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Schadensersatz Miete bei fristloser Kündigung

24.03.2021 10:21 |
Preis: 47,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Guten Tag,

Ich habe meinen Wohnungsmietvertrag Ende Januar zum 30.04.2021 fristgerecht gekündigt.

Am 16.02.2021 erhielt ich eine fristlose Kündigung von dem Anwalt meines Vermieters, da ich die Miete für die Monate Januar und Februar nicht gezahlt hatte. Die Aufforderung: Auszug bis zum 28.02.2021.

Ich bin dieser Aufforderung nachgekommen und die Schlüsselübergabe erfolgte am 26.02.2021.

Sehr zeitnah hat mein Vermieter einen Nachmieter gefunden, sodass er ihm am 06.03.2021 bereits den Schlüssel zur Wohnung übergab und der neue Mieter schon am 10.03.2021 einzog.

Die Mieten für die Monate Januar und Februar hatte ich bereits beglichen und auch die Anwaltskosten die errechnet wurden auf Basis von 12 Kaltmieten als Streitwert. (12 x 432€ Kaltmiete)

Nun habe ich ein Schreiben erhalten das der Vermieter einen Schadensersatzanspruch für die Miete des Monats März geltend machen will, da der neue Mieter erst ab dem 01.04.2021 miete zahlen wird (dieser wohnt aber wie oben schon geschrieben, seit dem 10.03.2021 in der Wohnung).

Ich habe dem Anwalt kontaktiert und angeboten für die Zeit vom 01.03.-07.03.2021 aufzukommen, was er aber ablehnte und für den vollen Monat den Mietausfall verlangt.


Nun meine Fragen.
Frage 1:
Ist dieser Schadensersatzanspruch rechtens und ich Zahle sozusagen die Miete für den neuen Mieter, weil er erst ab dem 01.04.2021 miete zahlt ?

Frage 2:
Wird der Streitwert grundsätzlich bei einer fristlosen Kündigung auf Basis der 12 Monatskaltmieten berechnet? Oder wäre es richtig diese vom 01.01.2021 bis zur von meiner Seite geschrieben Fristgerechten Kündigung zum 30.04.2021 (Also 4 Monate).

Wie sollte ich vorgehen? Den Schadensersatz von einer Kaltmiete Zahlen oder doch über einen Anwalt dagegen angehen? Gibt es Paragraphen zu so einem Fall?

Vielen Dank im Voraus und Gruß

24.03.2021 | 11:59

Antwort

von


(2004)
Brandsweg 20
26131 Oldenburg
Tel: 0441-7779786
Web: http://www.jan-wilking.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Gemäß § 254 BGB muss sich der Vermieter im Rahmen der Schadensminderungspflicht um die Minderung des Mietausfallsschadens bemühen (vgl. z.B. BGH, Urteil vom 16.02.2005 - XII ZR 162/01). Insbesondere wenn ihm die Mietsache durch den Mieter zurückgegeben und das Mietverhältnis beendet worden ist, hat sich der Vermieter um eine Anschlussvermietung zu bemühen (OLG Düsseldorf WuM 2001, 608). Wenn in Ihrem Fall am 10.03. ein Nachmieter eingezogen ist und der Vermieter keine plausiblen Gründe vorweisen kann, weshalb dieser erst ab dem 01.04. Miete zahlt, dann muss sich der Vermieter diese Nutzung anrechnen lassen und Sie brauchen für diesen Zeitraum keinen Mietausfallschaden zahlen.

2. Der Streitwert einer außerordentlichen fristlosen Kündigung richtet sich nach § 41 Abs. 2 GKG, auszugehen ist grundsätzlich vom Jahresbetrag der Nettomiete. Etwas anderes gilt aber gemäß Absatz 1 dieser Vorschrift, wenn der auf die streitige Zeit entfallende Betrag geringer ist. Wenn es hier keine Anhaltspunkte dafür gab, dass Sie nach Beendigung durch Ihre Kündigung nicht zum Ablauf des Aprils räumen werden, wäre hier ja nur der Zeitraum zwischen Beendigung des Mietverhältnisses durch fristlose Kündigung und durch ordentlichen Kündigung streitig, also zwei Monatsmieten als Streitwert angemessen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

ANTWORT VON

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