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Schadensersatz zahlen oder nicht?

| 16.07.2013 13:34 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,
habe letzte Woche einen Brief von einem Anwalt bekommen wo ich 759,- Schadensersatz zahlen soll da. Hintergrund ich bin Bereichsleiter in einem Möbelhaus, 2 meiner Verkäuferinnen verstehen sich überhaupt nicht und es kam zum eklat, worauf die eine wutenbrandt im meine Richtung kam und laut schrie "ich trete Sie die Treppe runter", weiter hat sie es angebglich noch in der Personalküche erzählt, darauf hin wurde die andere informiert die sich dann bei mir eine Bestätigung von der Aussage holte. Dann gingen beide den weg über die Anwälte, nun werde ich beschuldigt da ich es der anderen bestätigt habe das die kollegin sie die Treppe runter treten möchte " Sie haben das Vertrauen unsere Mandantin ausgenutzt und Ihrer Fürsorgepflicht nicht genügt" an den Kosten schuld zu sein. ich müsse sie bis morgen überwiesen haben. Sollte ich den betrag überweisen oder nicht, mein großes problem ist das ich keine rechtsschutzversicherung habe.

16.07.2013 | 14:14

Antwort

von


(143)
Mühltorstr. 9/1
71364 Winnenden
Tel: 07195/589260
Web: http://www.rems-murr-kanzlei.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Zunächst einmal beinhaltet die sog. Fürsorgepflicht unter anderem drei Pflichten:

a)
Die Pflicht Schutzmaßnahmen einzurichten: Der Arbeitgeber hat den Arbeitsplatz so einzurichten, dass der Arbeitnehmer keine Schäden an Gesundheit oder Eigentum erleidet.

b)
Die Pflicht des Schutzes der Persönlichkeit: Der Arbeitgeber hat die Persönlichkeit des Arbeitnehmers zu achten und vor Eingriffen zu schützen (z.B. Schutz vor Mobbing oder sexueller Belästigung).

c)
Die Gleichbehandlungspflicht: Die Gleichbehandlungspflicht verbietet dem Arbeitgeber willkürliche Schlechter- oder Besserstellung einzelner Arbeitnehmer gegenüber anderen Arbeitnehmern in vergleichbarer Lage.

Ohne genaue Kenntnis des Inhalts von dem Schreiben des Kollegen, der Sie zur Zahlung auffordert, ist hier eine genaue Einschätzung sehr schwierig.

Grundsätzlich kann die Verletzung der Fürsorgepflicht einen Schadensersatzanspruch beim Verletzten auslösen.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, haben Sie lediglich das Bestätigt, was Sie selber auch gehört haben. Insofern kann ich eine willkürliche Handlung Ihrerseits nicht erkennen. Auch kann ich unter Zugrundelegung der reinen Bestätigung auch keine Verletzung der Persönlichkeit erkennen. Die Dame hat ja laut geschrien, und Ihnen nichts im Vertrauen übermittelt.

Ausgehend von Ihrer Schilderung würde ich eine Verletzung der Fürsorgepflicht und damit die Pflicht zur Zahlung eines Schadensersatzes verneinen.

Zudem muss der Kollege in seinem Schreiben Ihnen erläutern, wie sich dieser Schadensbetrag zusammensetzt.

Wenn Sie die Kosten für eine professionelle Hilfe in diesem Fall scheuen, rate ich Ihnen den Kollegen selbst anzuschreiben, und eine Verletzung der Fürsorgepflicht zurückzuweisen. Weisen Sie ihn daraufhin, dass Sie lediglich eine Bestätigung hinsichtlich einer Aussage gegeben haben, die sowieso "laut geschrien" wurde.

Ich weise dennoch daraufhin, dass es mir ohne Kenntnis des genauen Inhalts des Schreibens kaum möglich ist, hier eine abschließende Einschätzung abzugeben, wie hoch das sog. Prozessrisiko wäre - also die Wahrscheinlichkeit, dass die Gegenseite den Betrag gegebenenfalls gerichtlich geltend macht.

Insofern würde ich Ihnen raten, im Rahmen einer Erstberatung dieses Schreiben professionell prüfen zu lassen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen und Weglassen von Informationen zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann. Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.

Gerne steht Ihnen unsere Kanzlei für eine weitergehende Beratung oder Vertretung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
-Philipp Wendel-
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 16.07.2013 | 14:30

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RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Medizinrecht, Verkehrsrecht, Miet und Pachtrecht