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Schadenminderung Verkehrsunfall

| 14.09.2010 19:16 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Ich habe nach einem Verkehrsunfall (an dem der Gegner schuld war) ein Guthachten erstellen lassen, in dem ein Restwert von 900 € angesetzt wurde. Nun habe ich ein Schreiben von der gegenerischen Versicherung erhalten, dass ein anderer Händler mir für das Auto 1500 € verbindlich geben würde.
Da ich jedoch in der kurzen Zeit mein Auto nicht verkaufen möchte, sondern erst in ca. 4 bis 5 Monaten (da es noch fahrtüchtig ist) habe ich folgede Fragen:

1. Bin ich überhaupt verpflichtet mein Auto zu verkaufen? Oder kann ich es weiterfahren so lange ich möchte?
2. Muss ich mich bei dem von der Versicherung genannten Händler melden?
3. Kann ich das Angebot ohne Angabe von Gründen ablehnen? Ggf. kann ich als Grund nennen, dass ich meinen Wagen erst später verkaufen möchte?

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in)

die von Ihnen gestellten Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes wie folgt:

Wie in Ihrem Fall, ist der "Restwert" des Unfallfahrzeuges, der im Gutachten vom Sachverständigen ermittelt wurde ein häufiger Streitpunkt zwischen Geschädigten und Versicherern, da ein höheres Angebot die Entschädigungssumme seitens der Versicherers reduziert.

Nach Ansicht des Bundesgerichtshofes darf der Geschädigte den vom Sachverständigen ermittelten Wert grundsätzlich zu Grunde legen (BGH Urteil vom 06.04.1993 Az: VI ZR 181/92; NJW 1993, S. 1849). Der Geschädigte kann dabei nicht auf einen höheren Restwert verwiesen werden, der auf einem Sondermarkt durch spezialisierte Restwertaufkäufer erzielt werden könnte (OLG Saarbrücken, Urteil. vom 12.11.2002, Az. 3 U 790/01).

Der Geschädigte ist nicht noch einmal verpflichtet, mit der Verwertung des Unfallwagens so lang zu warten, bis die Gegenseite Gelegenheit hatte, von dem Gutachten Kenntnis zu nehmen und gegebenenfalls ein entsprechendes Restwertangebot zu unterbreiten. Diese Ansicht bestätigt der BGH (Urteil vom 12.07.2005 VI ZR 132/04). insofern, als dass dem Geschädigten grundsätzlich keine Verpflichtung zur Information des Versicherers über den beabsichtigten Verkauf obliegt.

Abschließend kann ich Ihnen mitteilen, dass Sie nicht dazu verpflichtet sind Ihren PKW zu verkaufen. Sie können diesen selbstverständlich weiterhin nutzen. Dem Händeler gegenüber sind Sie keinerlei Auskunft schuldig, da die gegnerische Versicherung diesen "beauftragt" hat bzw. ein Angebot eingeholt hat.
Ich rate Ihnen der Versicherung mitzuteilen, dass Sie an einem Verkauf nicht interessiert sind. Beruffen Sie sich insoweit auf den durch Sachverständigengutachten verbindlich festgestellten Restwert von 900,00 Euro.

Ich darf Sie abschließend darauf hinweisen, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann. Es wird ausschließlich das Ziel verfolgt, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres geschilderten Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten. Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen im Rahmen Ihrer Sachverhaltsschilderung kann eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen und meine Ausführungen helfen Ihnen weiter. Sie können sich gern im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal mit mir in Verbindung setzen. Ferner möchte ich Sie höflichst bitten das Bewertungsportal in Anspruch zu nehmen.

mit freundlichen Grüßen




Dirk Dreger
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 14.09.2010 | 19:49

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