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Schadensersatz bei Copyrightverletzung


18.01.2005 11:58 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



In unserem Vertrieb wird seit einger Zeit ein Buch zur Werbung von Kunden eingesetzt.

Das Buch ist z.Zt. vergriffen und ich erhielt vor einigen Tagen per email eine PDF-Version dieses Buches.

Ohne darüber nachzudenken und ohne das PDF anzuschauen leitete ich das PDF am ca. 10 meiner Vertriebspartner weiter mit dem Hinweis, daß sie dieses Buch als Werbemittel benutzen und beim Autor bestellen sollen.

Daraufhin haben diese 10 Partner über 20 Bücher bestellt.

Einige Tage später erhielt ich vom Anwalt des Autors eine Unterwerfungserklärungen, eine Schadensersatzforderung über 100.000 € sowie eine Kostennote über 2.300 € wegen Verletzung des Copyrights.

Ich habe inzwischen schon mit dem Autor telefoniert. Seine Rechnung sieht so aus: Meine 10 Email-Empfänger werden das email auch weiterleiten, so daß min. 20.000 Personen sein Buch als PDF erhalten und nichtmehr bestellen werden. Schaden pro Buch: 5,--

Tatsache ist aber, daß jeder ernsthafte Vertriebspartner sich ein paar Exemplare des Buches bestellt, da er es zu Werbezwecken benötigt. Mit einer selbst ausgedruckten PDF-Datei kann niemand Werbung machen.

Fragen:
1. Habe ich wirklich "schuldhaft" gehandelt, so daß Schadensersatzansprüche bestehen??
2. Falls ja, wie hoch ist der Schaden?? Ich gehe davon aus, daß der Autor sogar einen NUTZEN aus meiner Weiterleitung hat, da meine 10 Partner bereits über 20 Bücher bestellt haben...

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sofern der Autor Inhaber des Urheberrechtes ist, steht ihm das Recht zu, darüber zu entscheiden, wie sein Werk verwertet und vertrieben bzw. verbreitet wird. Durch die Weiterleitung des Buches als PDF an 10 Personen, haben Sie dieses Recht des Autors verletzt.

Der Rechteinhaber kann Sie gem. § 97 Abs. 1 UrhG auf Schadensersatz in Anspruch nehmen, wenn Ihnen Vorsatz oder Fahrlässigkeit zur Last fällt. Dies ist dann der Fall, wenn Sie das Urheberrechte des Autors kannten oder hätten kennen müssen und es trotzdem verletzt haben. Das Motiv für die Verletzung des Urheberrechts bleibt dabei außen vor. Sie hätten zuvor die Genehmigung des Autors einholen müssen.

Grundsätzlich dürfte also ein Schadensersatzanspruch bestehen.

Allerdings habe ich Bedenken hinsichtlich der behaupteten Schadenshöhe. Daß das Buch über Ihre 10 Empfänger nun 20.000 Leser bekommen wird, halte ich für fragwürdig. Hier sollte versucht werden, mit den Anwälten des Autors zu einer vernünftigen Regelung zu kommen, wobei auch der von Ihnen aufgeworfene Aspekt der Werbung für das Buch berücksichtigt werden sollte.

Ich empfehle Ihnen daher, die Unterwerfungserklärung zu unterschreiben, aber ausdrücklich die Regelung über die Kosten bzw. den Gegenstandswert zu streichen, und mit anwaltlicher Hilfe zu versuchen, eine Reduzierung der Kosten zu erzielen.

Ich hoffe Ihnen mit meiner Auskunft zunächst geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

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