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Schadensersatz wegen Ablösung der Dachschiefer?

| 17.07.2012 18:44 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Hallo liebe Anwälte,

ich habe folgenden Sachverhalt:

Es war windig in der Nacht. Von einer Dachgaube oberhalb meiner Terasse löste sich mindestens
eine Schiefernplatte, die meine Kettler-Liege beschädigte (Defekte Armlehne).
Ich melde den Schaden am Dach und an der Liege meinem Vermieter. Der bestellt nach 14 Tagen
einen Dachdecker, der die fehlenden Schieferplatten ersetzt. Den Schaden der Liege soll die Versicherung prüfen. Die hat nun geprüft das der Vermieter nur eine Gebäudeversicherung hat und die nicht für den Schaden an der Liege eintritt, sondern nur für das defekte Dach. Das habe ich verstanden.
Er hätte noch eine andere Versicherung abschließen können (Muss er aber nicht).

Hat er aber nicht und will nun auch nicht persönlich für den Schaden der neuen Liege von 97,81€ einstehen. Ich müsste Ihm also, dem Vermieter ein Verschulden nachweisen.

Dummerweise trage ich jetzt solange ich in der Wohung bleibe, immer wieder das Risiko, wenn etwas vom Dach auf meine gemietete Terasse fällt, das ich oder meine Hausratversicherung den Schaden begleichen muss?

Der Vermieter läuft lachend davon?...

Nun meine Frage:

Wie kann ich ein Verschulden nachweisen?

Mir ist eingefallen, das der Vermieter persönlich vor 5 Wochen alle Fenster- und rahmen der
oberen Wohnung erneuert hat und durch das hämmern und befestigen von innen sich die Schifferplatten ein wenig gelöst haben. Der kleinste Windstoss ausreichte um sie gänzlich zu lösen.

Auch scheinen mir nach der Reparatur nicht alle Schieferplatten ordentlich platziert zu sein.

Soll ich vorsorglich den Vermieter darauf Aufmerksam machen?
Wenn er nicht nachbessert hätte ich bis zum nächsten Schaden etwas in der Hand?

Vielen Dank für die Beantwortung.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworten darf.

Bitte beachten Sie vorab, dass meine nachstehenden Ausführungen nur eine erste rechtliche Einschätzung auf der Grundlage Ihrer Angaben darstellen können.

In Betracht kommt ein Anspruch auf Schadensersatz aus § 836 BGB gegen den Hauseigentümer. Dann müssten Sie beweisen, dass die Ablösung der Dachschiefer die objektive Folge der fehlerhaften Errichtung oder mangelhaften Unterhaltung war. Da Dachschiefern auch Wind aushalten müssen, wird dieser Beweis leicht zu führen sein, im Zweifel durch ein Sachverständigengutachten.

Der Vermieter müsste dann beweisen, dass ihn daran kein Verschulden trifft, er also seiner Sorgfaltspflicht genügt hat.

Also: Sie müssen die objektive Kausalität beweisen, dass der Schaden eingetreten ist, weil die Dachschiefer nicht ordnungsgemäß befestigt war - der Vermieter muss beweisen, dass ihn daran kein Verschulden trifft.

Ob sich für 97 EUR ein solcher Rechtsstreit lohnt, müssen Sie selbst wissen. Sie können aber natürlich die 97 EUR von der Miete in Abzug bringen - dann ist der Vermieter in Zugzwang und die Entscheidung, ob er die Sache vor Gericht bringt, liegt bei ihm.

Was die weiteren Schieferplatten angeht, sollten Sie UNBEDINGT den Vermieter darauf hinweisen, dass diese Ihrer Meinung nach nicht ordentlich befestigt sind - dann wird ihm bei einem weiteren Schaden die Widerlegung der Vermutung, dass der Schaden von ihm verschuldet wurde, kaum möglich sein, wenn er auf Ihren Hinweis hin untätig bleibt.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Für eine weitergehende Beratung und Vertretung Ihrer Interessen stehe ich gerne zur Verfügung.

Bitte kontaktieren Sie mich dazu über die unten genannte Rufnummer bzw. E-Mail-Adresse.



Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schwartmann
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 23.07.2012 | 17:04

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Könnte ich Ihr Honorar und die Kosten der Liege
verrechnen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.07.2012 | 20:44

Besten Dank für die freundliche Bewertung!

Die Beratungskosten werden Sie nur verrechnen können, wenn er mit der Erstattung des Schadens in Verzug gewesen ist. Die Kosten der Liege werden Sie aber als direkten Schadensersatz verrechnen können.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 23.07.2012 | 17:05

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