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Schadenersatz wegen mangelhafter Handwerkerleistung

| 27.07.2009 18:41 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


27.07.2009

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein hiesiger Rechtsanwalt ist der Überzeugung, dass nachfolgender Vorgang aufgrund mangelhafter Beweislage keine Aussicht auf Erfolg hat. Ich erwarte an dieser Stelle keine Stellungnahme, sondern die Kontaktaufnahme durch einen Rechtsanwalt, der bereit ist, sofort das Mandat zu übernehmen und den Vorgang erfolgreich durchzuführen.

Ich bin der Auffassung, dass der Rechtsstreit locker zu gewinnen ist, weil mit dem Auftrag-nehmer Fristen vereinbart worden sind und er mit SMS vom 01.02.2009 seinen „Raus-schmiss“ akzeptiert hat und dadurch als offiziell Gewerbetreibender die Folgen zu tragen hat, die mir dadurch entstanden sind.

Schadensersatz (§ 636 BGB ). Dem Handwerker trifft Verschulden, wenn er den Mangel ab-sichtlich (vorsätzlich) oder unabsichtlich, aber fahrlässig verursacht hat. Das hängt davon ab, ob der Handwerker die Sorgfalt angewandt hat, die Handwerker normalerweise anwenden müssen (§ 276 BGB ). Dabei hat er auch Vorsatz oder Fahrlässigkeit seiner Angestellten mit zu vertreten (§ 278 BGB )

Dem Kunden ist durch den Pfusch ein Schaden entstanden. Dieser liegt in der mangelhaften Sache selbst kann aber auch dadurch entstehen, dass durch die mangelhafte Sache weitere Schäden verursacht werden.

§ 637 Selbstvornahme. (1) Der Besteller kann wegen eines Mangels des Werkes nach er-folglosem Ablauf einer von ihm zur Nacherfüllung bestimmten angemessenen Frist den Mangel selbst beseitigen und Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen, wenn nicht der Unternehmer die Nacherfüllung zu Recht verweigert.

(2) § 323 Abs. 2 findet entsprechende Anwendung. Der Bestimmung einer Frist bedarf es auch dann nicht, wenn die Nacherfüllung fehlgeschlagen oder dem Besteller unzumutbar ist.

(3) Der Besteller kann von dem Unternehmer für die zur Beseitigung des Mangels erforderli-chen Aufwendungen Vorschuss verlangen.

Ich habe mit dem Auftragnehmer Ende 12-2008 vereinbart, dass dieser zum Festpreis von 1000 EU sämtliche erforderlichen Maler- und Tapezierarbeiten in unserem Objekt ausführt, beginnend am 12.01.2009. Zuvor hatte er den Kostenaufwand mit ca. 900 EU beziffert. Von mir aus habe ich 1000 EU angeboten. Vergleichsangebote lagen bei ca. 2000 EU bis ca. 4500 EU (Fa.). Die Fertigstellung sollte vereinbarungsgemäß bis Mitte Februar erfolgt sein, Einzugstermin wegen der von mir erfolgten Kündigung meiner bisherigen Wohnung bis 01.03.2009.

Ab dem ersten Gespräch vor Ort wurde der Auftragnehmer von mir wiederholt darauf hinge-wiesen, dass wir professionelle Ausführungsergebnisse erwarten, da wir andere Ausführun-gen selbst leisten können. “Das kriegen wir hin” war seine immer wiederholte, jeweilige Zusi-cherung. Weil seine Arbeiten letztendlich, genau genommen alle, unbrauchbar waren, wurde ihm der Auftrag am 01.02.2009 entzogen. Die Arbeiten wurden danach zu erheblich höheren Kosten ausgeführt, die dem Auftragnehmer, letztendlich per gerichtlichen Mahnbescheid, angelastet werden, was mit der Hilfe eines kompetenten Rechtsanwalts zum positiven Er-gebnis führt.

Auf Grund meiner vorsorglichen telefonischen Nachfrage am 09.01.01.2009 stellte sich he-raus, dass der beidseitig vereinbarte Starttermin nicht wahrgenommen wird, weil sein “zweiter Mann” krank ist. Bereits sein erster Besprechungstermin vor Ort wurde vom Auftragnehmer nicht eingehalten. Daher wurde von ihm zugesichert, dass er mit der Fertigstellung am 15.01.2009 beginnt. Auf Grund meiner vorsorglichen telefonischen Nachfrage am 14.01.2009 gab er an, dass er nicht am 15.01.2009, sondern am darauf folgenden Samstag, 17.01.2009, mit der Fertigstellung beginnen werde, weil sein “zweiter Mann” bis zum genannten 15.01.2009 krank sei.

Die Arbeiten begannen tatsächlich am Samstag, 17.01.2009. Bereits am darauf folgenden Montag, 19.01.2009, habe ich den Auftragnehmer auf die nach unserer Meinung ungenü-gende Ausführungsqualität hingewiesen. Die Rauhfasernähte waren zum großen Teil über-lappend oder mit zu großem Abstand geklebt. Deshalb wurde von mir die Fertigstellung zimmerweise erbeten, damit die von ihm immer wieder gemachte Aussage, dass man nach Fertigstellung davon nichts mehr sieht, von ihm unter Beweis gestellt werden konnte. Wie bereits zu Anfang erwähnt, habe ich bereits bei den Preisvereinbarungen den Auftragnehmer darauf hingewiesen, dass unsererseits sehr hohe Anforderungen an die Ausführungsqualität gestellt werden und daher die Ausführung der Arbeiten in Auftrag gegeben werden sollten. Die Rauhfasertapeten waren zum größten Teil nicht fachgerecht geklebt und die Tapetenbahnen zum großen Teil mehrere Millimeter überlappt bzw. mit großem, deutlich sichtbaren, Abstand von mehreren Millimetern angebracht.

Entgegen aller Vereinbarungen war der Auftragnehmer letztendlich in allen Räumen, außer Wohnzimmer, tätig, ohne einen Raum fertig zu stellen, obwohl dies bereits am 19.01.2009 vereinbart worden war. Er forderte eine Abschlagszahlung in Höhe von EU 400, die er auf-grund seiner Qualitätsvoraussagen sofort erhalten hat. Am 30.01.2009 wurde er erneut und letztmalig zum konkreten Gespräch gebeten. Er war nicht zugänglich, verließ den Bespre-chungsort und begab sich in den anderen Räumen an die Arbeit. Die Tochter meiner Le-benspartnerin und ich haben ihm dann unmissverständlich gesagt, dass er den vereinbarten Raum sofort fertigstellen solle, den wir am nächsten Tag, 31.01.2009, in Augenschein neh-men und abschließend bewerten wollten. Wir haben am 31.01.2009 leider nur den Ersatz einer geklebten Rauhfaserbahn feststellen können, womit die Vereinbarung nicht erfüllt und seine Tätigkeit zu beenden war. Daher hat sich folgender SMS-Dialog zwischen dem Auf-tragnehmer und mir ergeben:

01.02.2009, 07:49:04
Hallo. Wir bitten Sie, umgehend Ihre Ausrüstung Am Tiefen Weg abzuholen und den Schlüs-sel im Briefkasten zu hinterlassen. Ihre Tätigkeit ist hiermit sofort beendet. Auch die am Frei-tag getroffene Vereinbarung haben Sie nicht erfüllt. Wir werden die geklebten Tapeten, soweit möglich, in Ordnung bringen lassen bzw. z. g. T. entfernen und ersetzen lassen. Wir bedauern die Situation sehr. Für uns gibt es keine Alternative.

01.02.2009, 12:52:39
ICH MÖCHTE SIE BITTEN, FÜR MEINE AUSGEFÜHRTEN ARBEITEN EINE RESTZAH-LUNG VON 400.- EURO ZU HINTERLEGEN. BIN MORGENABEND ERST WIEDER ZU-HAUSE: MFG

01.02.2009, 20:12:07
Hallo. Danke für Ihre SMS. Bevor unsere Aufwendungen für die erforderlichen Nachbesse-rungen nicht bekannt sind, wird keine weitere Zahlung erfolgen. Alternativ vergleichsweise Abschlusszahlung 100 EU. MFG

02.02.2009, 07:23:41
HALLO. MIT EINER ABSCHLUSSZAHLUNG VON 300 euro gebe ich mich zufrieden. MFG

2.02.2009, 11:16:29
Hallo. Bevor unsere Aufwendungen für die erforderlichen Nachbesserungen nicht bekannt sind, wird keine Zahlung erfolgen. Alternativ vergleichsweise Abschlusszahlung 100 EU. MFG
02.02.2009, 11:21:18
IHRE SONSTIGEN AUFWENDUNGEN SIND FÜR MICH NICHT VON INTRESSE.

02.02.2009, 15:16:05
Hallo . Bitte betreten Sie das Haus ATW 5 nicht wieder ohne unsere Anwesenheit nach vor-heriger Terminabsprache.

07.02.2009, 14:57:06
Hallo. Bitte holen Sie Ihre Sachen am 08.02.2009, bis 11 Uhr ab, aus der linken Garage. Den Schlüssel bitte auf die Mischmaschine. Bitte betreten Sie das Haus ATW 5 nicht ohne unsere Anwesenheit nach vorheriger Terminabsprache.

08.02.2009, 19:24:29
Hallo. Den Schlüssel bitte in den Briefkasten bis Montag 10 Uhr.

Der Auftragnehmer hat zum vorgegebenen Termin seine Sachen abgeholt, die wir vorher an dem genannten Ort deponiert hatten. Den Schlüssel hat er bis heute nicht abgegeben. Kurz danach erhielt ich eine Rechnung vom Auftragnehmer (mit Mwst.), die ich original mit mei-nem Schreiben vom 09.02.2009 zurückgesandt und nicht bezahlt habe.

In der Sonntagszeitung vom 08.02.2009 haben wir per Inserat die noch anstehende “Rest”- Arbeit erneut ausgeschrieben und danach für 1400 EU zzgl. Material ausführen lassen, um die Kosten zu begrenzen. Alle Fachleute gaben an, dass alle Tapeten mangelhaft und unge-nügend angebracht wurden und alle entfernt werden müssten. (den hätte ich sofort rausge-schmissen). Die vom Auftragnehmer geklebten Tapeten, die zum Teil auch mit Farbe un-gleichmäßig und verschieden dick bekleckert worden waren, wurden zum größten Teil von mir persönlich entfernt und in meinem Schreiben vom 09.02.2009 benannt.

Aufgrund meiner Inserate war auch Herr xyz hier vor Ort. Nach eigenen Angaben unterhält er einen Malerbetrieb. Er bot an, die anstehenden Arbeiten, incl. Material, für 1700 EU, zzgl. Mwst., auszuführen. Wenn alles komplett durch ihn neu ausgeführt werden solle, würde dies ca. 2600 EU, zzgl. Mwst. kosten. Ich erkenne daraus den prozentualen Erfüllungsgrad durch den Auftragnehmer. Zwar war dieser in allen Räumen tätig und es sah weit fortgeschritten aus, aber...

Wie bereits anfangs erwähnt, habe ich vom Auftragnehmer eine Rechnung erhalten, die ich mit meinem Schreiben vom 09.02.2009 an ihn zurückgesandt habe. Mit diesem Schreiben wurde der Auftragnehmer erneut aufgefordert, den Schlüssel abzugeben, was er bis heute nicht getan hat.

Deswegen habe ich mich entschlossen, ihm mit meinem Schreiben vom 04.03.2009 meine Rechnung vom selben Tage zugehen zu lassen. Der Betrag 2023 EU entstammt dem bereits vorher genannten Angebot der Fa. xyz.

Weil die Zahlung erwartungsgemäß durch den Auftragnehmer nicht erfolgt ist, folgte eine vorgeschriebene Zahlungserinnerung mit Datum zur Fristsetzung, danach der gerichtliche Mahnbescheid.

Es erfolgte das Rechtsmitttel vom Auftragnehmer, eingelegt durch seinen RA. Am 10.06.2009 habe ich seinen RA, der durch die Gegenpartei abgelehnt worden ist.

Wie bereits eingangs erwähnt, erwarte ich an dieser Stelle keine Stellungnahme, sondern die Kontaktaufnahme durch einen Rechtsanwalt, der sich in der Lage sieht, das Mandat zu übernehmen und den Vorgang erfolgreich für mich durchzuführen. Für Rückfragen und Ge-sprächstermin stehe ich selbstverständlich zur Verfügung.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
H. C. T.

Eingrenzung vom Fragesteller
27.07.2009 | 19:11

Sehr geehrter Fragesteller,

bitte beachten Sie, dass diese Antwort nur eine erste rechtliche Einschätzung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und der von Ihnen gebotenen Fakten sein kann.


Grundsätzlich ist Ihre Angelegenheit nicht als aussichtslos zu beurteilen- jedoch u.U. als doch riskant.

Sie haben mit dem ersten Auftraggeber einen Werkvertrag abgeschlossen- nicht einen Dinetsleistungsvertrag. Geschuldet ist dmenach der Erfolg, nicht das bloße Tätigwerden.


Entscheidend für den vorliegenden Fall is m.E., ob und inwieweit die Selbstvornahme nach 637 BGB gerechtfertigt war.
Wie von Ihnen geschildert war der Handwerker verpflichtet, Ihnen eine erstklassige Arbeit zu liefern- dies hat er (so Ihre Aussage) nicht getan.
Sie haben den ersten Handwerker mehrmals zur Nachbesserung seiner (laut anderer Handwerker mangelhafter ) Arbeit aufgefordert.

Bewiesen werden müsste nun, dass Sie zur Selbstvornahme (sprich: Beauftragung eines anderen Handwerkers) berechtigt waren- diese Entscheidung kann an dieser Stelle nicht getroffen werden sondern ist sicherlich eine reine Tatsachenentscheidung des zuständigen Gerichts.

Ob und inwieweit die nicht zufiredenstellende Leistung des ersten Handwerkers zur Selbstvornahme berechtigt ist demnach an dieser Stelle nicht abschließend zu beurteilen.

Wie Sie aus meinen Worten vielleicht shcon entnehmen können muss ich mich der Meinung Ihres ersten RA´s anschließen, dass der von Ihnen angestrebte Prozess nicht mit 100% iger Sicherheit gewonnen werden wird- ich tippe eher, dass ein gerichtlicher Vergleich abgeschlossen wird, da die Sachlage relativ unklar sein wird.

Sollten Sie über eine Rechtsschutzversicherung verfügen, so sehe ich jedoch keine Probleme, den nicht aussichtslosen Versuch zu wagen, einen Teil der entstandenen Kosten des zweiten Handwerkers auf den ersten Handwerker abzuwälzen.

Verfügen Sie über keine kostentragende RSV, so ist es relativ risikoreich das gerichtliche Verfahren durchzuführen.

Selbstverständlich stehe ich Ihnen bei ihrem Vorhaben im Klageverfahren zur Seite.

Bitte benutzen Sie die kostenlose Nachfragefunktion um im Detail nochmal mitzuteilen,
a) welcher Betrag wurde an den ersten Handwerker ausbezahlt?
b) welcher Betrag wurde an den zweiten Handwerker bezahlt?

die Differenz zwischen ursprgl. Angebot ( 1000€) und der Rechnung des zweiten Handwerkers (1700€ oder 2600€????) ist der Streitwert, nach dem sich die Kosten des Verfahrens richten.

Bei 700€ wären das Prozessrisiko ~ 570€
Bei 1600€ wäre das Prozessrisiko ~ 1050€


Mit freundlichen Grüßen

Michael Bauer
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 24.12.2011 | 12:12

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