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Schadensanspruch nach Auszug

20.07.2015 11:00 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

folgender Fall:

Ich bin zum 1.4.2015 aus meiner damaligen Wohung ausgezogen. Im Februar hatte sich mein Hausverwalter die Wohung angeschaut. Nur wenige Tage vorher ist dieMutter meiner Freundin (Freundin ebenfalls dort Wohnhatft), welche uns bei der Reinigung der geholfen hat gestolpert und es ist ein Riss in der Duschkabine (aus Kunstoff) entstanden. Dies haben wir dem Hausverwalter auch dann direkt mitgeteilt. Er bestand aber schon förmlich darauf, dass wir es über unsere Hausratversicherung laufen lassen. Dies verweigerte ich auf Grund der Annahme meinerseits, dass dies Versicherungsbetruf sei. Er sagte dann wörtlich zu uns "melden Sie dies einfach Ihrer Versicherung und diese setzt sich dann mit uns in Verbung. Alles weitere regeln wir dann". Der Schaden wurde dann auch direkt der Haftpflicht-Versicherung der Mutter gemeldet. Eine direkte Wohnungsübergabe gab es dann nicht, da der Hausverwalter dann drauf bestand, dass der Wohnungschlüssel einfach bei Ihm in den Postkasten geschmissen wurde. Anfang April, sprich nach unserem Auszug, kamen dann zwei Kostenvoranschläge über durchschnittlich ca. 1000 Euro. Diese leitete ich dann an die Versicherung weiter. Die Versicherung meldete sich dann promt bei mir und wollte einen genauen Beschaffungswert, Artikelnummer etc. haben. Ich leitete dieses Schreiben umgehend an den Hausverwalter weiter. Im Juni kam dann ein Schreiben von unserem Hausverwalter mit der Aussage: " Er sei nicht dafür zuständig sich mit unserer Versicherung auseinander zusetzen, anbei möchte er noch folgende Schäden bemängeln: WC Sitz (dieser war nicht defekt, ich hatte lediglich vergessen die Schrauben wieder festzuziehen), Waschbecken (dieser hatte schon bereits vor unserem einzug 2011 einen sogenannten Spannungsriss, dies wurde allerdings nicht Dokumentiert, es gab kein Protokoll), 2 Türgriffe in der Küche (diese sind mit der Zeit nach und nach abgebrochen, allerdings nicht Mutwillig). Rechnungen würden folgen. Ich schrieb dem Hausverwalter direkt, dass ich damit nicht einverstanden bin und forderte auch direkt die fehlenden Unterlagen für die Versicherung an mit dem Zusatz, dass ich mich dann auch gerne mit der Versicherung Koresspondiere. Darauf wurde nicht geantwortet. Jetzt habe ich eine Rechnung bekommen mit der Aussage "Wir machen zunächst den Schaden an der Duschkabine gegen Sie geltend". Betrag 795 Euro. Diese Rechnung kam von einer dritten Firma. Der Einbau wurde laut rechnung am 27.4.2015 gemacht. Hier wurde jetzt eine Duschkabine aus Glas eingesetzt. Wie verhalte ich mich jetzt? Es wurde eine Fristsetzung bis zum 25.07.2015 gesetzt. Ich bin finanziell nicht in der Lage mir einen teuren Anwalt zu leisten und bin völlig verzweifelt.

Wichtig: Es wurde keine Frist gesetzt, dass ich die Schäden selber regulieren kann, es gab weder ein Einzugsprotokoll noch ein Übergabeprotokoll. Der Schaden an der Duschkabine wurde mit Fotos Dokumentiert.

Ich würde mich über Hilfe wirklich sehr freuen.
Viele Dank und Liebe Grüße

20.07.2015 | 13:02

Antwort

von


(824)
Hussenstraße 19
78462 Konstanz
Tel: 07531-9450300
Web: http://www.anwaltskanzlei-dotterweich.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Sie sollten die von der Hausverwaltung vorgelegten Rechnungen wegen der beschädigten Duschkabine dem benachrichtigten Haftpflichtversicherer zur weiteren Veranlassung übergeben. Sofern dieser dem Grunde nach eintrittspflichtig ist, wird er den Anspruch – der Höhe nach natürlich nur wie auch berechtigt – regulieren (im Rahmen dieser Plattform kann nicht abgeschätzt werden, wie hoch der Schaden ist). Dass der Versicherer genaue Angaben benötigt, liegt auf der Hand – ob er zuständig ist, haben Sie nicht angegeben. Letztlich wäre, wenn der Versicherer nicht eintritt, die Mutter Ihrer Freundin ersatzpflichtig.

Da es kein Übergabeprotokoll aus der Zeit Ihres Einzugs gibt, werden Sie für den Spannungsriss am Waschbecken aufkommen müssen, wenn Sie nicht über Zeugen oder Urkunden wie zB Fotos beweisen können, dass dieser Schaden bereits bestanden hatte.

Im Hinblick auf den WC-Sitz sollte das Vorhandensein eines Schadens bestritten und darauf hingewiesen werden, dass lediglich die Schrauben angezogen werden müssen.

Ob es sich bei den Türgriffen in der Küche um einen Schaden oder Abnutzung durch vertragsgemäßen Gebrauch handelt, kann hier nicht beurteilt werden.

Sie können dem Hausverwalter anbieten, die geltend gemachten Schäden selbst zu beseitigen. Weiter rate ich Ihnen, einen Rechtsanwalt vor Ort mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen zu beauftragen – sollte dieser nach dem RVG anrechnen, sind die Kosten überschaubar.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 20.07.2015 | 13:35

Sehr geehrter Herr Böhler,

erstmal vielen Dank für Ihre Antwort.
Die Rechnung habe ich dem Versicherer bereits übermittelt. Allerdings dauert eine Bearbeitung mit Sicherheit jetzt länger, als die genannte Zahlungsfrist zum 25.07.2015. Ich konnte allerdings auch nicht eher reagieren, das ich erst letzte woche Freitag das Schreiben vom Hausverwalter bekommen habe. Der Hausverwalter hat bereits das Komplette Bad und Küche rennoviert. Ich hätte die Schäden wie zB. das Waschbecken, selber repariert. Dazu hatte ich allerdings keinerlei Möglichkeit, da dies repariert wurd und erst dann mir ein Kostenbescheid geschickt wurd. Ausgezogen bin ich bereits am 20.03.2015 und die neue Mieterin ist zum 01.05.2015 eingezogen. Auch die Türgriffe hätte ich erneuert, doch dies wurde bei der Besichtigung nicht von dem Hausverwalter bemängelt. Ist es denn rechtens, dass er mir nicht einmal die Möglichkeit gibt die Schäden selbst nachzubessern?

Im Übrigen ist die Versicherung zahlungspflichtig, allerdings sieht diese natürlich nicht ein, eine ca. Jahr alte Plastikkabine in höhe von ca. 800 Euro zu regulieren, da wesentlich bessere Duschkabine bzw. komplett neue Dusche aus Glas eingebaut wurde. Wie sieht es dabei aus, der Vermieter hat ja die deutlich hochwertigere Duschkabine bzw. neue Dusche eingebaut. Die Versicherung übernimmt bsp. 100 Euro. Wäre jetzt die Mutter meiner Freundin für die Dfifferenz haftbar, oder wer zahlt diese Differenz? Desweiteren ist noch zu erwähnen, dass ich mich mit der neueren Mieterin in Verbindung gesetzt habe, welche mir sagte, dass das Bad bereits vor dem 28.04.2015 gemacht wurde. Auf der Rechnung steht allerdings: "Reparaturarbeiten Haus ******, vom 28.04.2015. Ich finde es alles sehr ungerecht.

Viele Grüße

Vielen Dank im Vorraus

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.07.2015 | 14:33

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfragen beantworte ich gerne wie folgt:

Das Vorgehen des Verwalters ist grundsätzlich zulässig, doch könnte ein Verstoß gegen die Schadenminderungspflicht vorliegen, § 254 Abs.2 BGB . Abschließend kann dies aber wie gesagt nicht im Rahmen dieser Plattform beurteilt werden, da insofern der Zeitwert der beschädigten Gegenstände ebenso wie die Forderung bekannt sein muss.

Der Versicherer muss den tatsächlichen Schaden ersetzen und ebensowenig wie Sie oder die Mutter Ihrer Freundin die Differenz zu einem hochwertigeren Gegenstand. Wer bei einem 10 Jahre Kleinwagen mit 200000km Laufleistung einen Totalschaden produziert, muss ja auch nicht die anstelle des Kleinwagens gekaufte neue Luxuslimousine bezahlen, will heißen: der Schaden ist auf den Zeitwert gedeckelt!

Mit freunldichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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