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Schadensersatz nach Fristversäumnissen


28.11.2017 02:41 |
Preis: 30,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von



Guten Tag,
in einem Rechtsstreit hat die Gegenseite zur Durchsetzung ihrer Forderung Klage am AG erhoben. Mein Anwalt riet mir zur Klageabweisung und stellte mir "sehr gute Chancen" in Aussicht.
Nach seiner Beauftragung beantragte er Klageabweisung und Fristverlängerung um 2 Wochen für die Erwiderung, mich bat er um weitere Informationen zum Vortrag der Gegenseite. Diese stellte ich ihm unmittelbar schriftlich zur Verfügung. Danach hörte ich nichts mehr von ihm. Auf telefonische Nachfrage einen Monat nach der Zustellung der Klage eröffnete mir mein Anwalt erstaunt, dass ein Urteil zu meinen Ungunsten ergangen sei. Ich bat ihn, mir die an den Gegner zu zahlende Gesamtsumme zu nennen, entsprechende Aufstellung versprach er mir, schickte sie mir jedoch nicht zu. Zudem bat ich erfolglos um Übersendung der Klageerwiderung.

In den folgenden Wochen wandte ich mich mehrfach telefonisch und schriftlich an ihn, um die Sache zu begleichen. Nach drei Wochen erhielt ich kommentarlos das Urteil - aus der Urteilsbegründung ist zu schließen, dass es nie eine Klageerwiderung gab. Zudem vollstreckte die Gegenseite nun ihren Titel per Gerichtsvollzieher, was mit entsprechenden Kosten verbunden war.
Einige Wochen später drohte die Gegenseite mit erneuter Vollstreckung wegen eines nicht beglichenen KFB, der meinem Anwalt zugestellt worden sei. Dieser wurde von meinem Anwalt weder an mich noch an meine RSV, die eine Deckungszusage gegeben hatte, weitergeleitet.
Schriftlich forderte ich unter Fristsetzung meinen Anwalt zur Stellungnahme auf, ob es eine Klageerwiderung gab, warum er mich nicht über meine Zahlungsverpflichtung unterrichtete und warum er den KFB nicht an die RSV weitergeleitet hat. Zudem forderte ich ihn auf, seine berufliche Haftpflichtversicherung zu informieren, dass ich Schadensersatz für den mir entstandenen Schaden fordere. Auch darauf gab es keine Antwort. Auch Anfragen der RSV blieben unbeantwortet.
Ich gehe davon aus, dass eine mehrfache Verletzung anwaltlicher Pflichten vorliegt, eine entsprechende Beschwerde bei der Kammer ist anhängig.
Ist es sinnvoll, hier Schadenersatz zu fordern a) für die entstanden Gerichtsvollzieherkosten und b) für die Forderung gegen mich aus dem Urteil, das wahrscheinlich aus einer nicht erfolgten Klageerwiderung resultiert? Ich kann kaum entscheiden, ob das Urteil bei entsprechender Erwiderung anders ergangen wäre und kann mich da nur darauf berufen, dass der Anwalt "gute Chancen" eingeräumt hat.
Schon jetzt vielen Dank für Ihre Einschätzung.
28.11.2017 | 06:28

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Änderungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Es ist nicht möglich von dieser Seite eine abschließende Bewertung Ihres Sachverhaltes vorzunehmen. Insbesondere kann natürlich keine Einschätzung über das eigentliche Verfahren erfolgen.
Ein Anwalt haftet für den Schaden der kausal auf seinen Pflichtverletzungen beruht. Kausal heißt ursächlich. Wenn der Kollege Ihnen gute Chancen eingeräumt hat, heißt das nicht dass Sie sicher gewonnen hätten. Sie sollten hier einen Anwalt aufsuchen der Sie weiter berät und auch das weitere Vorgehen mit Ihnen abspricht.
Auf dem Pflichtversäumnis des Kollegen beruhen aber jedenfalls die Gerichtsvollzieherkosten. Diese sind nur aufgrund fehlender Information seitens des Kollegen entstanden.
Sie sollten vor Tätigwerden noch einmal mit Ihrer RSV sprechen, welche Kosten nunmehr von Ihr übernommen werden. Schildern Sie dabei die Umstände, möglicherweise schließt Sie sich Ihrer Klage an, jedenfalls kann Sie Ihnen aber einen kompetenten Kollegen benennen der Sie bezüglich des ursprünglichen Verfahrens berät.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfrageoption.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


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