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Schadenersatz wegen optischem Mangel


10.10.2005 17:59 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
wir sind gerade dabei uns ein Haus bauen zu lassen und mußten bei Fertigstellung Rohbau feststellen, das der Architekt geschlampt hat.
Am Nordgiebel des Hauses befinden sich vier Fenster (2 EG, 2 OG)
Die beiden linken Fenster wurden senkrecht übereinander gebaut, die beiden rechten um 12 cm versetzt. Insgesamt bietet sich uns so nun eine nicht gewollte Unruhe in der Giebelansicht.

Wie ich jetzt in der Grundrißzeichnung der Etagen feststellte hat die Baufirma richtig gearbeitet, da es dort so gezeichnet ist.
In der Ansichtszeichnung jedoch ist die Anordnung der Fenster symmetrisch, d.h. der Zeichnungssatz des Architekten ist inkonsistent. An den GU habe ich sofort nach bekanntwerden (07.10.) formal schon mal eine Anzeige wegen optischen Mangels per Fax geschickt. Leider gab es bis heute noch nicht mal einen Anruf.

Eine Änderung am Giebel scheidet aus (bzw. ist sicher unverhältnismäßig), da inzwischen bereits der Dachstuhl gesetzt ist und auch noch diese Woche eingedeckt werden soll.

1. Frage: Muß ich als Bauherr alle Maßketten in den Grundrissen kontrollieren oder darf ich mich auch auf die Ansichtszeichnungen berufen.

2. Frage: Wenn (auch aus rechtlicher Sicht) ein Mangel vorliegt, wie hoch setzt man eine angemessene Entschädigung an?

Für Ihre Bemühungen möchte ich mich bereits jetzt bedanken und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

ch. peterson

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Sehr geehrter Fragesteller,

danke für Ihre Anfrage, welche ich auf Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung gerne wie folgt beantworte:

Bitte haben Sie zunächst ein gewisses Verständnis dafür, dass zwei Detailfragen aus dem nicht einfachen Gebiet des privaten Baurechts hier nicht für den von Ihnen gebotenen Mindesteinsatz fundiert beantwortet werden können.

Zunächst einmal haben Sie aber sicherlich NICHT die Obliegenheit, alle Massketten in den Grundrissen zu kontrollieren. Dies ergibt sich weder aus der VOB, noch aus den ergänzenden Regelungen über den Werkvertrag und sicherlich auch nicht aus dem zugrunde liegenden Vertrag (und wenn, wäre eine solche, sehr untypische Risikoverlagerung unwirksam). Demnach können Sie sich auch auf die Ansichtszeichnungen berufen, wie von Ihnen in der Fragestellung ja wohl schon vermutet.

Aus rechtlicher Sicht scheint mir auch ein Mangel vorzuliegen, mit den rechtlichen Konsequenzen aus VOB und BGB, deren Kenntnis ich auf Grundlage Ihrer Fragestellung einmal unterstelle. Vernünftigerweise haben Sie diesen, wie Sie berichteten, auch schon angezeigt. Die Höhe der Ihnen mE grds. zustehenden Entschädigung kann –abgesehen von meiner Eingangsbemerkung- hier aus der Ferne ohne die zugrundeliegenden Zahlen beim besten Willen nicht seriös beantwortet werden. Dies hängt ua. vom Bauvolumen und der Intensität des optischen Mangels ab. Sie sollten hier einen im privaten Baurecht versierten Kollegen vor Ort konsultieren.


Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort zunächst einmal weitergeholfen zu haben – auch wenn Sie „aus der Ferne“ in Ihrem Fall etwas unscharf bleiben mußte. Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

Tel.: +49 (0)39 483 97825
Fax: +49 (0)39 483 97828
E-Mail: ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf
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