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Schadenersatzpflicht des Immobilienmaklers?

13.02.2015 06:45 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


Entgegen der Zusage des Käufers lag am Beurkundungstag kein Kapitalnachweis vor. Auch bis 3 Wochen danach legte der Käufer, der keine Finanzierung benötigte, weil er geerbt habe (Aussage des Maklers), trotzt wiederholter Aufforderung keinen Kapitalnachweis vor. Nach 3 Wochen legte er eine Bestätigung der Bank vor, die, wie sich am Zahltag ca 3 Monate später herausstellte, gefälscht war. Die Verkäufer sind in Erwartung der Zahlung und in Zusammenhang mit der Anmietung zweier Wohnungen in erhebliche Investitionen gegangen, für die sie nun vom Makler Schadensersatz verlangen. Begründung: Verzögerte Vorlage des Kapitalnachweises und die Tatsache, dass der Käufer die Courtage schuldig blieb, hätten den Makler veranlassen müssen, eine Verdachtsanzeige nach Geldwäschegesetz zu stellen. Wäre diese erfolgt, wäre der Schwindel zeitnah nach der Beurkundung aufgefallen und nicht 3 Monate später. Verkäufer hätten sich die Investitionen ersparen und 3 Monate früher einen neuen Käufer suchen können.

13.02.2015 | 08:35

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,
sehr geehrter Ratsuchender,



Schadensersatzansprüche könnten allenfalls aus der Verletzung einer nebenvertraglichen Pflicht entstehen, die aber nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung nicht ersichtlich ist.


Denn die von Ihnen erwähnten Nachprüfungs- und Erkundigungspflichten sind vom Makler nicht verletzt worden, da die Nichtzahlung einer Courtage auf verschiedenen Gründen zurückzuführen sein könnte, die nicht den Verdacht einer Straftat nach sich ziehen.

Auch die verzögerte Vorlage des Kapitalnachweises kann verschiedene Gründe haben, die nicht eine Straftat nahelegen.

Dabei sollten Sie bedenken, dass auch Sie diese Verzögerung hingenommen haben, ohne Strafanzeige zu stellen; gleiches gilt für den gefälschten Nachweis, den Sie offenbar ungeprüft und ohne Nachfrage bei der Bank zunächst haben "liegen lassen".


Eine dann aber Ihnen gegenüber vorliegende gesteigerte Prüfpflicht des Maklers ist dann nict ersichtlich, so dass Sie eine Haftung nach der derzeitigen Darstellung nicht erfolgreich werden durchsetzen können.


Etwas anderes könnte sich aus dem Maklervertrag selbst ergeben, wenn dort ausdrücklich eine Verpflichtung in dieser Art aufgenommen worden ist oder sich auch den weiteren Gesamtumständen ein anderer Haftungstatbestand ergibt (z.B. positive Kenntnis des Maklers, was aber von Ihnen nachzuweisen wäre).


Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


ANTWORT VON

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