagt. Gestern, eine Woche vor dem Auftragsbeginn, habe ich diesen wieder abgesagt, da ich eine Vollzeitstelle ab sofort angeboten bekommen habe. Nun droht mir der Chef der Agentur mit Schadensersatzforderungen, sollte ich keinen Ersatz finden. (Eventuell ist noch von Bedeutung, dass es sich um eine sehr grosse Messe handelt und deshalb viel Personal schon etwas weiter im Voraus gebucht wird. Laut Agentur ist es zu diesem Zeitpunkt unmöglich noch Ersatz für mich zu finden).

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Verträge können auch mündlich geschlossen werden, ob es sich um einen Arbeitsvertrag handelt oder um eine selbstständige Tätigkeit.

Hinsichtlich des Inhalts besteht dann allerdings in der Tat häufig Streit und es steht Aussage gegen Aussage, so dass der regelmäßig unterliegt, der sich auf einen bestimmten Inhalt des Vertrages berufen will, aber offenbleibt, ob dieses so vereinbart wurde oder nicht, er also beweisfällig geblieben ist.

Allerdings kommt hinzu, dass Sie per WhatsApp schriftlich zugesagt haben, was auch eine wirksame Erklärung darstellt.

Das könnte durchaus vom Grundsatz her Schadensersatzansprüche auslösen, allerdings muss im Rahmen der geltenden Schadensminderungsverpflichtung der Caterer nachweisen, dass er binnen einer Woche tatsächlich keinen Ersatz finden konnte. Auch müsste er einen konkreten Schaden nachweisen. Auch das wird für ihn erfahrungsgemäß nicht einfach werden.

Allerdings ist natürlich im Vergleich dazu gegenüberzustellen, was geschieht, wenn Sie Ihre Vollzeitstelle nicht antreten und da ist der Verlust wahrscheinlich größer für Sie, zumal da Forderungen des Arbeitgebers der Vollzeitstelle offen auf der Hand liegen, währenddessen die des Caterer eher ungewiss sind.

Da würde ich dann eher die Vollzeitstelle antreten, um diese nicht zu verlieren.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 22.08.2018 | 18:08

Sehr geehrter Herr Hesterberg,

vielen Dank für Ihre zügige Antwort. Der Agenturchef hat am Telefon so argumentiert, dass ich die Stelle erst nach Ende des Messejobs antreten sollte, um beide Parteien zufriedenzustellen. Wäre dies eine legitime Argumentation?

Die Stelle ist offiziell eine studentische Hilfskraftstelle, da zur Zeit jedoch Semesterferien sind, kann ich jetzt in Vollzeit arbeiten. Ändert diese Formalität etwas am Sachverhalt ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.08.2018 | 18:39

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Diese Argumentation ist letztlich nur ausweichend und zielt auf eine Vermittlung ab, ist aber in der Sache rechtlich nicht weiter relevant.

Vor dem Hintergrund des zweiten Absatzes, den Sie geschrieben haben, wäre allerdings mit dem potentiellen neuen Arbeitgeber auszuloten, ob Sie nicht wirklich an diesem Tag auf der Messe arbeiten könnten. Wenn das aber nicht funktionieren sollte, würde ich der Vollzeitstelle den Vorzug geben.

Ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen Daniel Hesterberg Rechtsanwalt

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