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Schadenersatzklage durch Buchverkauf?


11.11.2008 18:10 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



Ich habe ein Buch zum Thema Börse verfasst. Dieses möchte ich im Internet elektronisch vertreiben.

Frage:

Ist es möglich dass ein Leser des Buches auf Schadenersatz klagt, wenn dieser an der Börse Geld verliert? (indem er sich z.B. auf Informationen im Buch stützt)

Die gleiche Frage hätte ich auch in Bezug auf einen von mir abgehaltenen Kurs zum Thema Börse - können Kursteilnehmer klagen?

besten Dank im Vorraus!



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Guten Abend,

Ein Schadensersatzanspruch wegen eines falschen Rates oder einer falschen Auskunft setzt entweder a) einen entsprechenden (Geschäftsbesorgungs-)Vertrag voraus: Der Ratgeber muss die vertragliche Pflicht übernommen haben, fremde Vermögensinteressen zu wahren. Das Verfassen eines allgemein gehaltenen Ratgebers in Buchform begründet solche Pflichten jedoch nicht. Es fehlt schon - was auch jedem Leser klar sein muss - der Rechtsbindungswille des Autors, einen solchen Vertrag einzugehen.

Ohne Vertrag kommen b) nur noch gesetzliche Schadensersatzansprüche in Betracht (unerlaubte Handlung gemäß §§ 823 ff. BGB). Die einzige Norm in diesem Bereich, die per se Vermögensinteressen schützt, ist § 826 BGB: Sie setzt allerdings eine vorsätzliche und sittenwidrige Schädigung voraus. Es reicht also nicht aus, dass das Buch sachlich fehlerhaft ist, sondern es müsste dem Autor ein besonderer Schädigungsvorsatz nachweisbar sein. Dieser Fall dürfte höchst unwahrscheinlich sein.

Für fehlerhafte Informationen in einem Buch wird also im Normalfall nicht gehaftet. Das gleiche gilt für einen Unterrichtskurs.


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt
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