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Schadensersatz bei Kaufvertrags-Rückabwicklung Neubau über Bauträger

19.10.2015 10:59 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Holger Traub, Dipl. Kfm.


Meine Lebensgefährtin und ich haben im Frühjahr 2016 über einen Bauträger ein Neubau-Reihenhaus erworben. Alle Beurkundungen und Verträge sind erfasst und unterzeichnet.
Der Bauträger hatte vorab von der Stadt eine Vorabgenehmigung für die Bebauung eingeholt. Durch eine nachträgliche Überprüfung (auf Hinweis eines Anwohners) der Stadt wurde festgesellt, dass vor ca. 50 Jahren auf dem Grundstück des Gesamtprojekts ein unterirdischer Bachlauf in Rohre verlegt wurde (war vorher nicht bekannt). Durch die daraus resultierenden Vorgaben der Stadt musste der Bauträger das Projekt nun umplanen.
Durch die Umgestaltung des Projekts wurden den jeweiligen Immobilien neue Grundstücke zugewiesen. Unser bisheriges Grundstück von 292qm wurde durch die Neuanordnung um 70qm verkleinert!!! An dem Grundriss des Reihenhaus hat sich nichts verändert, dieses ist lediglich versetzt worden. Allerdings wird durch das Versetzen der Immobilie jetzt der ursprüngliche Blick ins Grüne verwehrt und ein Sichtschutz des angrenzenden Grundstück vor die Nase gesetzt.

Sollten wir uns mit dem Bauträger nicht einigen können, besteht die Möglichkeit für die Rückabwicklung des Kaufs. Dies wurde auch vom Bauträger bereits bestätigt.
Bei einer Rückabwicklung entstehen uns vor allem hohe Kosten seitens der finanzierenden Bank (Vorfälligkeitsentschädigung). Bisher wurden noch keine Zahlungen aus den Darlehen an den Bauträger getätigt, die Gelder stehen nur bereit.

Unsere Frage: Besteht Schadensersatzanspruch gegenüber dem Bauträger bzgl. der Vorfälligkeitsentschädigung der Bank und welche Ansprüche können noch geltend gemacht werden?

Wir wissen leider nicht, was uns bei einer Rückabwicklung erwartet.
Vielen Dank für Ihre Hilfe.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie können neben Ihrem Rücktrittsrecht auch das Recht auf Schadensersatz geltend machen. Der Schadensersatz zielt darauf ab, Sie so zu stellen, wie Sie stehen würden, wenn das schädigende Ereignis nicht eingetreten wäre. Hätte Ihnen hierauf aufbauend der Bauträger nicht den Baumangel am Grundstück verschwiegen, hätten Sie - je nach Ihrer Willensäußerung - das Grundstück und die Immobilie nicht (zu dem Preis) gekauft. Somit hätten Sie auch den immobilienbezogenen Kredit bei der Finanzierungsbank nicht aufgenommen und eine Vorfälligkeitsentschädigung wäre Ihnen nicht entstanden. Dies umfasst auch sämtliche weitere Kosten, die sich unter die vorgenannte Definition fassen lassen, bis ggf. hin zur Beauftragung eines Rechtsanwalts zur Abwicklung des geschilderten Sachverhalts.

Zunächst sollten Sie sich darüber klar werden, ob Sie das Grundstück und die Immobilie unter den gegebenen Voraussetzungen behalten wollen. Sollte dies der Fall sein, wäre ggü. dem Bauträger eine erhebliche Minderung geltend zu machen und sämtliche bislang angefallenen Kosten dem Bauträger im Wege eines zu schließenden Vertrages aufzulegen.

Sollten Sie sich endgültig für eine Rückabwicklung entscheiden, hätte Sie der Bauträger vereinfacht gesagt so zu stellen, wie wenn Sie Ihm nie begegnet wären. Die exakten Schadenspositionen sind jedoch am Einzelfall zu prüfen, aufzustellen und entsprechend geltend zu machen.

Ich empfehle Ihnen, in beiden der vorgenannten Fällen einen Rechtsanwalt zu konsultierien, der Ihre Interessen wahrnimmt, so dass eine Übervorteilung des Bauträgers zu Ihrem Nachteil vermieden wird.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
Rechtsanwalt


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