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Schadenersatzansprüche gegen Rechtsanwalt?


28.07.2005 17:38 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Die A-GmbH will 1999 ein Grundstück kaufen und läßt den Vertrag von einem Rechtsanwalt prüfen. Die Straßen-Erschließung erfolgt über ein eingetragenes Geh-und Fahrtrecht.
Der Rechtsanwalt stimmt den Grundstückskaufvertrag zu und der wird, wie geprüft 1999, abgeschlossen.
Beim Nutzungsänderungsantrag, 2000, stellt sich heraus, daß das Geh- und Fahrtrecht nicht für eine ordnungsgemäße Erschließung ausreicht und damit das Grundstück nicht für den vorgesehen Zweck verwendet werden kann.
Folge: Bank kündigt Kredit, 2001, Firma meldet Insolvenz an, 2001, private Bürgschaften werden fällig ,2002, Grundstück wird versteigert, 2005, für 28 % des ursprünglichen Anschaffungswertes.
Frage:
a) Kann der RA jetzt noch, nach der Grundstücksversteigerung und nachdem der Schaden feststeht, zur Verantwortung gezogen werden? Es wäre ja denkbar gewesen, daß das Versteigerungsergebnis so hoch ausfällt, daß kein Schaden entstanden sein könnte.
b) Habe ich als alleiniger Gesellschafter private Ansprüche gegen ihn (wegen der Bürgschaften)?
c) Kann der antwortende Rechtsanwalt ggf. diesen Fall übernehmen, selbst wenn er nicht im Kammerbezirk Traunstein ansässig ist?
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Sehr geehrter Ratsuchender,

den Fall übernehmen könnte ich sicherlich, ohne dass Ihnen aufgrund der Entfernung höhere Kosten entstehen.

Allerdings habe ich aufgrund der knappen Sachverhaltsdarstellung hier ein Problem damit, ein regresspflichtiges Anwaltsverschulden zu sehen.

Der RA hat den Vertrag anhand der ihm vorgelegten Unterlagen geprüft. Das Geh- und Fahrtrecht war eingetragen und (vermutlich)daher Grundlage der Prüfung.

Ob dann schon hätte vorhergesehen werden können, dass aufgrund eines Nutzungsänderungsantrag ein Jahr später die Erschließung nicht mehr gewährleistet ist, kann ohne genaue Vorlage des Vertrages, des RA-Auftrages und des Änderungsantrages nicht schon nicht erkannt werden.

Sie müssen bedenken, dass dem RA neben einer Pflichtverletzung auch ein Verschulden von IHNEN nachzuweisen ist. Dazu hätte erkennbar die beabsichtige Nutzungsänderung dem Kollegen bekannt sein müssen. Erst dann kann überhaupt an ein Verschulden gedacht werden.

Die nächste Frage ist, inwieweit hier nicht der Nutzungsänderungsantrag hätte so gestaltet werden können, dass die Erschließung dann sichergestellt worden wäre.

Auch ist zu prüfen, welche Schritte gegen die Gemeinde unternommen worden sind.

Das alles ist neben der Frage der Verjährung (was wurde schon geltend gemacht) im Vorfeld zu prüfen, wozu die Einsicht in die kompletten Unterlagen notwendig wäre. Das kann das Forum so nicht leisten (siehe Button "Hilfe").

Dass der Kollege allerdings Regressansprüchen wegen der privaten Bürgschaft ausgesetzt sein könnte, würde ich verneinen. Nach Ihrer Schilderung war die GmbH Auftraggeber.

Da die GmbH aber auch Insolvenz angemeldet hat, wird sich neben den obigen Hürden auch das Problem stellen, inwieweit die GmbH überhaupt noch handlungsbefugt ist (derzeit würde ich das bezweifeln).

Ich raten Ihnen daher dringend, sich zunächst mit dem Insolvenzverwalter in Verbindung zu setzen und die Sache mit diesem zu besprechen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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