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Schadensersatz, da Kauf durch Käufer nicht zustande gekommen ist.

27.01.2010 23:33 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


01:29

Hallo,

im Internet habe ich eine Karosse zum Verkauf angeboten, und dem Käufer auch schriftlich per Mail mitgeteilt, dass er sie zum vereinbarten Preis abholen kann. Leider ist die Karosse am Samstag davor von der Werkstatt, wo ich sie eingelagert habe, zum Verschrotten weggebracht und auch verschrottet worden.

Das habe ich am Montag Mittag erfahren, als ich der Werkstatt mitteilen wollte, dass die Karosse abgeholt wird. Davor am Montag war es mir leider nicht möglich, den Käufer zu benachrichtigen, da ich auf einem Überlandsflug von den USA war. Darauf hin habe ich den potenziellen Käufer angerufen, der jedoch war schon 200 km vor dem Zielort und hatte schon über 450 km Anreise mit einem Hänger hinter sich.

Ich bot ihm darauf hin an, dass ich ihm mit 75 Euro entgegenkommen möchte, das lehnte er ab.

Für ihn ist durch mein Angebot und durch sein Bestätigung ein rechtswirksamer Kaufvertrag nach § 433 BGB mit der GbR enstanden.

Er erklärt mir per Mail, dass er nicht auf der Erfüllung des Kaufvertrages besteht, sondern eine angemessene Aufwandsentschädigung erwartet, da ich bzw unsere GbR das Nichtzustandekommen der Eigentumsübertragung zu verantworten habe bzw. hat.

Seinen Aufwand beziffert er genau: 900 km Fahrtkosten mit Hänger, Anfahrt und zwei Personen, da sein Kollege sich extra noch freigenommen hat.

Dies hat er noch mit einer Frist von einer Woche untermauert, wo ich bei ihm melden soll, um ihm ein passendes Angebot zu unterbreiten.

Muss ich dem potenziellen Käufer überhaupt was anbieten, und hat er tatsächlich Recht auf die Aufwandsentschädigung und wenn ja, wie hoch muss die sein?

Die Werkstatt möchte ich außen vorlassen, da ich mit dem Besitzer befreundet bin und es ja auch meine Schuld war, ihn nicht vorzeitig zu informieren...

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

28.01.2010 | 00:44

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und gemäß der Höhe Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Der Käufer hat in der Tat einen Anspruch auf Aufwandsentschädigung, da er den Aufwand im Vertrauen auf die Erfüllung des Vertrages tätigte.

Allerdings müssen Sie nur den Aufwand entschädigen, den der Käufer zurecht tätigte und der nicht übermäßig ist.

Dazu gehört der Aufwand für die Fahrt mit Auto und Hänger.

Der Aufwand der zweiten Person gehört nur dazu, wenn dieser für den Transport notwendig war.

Die Höhe des Anspruches kann ich von hier aus schlecht beurteilen, es sind aber zumindest die Benzinkosten und der Fahrzeugverschleiß des Käufers zu ersetzen. Sie sollten entsprechende Belege fordern oder sich mit dem Käufer auf eine Kilometerpauschale einigen.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.


Rückfrage vom Fragesteller 28.01.2010 | 01:10

Das versteh ich nicht, das ist ein Aufwand, den er in jedem Falle gehabt hätte, egal, ob es zum Kauf kommt oder eben nicht. Zumal das nicht beabsichtigt war, sondern ein Versehen meinerseits war. Wo wird das aus dem BGB ersichtlich, dass ihm das zusteht, denn § 280 -286 regelt das m.E. nicht klar...

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28.01.2010 | 01:29

Sehr geehrter Ratsuchender,

in der Tat hätte der Käufer den Aufwand in jedem Fall gehabt. In Ihrem Fall hatte er den Aufwand aber umsonst, da Sie ihm den Wagen nicht übergeben konnten. Dieses umsonst ist der Knackpunkt.

Ob das ein Versehen war, dürfte im Streitfall schwierig zu beweisen sein, da die Werkstatt das Auto vermutlich nicht einfach so verschrottet hat.

Der Anspruch des Käufers folgt aus den §§ 275 , 280 , 283 BGB , wobei diese Vorschriften leider etwas sehr abstrakt formuliert sind, so daß die Regelung in der Tat nicht sehr klar ist.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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