Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
509.011
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Schadensersatzansprüche

15.09.2010 22:43 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Guten Abend,

bei mir geht es um folgende Angelegenheit. Ich persönlich besitze kein eBay Mitgliedskonto, weil ich keins benötige. Aus diesen Grund habe ich meinen Bekannten gebeten, einen Artikel für mich zu verkaufen.
Mein Bekannte ist auch nicht besonders aktiv bei eBay und hat nur sehr wenige Bewertungen. Ebay hat seine AGBs in der letzten Zeit geändert und so muss man immer PayPal anbieten, wenn man einen Artikel einstellt.
Mein Bekannte hat den Artikel für mich eingestellt und hat in der Artikelbeschreibung geschrieben :"Zu den Bezahlungmethoden, bei Interesse an dem Artikel, bitte vorher an mich wenden!!!

Bitte bieten/kaufen Sie den Artikel nicht, wenn Sie damit nicht einverstanden sind!!!"

Der Artikel wurde verkauft und der Käufer hat eine E-Mail von meinen Bekannten bekommen, dass er entweder per Überweisung oder per Nachnahme zahlen kann, da er kein PayPal akzeptiert, weil er den Artikel in meinen Auftrag verkauft hat. Drei Tage habe ich nichts von dem Käufer gehört..
Daraufhin meldete sich der Käufer. Er schrieb mir, dass er mit Überweisung nicht einverstanden ist, aber mit dem Versand per Nachnahme, aber bei diesen Versand sollte sich der Preis auf 6,90 belaufen, also hat er den Preis runtergehandelt.
Nochmal rückbezogen gesagt, der Käufer hat sich wegen der Bezahlungmethoden nicht mit mir in Kontakt gesetzt.
Ich habe mich auf seine Bedingungen eingelassen und ich sollte den Artikel per Nachnahme an ihn senden.
Am vierten Tag nach Auktionende, an dem ich den Artikel versenden wollte, habe ich nocheinmal in mein e-Mail Postfach geschaut und habe von ihm eine e-Mail erhalten, dass er zuvor ein Bild der Rechnung von dem Artikel sehen will, da er ansonsten das Paket nicht annehmen wird. Mir wurde die ganze Sache etwas komisch und riskant, da der Artikel von hochen Wert ist und er mir gedroht hat, dass er das Paket nicht abholt. Ich habe ihn daraufhi bei eBay als "nicht bezahlten Artikel " gemeldet. Dies kann man erst tun, wenn eine Bezahlung innerhalb von vier Tagen nicht erfolgt.
Am nächsten Tag bekam ich eine e-Mail von dem Rechtsanwalt des Käufers. Er schrieb in der e-Mail, dass er mir eine Woche Zeit gibt um den Artikel an den Käufer zu senden, denn ansonsten wird er Schadensersatzansprüche erheben.
Meine Fragen diesbezüglich sind folgende:
1. Muss ich dem Käufer überhaupt die Rechnung zeigen, bevor ich den Artikel versende?
2.Der Kaufvertrag wurde über eBay abgeschlossen , gelten dann die eBay Rechte oder die normalen Verkaufsrechte? Diese Frage ist für mich essentiell wichtig, da wie ich schon vorher gesagt habe, der Käufer den Artikel nicht ordnungsgemäß innherhalb der 4 Tage bezahlt hat. Laut eBay ist es dann so, dass der Käufer eine Erinnerung bekommt, wegen nicht bezahlten Artikel und er hat dann nochmals 4 Tage Zeit, den Artikel zu bezahlen. Wenn das nicht geschieht, bekommt er von eBay eine Verwarnung und ich bekomme meine Verkaufsprovision zurückerstattet. Daraus folgt, meiner Meinung nach, dass der Verkaufsvertrag nicht abgeschlossen wurde, bzw. der Vertrag aufgehoben wurde.
Wie sehen Sie die ganze Sache?
Über eIhre Antwort wäre ich sehr dankbar.

MfG

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Sie müssen dem Käufer nicht die Rechnung zeigen, bevor der Artikel versendet wird.

Es gelten die Ebay-Rechte und die normalen Verkaufsrechte. In Ihrem Fall wurde ein Versand per Nachname vereinbart, d.h. die Bezahlung erfolgt bei Übergabe der Ware an den Käufer. Daher war die Bezahlung noch gar nicht fällig, der Käufer mußte folglich noch keine Zahlung leisten.
Der Käufer und sein Anwalt sind daher im Recht, Sie sollten die Ware übersenden.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.

Nachfrage vom Fragesteller 16.09.2010 | 00:00

Hallo,

ja das stimmt, dass eine Zahlung per Nachnahme vereinbart war. Jedoch hat der Käufer geschrieben, dass er erst das Paket nicht annimmt und so nicht bezahlt, wenn er die Rechnung nicht sieht. Deshalb hatte ich Angst das Paket zu versenden. Die Rechnung muss ich rechtlich gesehen ihm nicht zeigen,
Desweiteren hat Sie mehrmals bei meinen Bekannten angerufen und ihn beleidigt und hat einen sehr großen Aufstand gemacht.
Außerdem wollte der Käufer erst, nachdem er die Erinnerung von eBay bekommen hat,das Paket, weil er Angst vor der Verwarnung hat.
Was meinen Sie mit Ebay-Rechte und normale Verkaufsrechte gelten in meinen Fall?
Welche Schadensersatzansprüche kann der Käufer nun erheben? Muss ich ihm den Artikel zusenden, oder muss ich ihm den Wert des Artikels überweisen ( also den Kaufpreis für welchen er ihn ersteigert hat). Nachdem der Käufer nicht gezahlt hat, habe ich den Artikel an den unterliegenden Bieter bei eBay verkauft, deshalb besitze ich den Artikel nicht mehr.

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.09.2010 | 01:19

Sehr geehrte Ratsuchende,

wenn Sie den Artikel bereits weiterverkauft haben, müssen Sie Schadensersatz bezahlen, also dem Käufer die Unkosten ersetzen, die ihm bei dem Versuch entstanden sind, einen anderen gleichwertigen Artikel zu kaufen. Der Kaufpreis zählt hierbei nicht zu den zu ersetzenden Unkosten.

Mit dem Hinweis, daß Ebay- und normale Verkaufsrechte zugleich gelten, meine ich, dass eine Mahnung erst vier Tage nach Lieferungsversuch möglich gewesen ist.

Sie können versuchen, den Schadensersatzanspruch des Käufers abzuwehren, indem Sie den gegnerischen Anwalt darauf hinweisen, dass der Käufer selbst die Annahme der Sendung verweigern wollte. Wenn die Gegenseite hartnäckig ist, messe ich dem keine allzugroßen Erfolgsaussichten bei, ein Versuch könnte es auf jeden Fall wert sein.

Wenn der Verkaufsgegenstand einen hohen Wert hat, sollten Sie selbst einen Anwalt hinzuziehen.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 66475 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Schnelle und verständliche Information, besten Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr zufrieden passt ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles wie gesagt - verständlich - ausführlich - freundlich - weiter so vielen Dank ...
FRAGESTELLER