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Schadenersatzansprüche


23.02.2007 18:18 |
Preis: ***,00 € |

Transportrecht, Speditionsrecht



Wir haben einem Transporteur einen Auftrag erteilt. Dieser wurde auch schriftl. von ihm Bestätigt.
Bestellt war ein Transporter mit Anhänger zu einem Fixtermin und einer Fixzustellung.
Am Ladeort kamen 2 Transporter an und wollten laden. Dies wäre nicht das Problem gewesen aber einer dieser Transporter hatte keine Ösen zur Ladungssicherung. Die Ware konnte nicht gesichert werden und der Verlader weigerte sich zu beladen (Das ist ja sein gutes Recht)
Wir mussten nun ein Fahrzeug von uns schicken damit die Ladung übernommen werden kann.
Danach haben wir alle 3 Fzg. zu uns auf den Hof kommen lassen und stellten fest dass der verlader im Recht war.
Wir haben den von uns beauftragten Transporteuer informiert und da dieser kein Ersatzfahrzeug stellte haben wir den Frachtauftrag schriftlich gekündigt.
Nun haben wir 2 unserer Fahrzeuge losgeschickt, da wir keinen Anhänger zur verfügung hatten.
Laut unseren AGB (die auch schriftl. Bestätigt wurden) trägt der Unternehmer die Kosten für einen Ersatztransport.
Wir mussten unbedingt schnell reagieren , da wir sonst den Liefertermin nicht einhalten konnten.
Die Mehrkosten von 1200.- haben wir nun in Rechnung gestellt.
Der Unternehmer verweigert die Zahlung mit der Begründung:

1. Es wäre ein einsatzfähiges Fahrzeug vor Ort gewesen ( Dieses Fahrzeug darf aber max. 1500Kg laden und wir hatten 2400Kg)
2. Wir hätten ihm keine Zeit gegeben um ein Ersatzfahrzeug zu stellen ( Wir haben den Auftrag erst nach 5 Std. gekündigt)

Wir arbeiten nach ADSP und einer Zsatzvereinbarung von uns.

Können wir den Ersatztransport nun geltend machen ?

Gerne übertragen wir die Sache einem Anwalt von hier.
Sehr geehrte Fragesteller,



Ihre Anfrage beantworte ich wie folgt:


Sie können den Ersatztransport(= 1.200,00 €=)unter folgenden Voraussetzungen geltend machen.

1. Die Leistung des Transporteurs muss mangelhaft gewesen sein.
Geschuldet war ein Transporter mit Anhänger.Dieser wurde nicht geliefert.Der Ersatz (= 2 Transporter ohne Anhänger )war unbrauchbar.
Einer allein war zu klein(nur 1500 kg statt 2400 kg),und bei dem zweiten konnte die Ladung nicht gesichert werden.

Ein Mangel lag also ohne jeden Zweifel vor.



2.Es muss ein sogenanntes Fixgeschäft abgeschlossen worden sein(zwischen Ihnen und dem Transporteur).

a-Ein Fixtermin wurde vereinbart.

b- Steht im Vertrag mit dem Transporteur auch,dass Sie nach erfolglosem Ablauf dieses Termins kein Interesse an einer Nachlieferung mehr haben ? Es reicht insoweit auch eine sinngemäße entsprechende Klausel aus,,z.B.durch Formulierungen wie "Fix",genau präzis,prompt oder spätestens".

Liegt der vorstehende Vertragsinhalt vor,so können Sie den Ersatztransport(= 1.200,00 € )in Rechnung stellen ,da der Transporteur dann aufgrund des Vertragsinhaltes genau wusste,dass
ihm aus Zeitgründen keine Möglichkeit zur Leistungskorrektur(durch Lieferung des Transporters mit Anhänger)
zur Verfügung stand,sondern der erfolgreiche Ablauf des Geschäfts vielmehr entscheidend davon abhing,dass rechtzeitig und richtig geliefert wurde( =Transporter mit Anhänger).


AGB:

Der von Ihnen zitierte Passus geht möglicherweise in eine ähnliche Richtung,wie oben erläutert.Um dies zuverlässig zu beurteilen,müsste ich die entsprechende AGB-Regelung im Gesamtzusammenhang lesen.

Dies erübrigt sich dann ,wenn der Vertragsinhalt entsprechend dem
zu 2.Ausgeführten formuliert ist.Dann ergibt sich der Zahlungsanspruch für den Ersatztransport gegen den Transporteur schon aus dem Gesetz,also unabhängig von etwaigen zusätzlichen entsprechenden Regelungen in den AGB.


Gern beantworte ich eine Nachfrage.



Mit freundlichen Grüßen

Dorothee Mertens

Rechtsanwältin
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