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Schadensersatzansprüche gegen Betreuer

27.09.2011 10:16 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Wie stehen die Chancen bzgl. der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen in Bezug auf folgende Situation: Ein auch für den Bereich Vermögenssorge eingesetzter Betreuer hat dem Betreuten z.B. die Möglichkeit, über Internetgeschäfte/Verkäufe Geld zu verdienen entzogen, indem er die entsprechenden Foren gekündigt hat (reicht hier das Argument aus, dass der Betreuer evtl. keinen vollständigen Überblick über die Transaktionen hat, obwohl bis zu dem gen. Zeitpunkt kein Anhalt für finanzielle Selbstschädigung zu erkennen war?). Hierdurch entstand dem Betreuten - so ist aus den vorangegangenen Geschäften zu schließen- ein finanzieller Schaden.

Sehr geehrte Damen und Herren,

unterstellt der Betreuer ist wirksam zur Vermögenssorge bestellt worden und seine Bevollmächtigung erstreckt sich insbesondere auch zur Vornahme der getätigten Forenkündigungen, schätze ich ihre Situation wie folgt ein:

Sicher hat der Betreuer die Pflicht die Interessen des Betreuten zu wahren, isnbesondere den Betreuten nicht zu schädigen und in seinem Sinne zuhandeln.
Doch sieht ihr Fall in einer ersten Einschätzung eher so aus, das der Betreuer es höchstens unterlassen hat dem Betreuten eine Tätigkeit zu zu ermöglichen, die es ihm gestattet hätte sein Vermögen weiter zu mehren. Eine Schädigung des schon bestehenden Vermögens des Betreuten sehe ich da nicht.

Geht es um die Frage ob der Betreuer es dem Betreuten untersagen darf einnahmeversprechende Tätigkeiten zu tätigen, so ist diese Frage grundsätzlich zu bejahen, da es ja eben der Sinn der Betreuung ist, die Vermögensverwaltung in die Hände des Betreuers zu legen.
Beachtet mann dann noch die weitergehende Gefahr, einer wenn auch nur thereotischen Selbstgefährdung, so halte ich das Handeln des Betreuers in einer ersten Einschätzung für zulässig.


Mit freundlichen Grüßen

Holger Hafer
(Rechtsanwalt)

Ergänzung vom Anwalt 27.09.2011 | 13:42

Auf den Kommentar von Frau Dr. Nagel möchte ich anmerken, dass die Geschäftsfähigkeit des Betreuten und des Betreuers von mir sehr wohl unterstellt sind.
Es ist somit natürlich klar, das grundsätzlich beide rechtsverbindlich im Rechtsverkehr teilnehmen können.

Es geht ja nur um die Frage ob eine Schadensersatzpflicht des Betreuers zu bejahen ist, dies halte ich bei den momentan gemachten Angaben für eher unwahrscheinlich, insbesonder da es um hypothetische Einnahemverluste geht.

Unabhängig der Frage ob Schadensersatz verlangt werden kann, kann der Betreute naürlich ganz grundsätzlich gegen die Handlungen des Betreuers vorgehen.
Ob dies Aussicht auf Erfolg hat müsste aber detailliert geprüft werden.


MfG

Hafer
(Rechtsanwalt)

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