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Schadensersatz Mietwagen bei verstorbenem Mieter

| 15.02.2016 15:38 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Winkler


Zusammenfassung: Gemäß § 1922 BGB treten die Erben auch in sämtliche Schulden des Erblassers aus Vertragsverhältnissen, wie zum Beispiel einem Mietvertrag über ein Auto, ein. sofern der Erblasser weder Nachkommen hat noch verheiratet war und auch kein Testament errichtet hat Erben die Eltern gemäß § 1925 BGB.

Hallo,

ich betreibe eine Autovermietung und habe ein Fahrzeug mit einer gewissen Anzahl an Freikilometern an einen Kunden vermietet. Der Kunde bezahlte bei der Abholung 5000,- EUR Mietpreis zzgl. 2500 EUR Kaution.

Heute morgen ist der Kunde jedoch verstorben, das Fahrzeug hat einige Schäden sowie erhebliche Mehrkilometer, sodass die Kaution nicht zur Deckung reicht.

Die vereinbarte Selbstbeteiligung in der Teil- und Vollkaskoversicherung beträgt 2500 EUR. Die Schäden belaufen sich auf 690 EUR, der Preis für die gefahrenen Mehrkilometer liegt bei 5936,- EUR.

Müssen die Eltern des Kunden für den entstandenen Schaden haften? Der Kunde war 21 Jahre alt, der Mietvertrag läuft natürlich nur auf den Kunden.

Sehr geehrter Fragesteller,

Lassen Sie mich Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Für den Schaden, wie auch für alle anderen Ansprüche aus dem Vertrag, haftet/haften jetzt der oder die Erben des verstorbenen Kunden. Gemäß § 1992 BGB treten diese auch in sämtliche Verpflichtungen des Verstorbenen aus Verträgen ein.

Wer hier im konkreten Fall Erbe geworden ist kann ich Ihnen natürlich mangels Angaben nicht sagen. Wenn der Verstorbene kein Testament oder Erbvertrag errichtet hatte, dann wären gesetzliche Erben zunächst seine Nachkommen und daneben der Ehegatte.

Wenn der Verstorbene keine Nachkommen hat und auch nicht verheiratet war, dann erben die Eltern als gesetzliche Erben zweiter Ordnung gemäß § 1925 BGB. Sie sollten sich also mit Ihren Ansprüchen zunächst an diese wenden. Sofern unklar ist, wer hier Erbe geworden ist, können Sie als Gläubiger beim zuständigen Nachlassgericht auch einen Erbschein zur Klärung dieser Frage beantragen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 15.02.2016 | 17:52

Haben die Eltern die Möglichkeit das Erbe abzulehnen und somit der Zahlungsverpflichtung zu entgehen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.02.2016 | 19:16

Sehr geehrter Fragesteller,

Lassen Sie mich Ihre Nachfrage wie folgt beantworten:


Ja, die Eltern können (wie jeder Erbe) das Erbe auch in einer gewissen Frist, nämlich sechs Wochen ab Kenntnis, ausschlagen. Wenn alle infrage kommenden Erben ausschlagen erbt dann zu guter Letzt der Staat.


Mit freundlichen Grüßen,

Lars Winkler
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 15.02.2016 | 16:07

Oben muss es statt § 1992 BGB § 1922 BGB heißen, da hat sich ein Tippfehler eingeschlichen.

RA Lars Winkler

Bewertung des Fragestellers 15.02.2016 | 15:58

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 15.02.2016 5/5,0
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