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Schadenersatz wegen mangelhafter Handwerkerleistungen

21.08.2009 01:06 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


20.08.2009


Sehr geehrte Damen und Herren,

mein hiesiger Rechtsanwalt hat mir dargelegt, dass nachfolgender Vorgang aufgrund mangelhafter Beweislage keine Aussicht auf Erfolg hat.

Ich erwarte an dieser Stelle keine Stellungnahme, sondern ausschließlich die Kontaktaufnahme durch einen Rechtsanwalt, der bereit ist, sofort das Mandat zu übernehmen und den Vorgang erfolgreich durchzuführen.

Ich bin der Auffassung, dass der Rechtsstreit locker zu gewinnen ist, weil mit dem Auftragnehmer Fristen vereinbart worden sind und er mit SMS vom 01.02.2009 seinen „Rausschmiss“ akzeptiert hat und dadurch als offiziell Gewerbetreibender die Folgen zu tragen hat, die mir dadurch entstanden sind.

Schadensersatz (§ 636 BGB ). Dem Handwerker trifft Verschulden, wenn er den Mangel absichtlich (vorsätzlich) oder unabsichtlich, aber fahrlässig verursacht hat. Das hängt davon ab, ob der Handwerker die Sorgfalt angewandt hat, die Handwerker normaler-weise anwenden müssen (§ 276 BGB ). Dabei hat er auch Vorsatz oder Fahrlässigkeit seiner Angestellten mit zu vertreten (§ 278 BGB )

Dem Kunden ist durch den Pfusch ein Schaden entstanden. Dieser liegt in der mangelhaften Sache selbst kann aber auch dadurch entstehen, dass durch die mangelhafte Sache weitere Schäden verursacht werden.

§ 637 Selbstvornahme. (1) Der Besteller kann wegen eines Mangels des Werkes nach erfolglosem Ablauf einer von ihm zur Nacherfüllung bestimmten angemessenen Frist den Mangel selbst beseitigen und Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen, wenn nicht der Unternehmer die Nacherfüllung zu Recht verweigert.

(2) § 323 Abs. 2 findet entsprechende Anwendung. Der Bestimmung einer Frist bedarf es auch dann nicht, wenn die Nacherfüllung fehlgeschlagen oder dem Besteller unzu-mutbar ist.

(3) Der Besteller kann von dem Unternehmer für die zur Beseitigung des Mangels er-forderlichen Aufwendungen Vorschuss verlangen.

Ich habe mit dem Auftragnehmer Ende 12-2008 vereinbart, dass dieser zum Festpreis von 1000 EU sämtliche erforderlichen Maler- und Tapezierarbeiten in unserem Objekt ausführt, beginnend am 12.01.2009. Zuvor hatte er den Kostenaufwand mit ca. 900 EU beziffert. Von mir aus habe ich 1000 EU angeboten.

Vergleichsangebote lagen bei ca. 2000 EU bis ca. 4500 EU (Fa.). Die Fertigstellung sollte vereinbarungsgemäß bis Mitte Februar erfolgt sein, Einzugstermin wegen der von mir erfolgten Kündigung meiner bisherigen Wohnung bis 01.03.2009.

Ab dem ersten Gespräch vor Ort wurde der Auftragnehmer von mir wiederholt darauf hingewiesen, dass wir professionelle Ausführungsergebnisse erwarten, da wir andere Ausführungen selbst leisten können.

“Das kriegen wir hin” war seine immer wiederholte, jeweilige Zusicherung. Weil seine Arbeiten letztendlich, genau genommen alle, unbrauchbar waren, wurde ihm der Auftrag am 01.02.2009 entzogen. Die Arbeiten wurden danach zu erheblich höheren Kos-ten ausgeführt, die dem Auftragnehmer, letztendlich per gerichtlichen Mahnbescheid, angelastet werden, was mit der Hilfe eines kompetenten Rechtsanwalts zum positiven Ergebnis führt.

Auf Grund meiner vorsorglichen telefonischen Nachfrage am 09.01.01.2009 stellte sich heraus, dass der beidseitig vereinbarte Starttermin nicht wahrgenommen wird, weil sein “zweiter Mann” krank ist. Bereits sein erster Besprechungstermin vor Ort wurde vom Auftragnehmer nicht eingehalten. Daher wurde von ihm zugesichert, dass er mit der Fertigstellung am 15.01.2009 beginnt. Auf Grund meiner vorsorglichen telefonischen Nachfrage am 14.01.2009 gab er an, dass er nicht am 15.01.2009, sondern am darauf folgenden Samstag, 17.01.2009, mit der Fertigstellung beginnen werde, weil sein “zweiter Mann” bis zum genannten 15.01.2009 krank sei. Die Arbeiten begannen tatsächlich am Samstag, 17.01.2009.

Bereits am darauf folgenden Montag, 19.01.2009, habe ich den Auftragnehmer auf die nach unserer Meinung ungenügende Ausführungsqualität hingewiesen. Die Rauhfasernähte waren zum großen Teil überlappend oder mit zu großem Abstand geklebt. Deshalb wurde von mir die Fertigstellung zimmerweise erbeten, damit die von ihm immer wieder gemachte Aussage, dass man nach Fertigstellung davon nichts mehr sieht, von ihm unter Beweis gestellt werden konnte.

Wie bereits zu Anfang erwähnt, habe ich bereits bei den Preisvereinbarungen den Auftragnehmer darauf hingewiesen, dass unsererseits sehr hohe Anforderungen an die Ausführungsqualität gestellt werden und daher die Ausführung der Arbeiten in Auftrag gegeben werden sollten. Die Rauhfasertapeten waren zum größten Teil nicht fachgerecht geklebt und die Tapetenbahnen zum großen Teil mehrere Millimeter überlappt bzw. mit großem, deutlich sichtbaren, Abstand von mehreren Millimetern angebracht.

Entgegen aller Vereinbarungen war der Auftragnehmer letztendlich in allen Räumen, außer Wohnzimmer, tätig, ohne einen Raum fertig zu stellen, obwohl dies bereits am 19.01.2009 vereinbart worden war.

Er forderte eine Abschlagszahlung in Höhe von EU 400, die er aufgrund seiner Qualitätsvoraussagen sofort erhalten hat.

Am 30.01.2009 wurde er erneut und letztmalig zum konkreten Gespräch gebeten. Er war nicht zugänglich, verließ den Besprechungsort und begab sich in den anderen Räumen an die Arbeit. Die Tochter meiner Lebenspartnerin und ich haben ihm dann unmissverständlich gesagt, dass er den vereinbarten Raum sofort fertigstellen solle, den wir am nächsten Tag, 31.01.2009, in Augenschein nehmen und abschließend bewerten wollten.

Wir haben am 31.01.2009 leider nur den Ersatz einer geklebten Rauhfaserbahn feststellen können, womit die Vereinbarung nicht erfüllt und seine Tätigkeit zu beenden war. Daher hat sich folgender SMS-Dialog zwischen dem Auftragnehmer und mir ergeben:

01.02.2009, 07:49:04
Hallo. Wir bitten Sie, umgehend Ihre Ausrüstung Am Tiefen Weg abzuholen und den Schlüssel im Briefkasten zu hinterlassen. Ihre Tätigkeit ist hiermit sofort beendet. Auch die am Freitag getroffene Vereinbarung haben Sie nicht erfüllt. Wir werden die geklebten Tapeten, soweit möglich, in Ordnung bringen lassen bzw. z. g. T. entfernen und ersetzen lassen. Wir bedauern die Situation sehr. Für uns gibt es keine Alternative.

01.02.2009, 12:52:39
ICH MÖCHTE SIE BITTEN, FÜR MEINE AUSGEFÜHRTEN ARBEITEN EINE RESTZAHLUNG VON 400.- EURO ZU HINTERLEGEN. BIN MORGENABEND ERST WIEDER ZUHAUSE: MFG



01.02.2009, 20:12:07
Hallo. Danke für Ihre SMS. Bevor unsere Aufwendungen für die erforderlichen Nach-besserungen nicht bekannt sind, wird keine weitere Zahlung erfolgen. Alternativ vergleichsweise Abschlusszahlung 100 EU. MFG

02.02.2009, 07:23:41
HALLO. MIT EINER ABSCHLUSSZAHLUNG VON 300 euro gebe ich mich zufrieden. MFG

2.02.2009, 11:16:29
Hallo. Bevor unsere Aufwendungen für die erforderlichen Nachbesserungen nicht bekannt sind, wird keine Zahlung erfolgen. Alternativ vergleichsweise Abschlusszahlung 100 EU. MFG

02.02.2009, 11:21:18
IHRE SONSTIGEN AUFWENDUNGEN SIND FÜR MICH NICHT VON INTRESSE.

02.02.2009, 15:16:05
Hallo . Bitte betreten Sie das Haus ATW 5 nicht wieder ohne unsere Anwesenheit nach vor-heriger Terminabsprache.

07.02.2009, 14:57:06
Hallo. Bitte holen Sie Ihre Sachen am 08.02.2009, bis 11 Uhr ab, aus der linken Garage. Den Schlüssel bitte auf die Mischmaschine. Bitte betreten Sie das Haus ATW 5 nicht ohne unsere Anwesenheit nach vorheriger Terminabsprache.

08.02.2009, 19:24:29
Hallo. Den Schlüssel bitte in den Briefkasten bis Montag 10 Uhr.

Der Auftragnehmer hat zum vorgegebenen Termin seine Sachen abgeholt, die wir vorher an dem genannten Ort deponiert hatten. Unseren Schlüssel hat er bis heute nicht abgegeben. Kurz danach erhielt ich eine Rechnung vom Auftragnehmer (mit Mwst.), die ich original mit meinem Schreiben vom 09.02.2009 zurückgesandt und nicht bezahlt habe.

In der Sonntagszeitung vom 08.02.2009 haben wir per Inserat die noch anstehende “Rest”- Arbeit erneut ausgeschrieben und danach für 1400 EU zzgl. Material ausführen lassen, um die Kosten zu begrenzen. Alle Fachleute gaben an, dass alle Tapeten mangelhaft und ungenügend angebracht wurden und alle entfernt werden müssten. (den hätte ich sofort rausgeschmissen). Die vom Auftragnehmer geklebten Tapeten, die zum Teil auch mit Farbe ungleichmäßig und verschieden dick bekleckert worden waren, wurden zum größten Teil von mir persönlich entfernt und in meinem Schreiben vom 09.02.2009 an den Auftragnehmer benannt.

Aufgrund meiner Inserate war auch Herr xyz hier vor Ort. Nach eigenen Angaben unterhält er einen Malerbetrieb. Er bot an, die anstehenden Arbeiten, incl. Material, für 1700 EU, zzgl. Mwst., auszuführen. Wenn alles komplett durch ihn neu ausgeführt werden solle, würde dies ca. 2600 EU, zzgl. Mwst. kosten. Ich erkenne daraus den prozentualen Erfüllungsgrad durch den Auftragnehmer. Zwar war dieser in allen Räumen tätig und es sah weit fortge-schritten aus, aber...

Wie bereits anfangs erwähnt, habe ich vom Auftragnehmer eine Rechnung erhalten, die ich mit meinem Schreiben vom 09.02.2009 an ihn zurückgesandt habe. Mit diesem Schreiben wurde der Auftragnehmer erneut aufgefordert, den Schlüssel abzugeben, was er bis heute nicht getan hat.

Deswegen habe ich mich entschlossen, ihm mit meinem Schreiben vom 04.03.2009 meine Rechnung vom selben Tage zugehen zu lassen. Der Betrag 2023 EU entstammt dem bereits vorher genannten Angebot der Fa. xyz.

Weil die Zahlung erwartungsgemäß durch den Auftragnehmer nicht erfolgt ist, folgte eine vorgeschriebene Zahlungserinnerung mit Datum zur Fristsetzung, danach der gerichtliche Mahnbescheid.

Es erfolgte das Rechtsmitttel vom Auftragnehmer, eingelegt durch seinen RA. Am 10.06.2009 habe ich seinen RA, der durch die Gegenpartei abgelehnt worden ist.

Wie bereits eingangs erwähnt, erwarte ich an dieser Stelle keine Stellungnahme, son-dern die Kontaktaufnahme durch einen Rechtsanwalt, der sich in der Lage sieht, das Mandat zu übernehmen und den Vorgang erfolgreich für mich durchzuführen. Für Rückfragen und Gesprächstermin stehe ich selbstverständlich zur Verfügung.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
H. C. T.

Eingrenzung vom Fragesteller
21.08.2009 | 13:56
21.08.2009 | 22:18

Antwort

von


(88)
Kurt-Schumacher-Str. 18-20
53113 Bonn
Tel: 02 28/9 57 50 50
E-Mail:

Sehr geehrter Herr Fragesteller,

bitte rufen Sie die FORÍSION Rechtsanwalts AG, dort Herrn Boehncke, unter 0228- 68 82 26 0 ab Montag gerne an.

Mit freundlichen Grüßen

FORÍSION Rechtsanwalts AG

Hans-Jochen Boehncke
Vortsand/Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Hans-Jochen Boehncke
Fachanwalt für Arbeitsrecht

ANTWORT VON

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