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Schadenersatzf gg. Minderjähr. (13 J.) nach Schaden an Privathaus von Schulhof aus


| 09.04.2005 11:56 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Unser 13 jähriger Sohn und noch 2 weitere gleichaltrige Schüler haben vor Schulbeginn vom Schulhof (Rhld. Pfalz)aus ein angrenzendes Wohnhaus mit Steinen beworfen und eine Glasscheibe (ca. 2,5 x 2,5 m Spezialglas) beschädigt. Schaden ca. 10.000 €). Von den Eigentümern wurde die Polizei eingeschaltet. Unser Sohn hat zugegeben, dass er einen Stein geworfen hat. Wer jedoch definitiv der Verursacher des Schadens ist, ist nicht bekannt. Ebenso ins nicht bekannt, ob noch weitere Schüler daran beteiligt waren. Tatsache ist, dass die Scheibe 3 Löcher hat, unser Sohn aber definitiv nur einen Stein geworfen hat und es ist nicht bekannt, ob ein Loch durch diesen Stein verursacht wurde.

Frage: Was kann in dieser Angelegenheit auf uns zukommen? Wer haftet für diesen Schaden? Müssen ggf. die Eltern aller drei Kinder haften? Muss hier nicht die Schule haften wegen unterlassener Aufsichtspflicht? Priv. Haftpflicht lehnt Übernahme ab mit der Begründung des Vorsatzes. Ist dies gerechtfertigt?
09.04.2005 | 12:55

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

zunächst vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nach dem geschilderten Sachverhalt müssen Sie davon ausgehen, dass der Geschädigte von Ihrem Sohn Schadensersatz fordern wird.

Denn wenn mehrere Kinder durch eine gemeinschaftlich begangene Handlung einen Schaden verursachen, so ist jeder für den Schaden verantwortlich.

Das gleiche gilt, wenn sich nicht ermitteln läßt, wer von den beteiligten Kindern, den Schaden durch seine eigene Handlung verursacht hat.

Grundsätzlich ist eine Aufsichtspflichtverletzung der Schule hier anzunehmen, da die Wartezeit auf dem Schulgelände vor Unterrichtsbeginn zur sog. Vorwirkung des Schulbetriebs gehört.

Da Ihr Sohn mit 13 Jahren allerdings die notwendige Entwicklungsreife hatte, um zu erkennen, dass Steinewerfen Schäden verursachen kann und diese auch vorsätzlich verursachte, kann dies dazu führen, dass die Haftung der Schule durch das Mitverschulden Ihres Sohnes teilweise bzw. völlig ausgeschlossen werden kann. Dies ist allerdings vom konkreten Einzelfall abhängig.

Ich empfehle Ihnen trotzdem, auf die Aufsichtspflichtverletzung der Schule nachdrücklich hinzuweisen. Dies könnte zumindest zu einer Minderung Ihrer Haftung führen. Deshalb sollte man nichts unversucht lassen.

Im Übrigen muß Ihrer Haftpflichtversicherung für vorsätzlich begangene Schäden nicht haften. Nur bei Kindern bis zum 7. Lebensjahr wird niemals Vorsatz angenommen.


MIt freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

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