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Schadensersatz für Folgeschäden nach Einbau eines Moduls an einer Haustelefonanlage

22.07.2018 12:29 |
Preis: 49,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Mithaftung von Elektriker und Händler sowie eigenes Mitverschulden bei einem Feuchtigkeitsschaden eines Pakets, was auf den Schaden des Inhalts hindeuten kann

Guten Tag,

aufgrund einer technischen Umstellung beim Telefonanbieter (Umstellung auf VoIP bei der Telekom) musste eine seit langem bestehende Haustelefonanlage mit einem Modul aufgerüstet werden. Da die Haustelefonanlage schon sehr alt ist, wird das entsprechende Modul nicht mehr hergestellt. Bei ebay konnte ich allerdings im März 2018 ein entsprechendes Modul für ca. € 50,- bei einem gewerblichen Händler als neu kaufen. Im Beschreibungstext wurde ein Lagerschaden an der Verpackung erwähnt, es wurde keinerlei Einschränkung der Funktion beschrieben ("neu", "absolut zuverlässiges Produkt"). Nach Erhalt zeigte sich, dass die Umverpackung aus Karton deutlich beschädigt war, die Schäden deuten auf starke Feuchtigkeit hin. Die Innenverpackung des Moduls aus Kunststofffolie wies keine Schäden auf.

Beim Einbau des Moduls durch einen örtlichen Elektriker im April 2018 erhitzte sich das Modul sehr stark. Anschließend war die Haustelefonanlage nach Meinung mehrerer Elektriker irreparabel defekt. Die Kosten für eine Neuinstallation betragen ca. € 1000,-, selbst dabei ist nicht mehr die volle Funktionalität der Haustelefonanlage wiederhergestellt (die originalen Ersatzteile sind nicht mehr verfügbar).

Es ist unklar, warum der Schaden entstand. Möglich ist, dass das Bauteil defekt war oder dass der Elektriker beim Einbau einen Fehler gemacht hat. Der Elektriker beruft sich darauf, dass das Modul defekt war, das er in unserem Auftrag eingebaut hat. Zum Händler des Moduls habe ich noch keinen Kontakt aufgenommen.

1. Besteht eine Möglichkeit, entweder den Händler oder den Elektriker für den Schaden haftbar zu machen? Wenn ja, wie müsste dabei vorgegangen werden?
2. Kann ich das Modul reklamieren? Wenn ja, Wie soll ich bei der Reklamation des Moduls am besten vorgehen?

Beste Grüße

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Beides wird leider recht schwer werden und nicht ohne Sachverständigengutachten ablaufen können – im Einzelnen:

Zunächst einmal müsste man genauer technischerseits feststellen, inwiefern das Gerät fehlerhaft war und der Schaden dadurch entstehen konnte.

Das kann natürlich schon beim Händler geschehen sein, zumal schon die Umverpackung Feuchtigkeitsschäden aufwies.

Jedenfalls wird man sagen müssen, dass man da sowohl den Händler als auch Elektriker schon vor dem Einbau darauf hätte hinweisen müssen, vorbei aber auch der Elektriker selbst das Gerät begutachten muss, was er einbaut. Hier wird man jedenfalls von einem Mitverschulden Ihrerseits leider ausgehen können, wobei sich dann die Frage gestellt, wie hoch das zu bewerten ist.

Gegenüber dem Händler stellt sich eine ähnliche Problematik.

Ganz wichtig ist aber, dass man herausfindet, ob es eine Kausalität (Ursächlichkeit) zwischen dem gibt, was Sie beim Öffnen des Pakets vorgefunden haben und ob schon da ein Schaden vorlag beziehungsweise ob man als Laie das zum damaligen Zeitpunkt überhaupt erkennen konnte.

Erfahrungsgemäß wird sowohl der Händler als auch der Elektriker sich da querstellen.

Ohne Sachverständigengutachten wird man hier aber rechtlich nicht weiterkommen, da die oben genannten Fragen so erst einmal geklärt werden müssen.

Erst wenn das erledigt ist und wenn die Kosten des Sachverständigengutachtens im gesunden Verhältnis zur Sache an sich stehen, wird man entweder den Händler beziehungsweise Elektriker in Mithaftung nehmen können.

Sollte sich zum Beispiel herausstellen, dass weder für Sie noch für den Elektriker der Schaden so erkennbar war und eventuell sogar ein anderer Mangel des Gerätes vorlag, der nichts mit dem Feuchtigkeitsschaden des Pakets etc. zu tun hatte, dann können die Sachverständigenkosten auch als Schadensersatz mit angesetzt werden.

Sollte also kein technisches Gutachten vorliegen, wird es keinen Sinn ergeben, weiter gegen den Händler oder Elektriker vorzugehen.
Das (Kosten-)Risiko, dass das erst im Gerichtsprozess geklärt wird, ist zu hoch, zumal man nicht wüsste, wenn man verklagen müsste.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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