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Schadenerstazanspruch PKW Verkauf

06.04.2008 18:00 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe vor 1 Jahr per Internet mein Auto angeboten, Privatverkauf, es kam zu einem Kaufvertrag per Mail, wobei der Kaüfer mir vormachte das Auto sei ein Allerweltsauto und den Preis nicht wert, die Marktsituation für das Auto sei schwer usw.
Daraufhin kam am gleichen Tag ein Interessent vor Ort und kaufte das Auto für 800€mehr.(12800€)

Der 1."Käufer" verlangt nun Schadenerstz,er ist dann direkt vom Kaufvertrag zurückgetreten, es wurde ein Gutachten erstellt, demzufolge sei das Auto zum fraglichen Zeitpunkt 15000 inkl. Mwst wert gewesen.
Der Kläger will nun 3000€ Schadenerstz, wobei er vorher einrümte, dass das Auto nur 12000€ Wert sei.
Zumal hier aus meiner Sicht zwischen Händlerverkauf, Privatmarktwert und Händlereinkauf differenziert werden müsste.

Was habe ich für Möglichkeiten?

Da es sich um einen Privatverkauf handelte kann doch nicht der Händlerverkaufswert als Basis angenommen werden.
Zumal der Kläger gar nicht bereit war mehr zu zahlen.

Geht das mit rechten Dingen zu,irgendas ist doch falsch an der Sache.


MfG

Stefan Müller

Sehr geehrter Fragesteller,

Das Recht, bei einem gegenseitigen Vertrag Schadensersatz zu verlangen, wird durch den Rücktritt nicht ausgeschlossen. § 325 BGB.

Das ein Kaufinteressent die Sache, die er kaufen will schlecht macht, um einen niedrigeren Preis zahlen zu müssen, ist grundsätzlich nicht zu beanstanden, es sei denn es handelt sich bei dem Kaufinteressenten um jemanden der überlegenes Sachwissen hat so zum Beispiel ein Sachverständiger, der dem Verkäufer einredet, dass alles mögliche an dem Auto kaputt wäre, obwohl das Auto in einwandfreiem Zustand ist. Dies scheint nach Ihrer Schilderung nicht der Fall zu sein.

Schadensersatz besteht nach Ihrer Schilderung dem Grunde nach. Wer zum Schadensersatz verpflichtet ist, hat den Zustand herzustellen, der bestehen würde, wenn der zum Ersatz verpflichtende Umstand nicht eingetreten wäre § 249 I BGB.
Hier sind 2 Varianten möglich. Entweder der 1. Käufer hätte das Auto mit Gewinn weiter verkaufen können, dann wäre als Schadensersatz der Gewinn geschuldet, der dem 1. Käufer entgangen ist. § 252 BGB.

2. Variante der 1. Käufer müßte woanders mehr Geld für ein gleichwertiges Auto bezahlen, dann ist als Schadensersatz der Preisunterschied geschuldet.

Der erste Käufer muss, wenn er Schadensersatz möchte beweisen, dass ein Kaufvertrag zustande gekommen ist. Dies dürfte nach Ihrer Schilderung kein Problem sein. Da er die gewechselten e- mails ausdrucken und als Beweis nehmen kann.

Weiterhin muß der Käufer beweisen, dass das Auto 15.000 Euro wert war. Hier können Sie in einem Prozess diesen Wert mit Nichtwissen bestreiten. Dann würde das Gericht einen gerichtlich bestellten Gutachter beauftragen. Kommt dieser zu dem Ergebnis, dass das Auto weniger wert war, dann ist es Glück für Sie. Wird das private Gutachten jedoch durch das des gerichtlich vereidigten Gutachters bestätigt, dann müssen Sie nicht nur die 3.000 Euro sondern auch die Gerichtskosten, das gerichtliche Gutachten, und wenn der Gegner durch einen Anwalt vertreten ist, diesen Anwalt bezahlen.

Also wenn 15.000 Euro wirklich der Preis ist, den der 1. Käufer damals entweder bezahlen müßte, um ein gleichwertiges Auto wo anders zu kaufen, oder er nachweisbar die Möglichkeit gehabt hätte, dass Auto für 15.000 Euro weiter zu verkaufen, dann ist die Schadensersatzforderung von 3.000 Euro gerechtfertigt.

Bitte beachten Sie, dass sich die rechtliche Bewertung durch hinzufügen oder weglassen von Sachverhaltsdetails ändern kann.

Nachfrage vom Fragesteller 06.04.2008 | 21:52

Besten Dank,

die Bewertung 15000 inkl Mwst ist aber doch nicht der Wert für einen Privatverkauf, da dort die Mwst keine Rolle spielt.
Wie ist dies zu differenzieren?
Somit wäre der eigentliche Wert doch nur 15000 -19%.

Der Wert bei einem Privatkauf ist ja immer ein anderer wie bei einem Händler.
Zumal kann man Autos billiger und teurer bekommen.

Für mich ist das etwas undurchsichtig was da nun zugrunde gelegt wird.

Hier muss doch klar differenziert werden zwischen einem Händlerverkaufswert und einem Privatmarktwert,oder?

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.04.2008 | 12:00

Der Privatverkauf hat nicht funktioniert, weil Sie den Vertrag nicht erfüllt haben. Wenn der Käufer deshalb beim Händler kaufen mußte. Dann mußte er auch die Mehrwertsteuer bezahlen. Wenn es Ihnen allerdings gelingt nachzuweisen, daß der Käufer eine ihm bekannte Möglichkeit hatte den Wagen bei einem anderen Händler oder einer Privatperson für weniger als 15.000 Euro zu kaufen, dann brauchen Sie nur die Differenz zwischen dem Preis dort und den 12.000 Euro zu zahlen, die der Wagen bei Ihnen gekostet hätte.

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