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Schadensersatz bei Eintrittskarten

25.07.2008 09:42 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes


Meine Verlobte hat auf eBay zwei Karten für ein Heimspiel von Werder Bremen verkauft. Bei diesen Karten handelt es sich um Karten von Fördermitgliedern, mit denen man i.A. ohne Weiteres eingelassen wird.

Nach dem Spiel hat sich der Käufer aber beschwert. Er sei nicht in das Stadion gelassen worden, weil er sich nicht als Fördermitglied ausweisen konnte. Um das Spiel dennoch sehen zu können, hat er vor dem Stadion Karten vom Schwarzmarkt erworben. Es war für uns offensichtlich, das ein Schadensersatz fällig wird. Wir wissen, dass Werder Bremen Karten von Fördermitgliedern gegen eine Gebühr von 15€ aufwertet. Dieser Vorgang ist häufig und auch problemlos, weil der Verein kein Interesse daran hat, arglose Käufer von Tickets zu bestrafen. Dem Käufer wurde daher nach seiner Beschwerde angeboten, diese Gebühr als Schadensersatz zu bezahlen.

Dieses Angebot hat er nicht angenommen und beharrt darauf, dass wir ihm die Schwarzmarktkarten (von denen nur er weiß, wieviel er dafür bezahlt hat) sowie die Kosten für seinen Anwalt zahlen. Kann er als Schadensersatz die Bezahlung eines Betrags, für den es keinen Nachweis gibt, verlangen? Wir wissen nicht, wieviel er für die Tickets auf dem Schwarzmarkt wirklich gezahlt hat. Wahrheitswidrig behauptet er, dass das Spiel ausverkauft war, und dass man auf dem Schwarzmarkt deshalb besonders hohe Preise zahlen musste. Wir finden, dass er lediglich einen Anspruch auf das Geld hat, das ihm angeboten wäre, das für die Kosten für eine Aufwertung des Tickets fällig wäre.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Der Käufer ist in der Tat verpflichtet, die Höhe seiner Forderung nachzuweisen. Er hat weiter die Verpflichtung, den Beweis zu erbringen, dass es ihm nicht möglich war, eine Eintrittskarte zu regulären Bedingungen zu kaufen, da das Spiel ausverkauft gewesen sein soll; andernfalls hat er durch den Kauf auf dem Schwarzmarkt gegen seine Schadensminderungspflicht verstoßen. Da Quittungen auf dem Schwarzmarkt regelmäßig nicht erteilt werden, sollten Sie dem Käufer die Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem regulären Preis der Eintrittskarte als Ersatz anbieten.

Die Kosten des Käufers für die Einschaltung seines Rechtsanwalts werden Sie aufgrund Ihrer Pflichtverletzung indes erstatten müssen. Ich gehe davon aus, dass diese Kosten auch durch eine Kostennote des Rechtsanwaltes nachgewiesen sind/werden können.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick in der Sache verschafft zu haben. Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 25.07.2008 | 11:02

Sehr geehrter Herr Matthes,

vielen Dank für Ihre Antwort. Eine kleine Nachfrage hätte ich aber noch: Sie schreiben, wir sollten "dem Käufer die Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem regulären Preis der Eintrittskarte als Ersatz anbieten". Welcher Kaufpreis ist gemeint? Der Preis, den der Käufer meiner Verlobten gezahlt hat? Mit dem regulären Preis wäre dann der reguläre Preis der vom Käufer auf dem Schwarzmarkt erworbenen Karte gemeint, oder?

Vielen Dank für die Klarstellung.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.07.2008 | 11:09

Sehr geehrter Fragesteller,

bitte entschuldigen Sie meinen Denkfehler; ich habe nicht berücksichtigt, dass der Käufer bereits an Ihre Verlobte gezahlt hatte.

In diesem Fall ist dann der volle Kaufpreis der regulären Eintrittskarte zu erstatten, nicht nur die Differenz. Andernfalls müsste der Käufer den an Ihre Verlobte gezahlten Kaufpreis doppelt zahlen, was angesichts der von Ihnen eingeräumten Pflichtverletzung nicht sachgemäß ist.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

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